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Freitag, 9. März 2018

Der Wissenschaftler Torbern Bergman

Torbern Bergman kam am 9. März 1735 als Sohn eines Amtsmanns in Låstad zur Welt und schrieb sich nach dem Besuch des Gymnasiums in Skara im Jahr 1752 an der Universität Uppsala ein um dort Botanik, Mathematik und Entomologie zu studieren. Dort lernte Bergman den Naturwissenschaftler Carl von Linné kennen, dem er eine Abhandlung über Igel vorgelegt hatte. Linné beauftragte hierauf Bergman mit der Erforschung der Frostspanner, die im Herbst die Stämme von Fruchtbäumen hochklettern um so weit oben wie möglich ihre Eier zu legen. Bergman fand eine Methode diese Insekten beim Hochklettern zu fangen, statt sie oben zu suchen, und bewies damit seinen Einfallsreichtum.

Torbern Bergman gehörte zu jenen Wissenschaftlern, die sich extrem vielseitig zeigten, denn er disputierte auch in Astronomie, wurde Dozent in Physik und Professor in Chemie und in Pharmakologie. So nebenbei verfasste Bergman dann auch eines der ersten Geographiebücher weltweit und untersuchte die verschiedenen meteorologischen Phänomene. Seine Arbeiten über das Nordlicht, über die Entstehung von Gewittern und den Regenbogen führten dazu, dass Torbern Bergman 1764 auch in die Akademie der Wissenschaften gewählt wurde, als der Wissenschaftler gerade einmal 29 Jahre alt war.

Auch in der Chemie kann man Torbern Bergman, der am 9. Juli 1784 an einem Schlaganfall in Medevi starb, als einen der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit sehen. Um seine Forschungen auf optimale Weise durchführen zu können, ließ er sich in der Universität auf eigene Kosten ein Labor einrichten, da es für ihn wichtig war sowohl quantitative, als auch qualitative Analysen durchzuführen. In diesem Labor entdeckte Bergman 1775 wie man Mineralwasser auf künstliche Weise herstellt. Seine Forschungen gingen allerdings in alle Richtungen, was leider auch dazu führte, dass Bergman oft nur die Basis schuf, er aber seine Ideen zu Ende führen konnte. Dies gilt insbesondere für die Mineralogie, und auch für die chemischen Elemente, denn er war der erste Chemiker Schwedens, der einen Unterschied zwischen anorganischer und organischer Chemie machte, leider ohne diese Trennung in letzter Konsequenz zu dokumentieren.


9. März 1699: Der schwedische Rechtsgelehrte Lars Fleming
9. März 1846: Freiherr Johan Nordenfalk, Justizstaatsminister
9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
9. März 1910: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland
9. März 1957: Die schwedische Sozialdemokratin Mona Sahlin
9. März 1975: Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 25. April 2014

Der schwedische Astronom Olof Hjorter

Als Olof Hjorter am 25. April 1750 in Uppsala starb, war er einer der bedeutendsten Astronomen Schwedens und hatte, unter anderem, die Grundlage für die Landvermessung Schwedens gelegt und mehrere astronomischen Ereignisse des Landes beschrieben. Und dennoch gelang es Hjorter nicht auf internationalem Niveau anerkannt zu werden, vermutlich, weil immer der Schatten des Astronomen Anders Celsius über ihm lag, einem Wissenschaftler, mit dem Hjorter sehr intensiv zusammenarbeitete.

Olof Hjorter, der 1696 im Jämtland geboren wurde, hatte nach seiner Hochschulreife in Härnösand ein Studium der Astronomie an der Universität Uppsala begonnen, das er jedoch bereits zwei Jahre später wegen Geldmangel abbrechen musste. Aber auch wenn sich Hjorter anschließend als Privatlehrer bei adeligen Familien des Landes verdingen musste, so setzte er seine astronomischen Studien privat fort. Jean de Geer blieb diese Neigung nicht unbekannt und als die Familie dann von 1723 bis 1727 nach Holland ging, ermöglichte es de Greer dem Amateurastronomen in Utrecht sein Studium am dortigen Observatorium fortzusetzen.

Zurück in Schweden wurde Olof Hjorter nach relativ kurzer Zeit von Axel Oxenstierna auf Tidö als Privatastronom angestellt, der ihm auch riet nach Uppsala zurückzukehren. Dort wurde Hjorter ohne je ein astronomisches Studium abgeschlossen zu haben, unmittelbar Dozent in seinem Fach und vertrat Anders Celsius während einer fünfjährigen Auslandsreise als Professor. Auf Grund seiner Leistungen wurde Olof Hjorter im Jahre 1746 Observator am Observatorium in Uppsala. Die größten Leistungen Hjorters lagen in der Berechnung der Polhöhen mehrerer schwedischer Orte, seine Sonnen- und Mondtabellen und er beschrieb, gemeinsam mit Celsius, erstmals einen Kometen über Schweden und erklärte, ebenfalls mit Celsius, die Einwirkung des Nordlichte auf die Kompassnadel.


25. April 1709: Der Architekt und Erfinder Carl Johan Cronstedt
25. April 1744: Anders Celsius und die Celsius-Skala 
25. April 1926: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens 
25. April 1926: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau 
25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA 
25. April 1981: Anja Pärson, alpine Skiläuferin 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. April 2012

Anders Celsius und die Celsius-Skala

Am 25. April 1744 starb Anders Celsius in Uppsala, seinem Heimatort, wo er auch lange Jahre als Professor tätig war. Bekannt wurde Anders Celsius auf Grund seiner Celsius-Skala, auch wenn der Wissenschaftler damals den Gefrierpunkt auf 100 Grad festlegte und den Siedepunkt auf Null Grad, was später umgedreht wurde. Celsius hatte bereits damals festgestellt, dass der Siedepunkt auch vom Luftdruck abhängt, weshalb er darauf hinwies, dass dies bei der Herstellung eines Thermometers berücksichtigt werden muss.

Aber auch wenn Anders Celsius, der am 27. November 1701 geboren worden war, mit einer Maßeinheit, die nach ihm benannt wurde, bekannt wurde, so war er im Grunde nicht in der Physik tätig, sondern er beschäftigte sich, wie nahezu alle seine Vorfahren, mit der Astronomie. Anders war jedoch, im Gegensatz zu den anderen schwedischen Wissenschaftlern seiner Zeit, der Meinung, dass man Wissen nur durch eine internationale Zusammenarbeit gewinnen kann und schuf deswegen geradezu ein Netz unter Astronomen, wobei er auch selbst fünf Jahre lang im Ausland forschte, da ihm die Möglichkeiten innerhalb Schwedens zu begrenzt schienen.

Obwohl über die Leistungen von Anders Celsius in der Astronomie relativ wenig gesprochen wird, so machte er für seine Zeit bahnbrechende Entdeckungen. Er entwickelte eine Methode, die es erlaubte den Anstand von Sonne und Erde genauer bestimmen, er bewies durch Messungen, dass die Erde am Pol flacher wird und er erstaunte die Welt mit seinen Beobachtungen des Nordlichts, eine Arbeit, die er zusammen mit dem Astronomen Olof Hjorter vorlegte. Anders Celsius gehörte auch zu den wenigen Forschern, denen der Papst seine Archive für Forschungszwecke öffnete, was zu neuen Erkenntnissen zur Stärke des Sonnenlichtes verhalf.


25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA
25. April 1981: Anja Pärson, alpine Skiläuferin

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 21. Juni 2011

Das Nordlicht und Anders Jonas Ångström

Am 21. Juni 1874 starb der schwedische Physiker und Astronom Anders Jonas Ångström in Uppsala, der sogenannte Vater des Spektroskopie, bei der Strahlung nach ihrer Energie zerlegt wird. Der Physiker und Astronom gab einer Wellenlänge, die heute nicht mehr zugelassen ist, ihren Namen, aber auch ein Mondkrater und ein wissenschaftliches Labor in Uppsala erhielten den Namen Ångström.

Auf Grund der Entwicklung seines Spektrometers konnte Anders Jonas Ångström als erster das Farbspektrum des Nordlichts fotografieren und damit beweisen, dass das Nordlicht nicht durch die Brechung des Sonnenlichtes in der Atmosphäre entsteht, was alle vorherigen Theorien zu diesem Naturphänomen über den Haufen warf. Für diese Messungen verwendete der Physiker die von ihm definierte Länge Ångström. Später konnte man feststellen, dass seine Messungen des goldgrünen Lichtes nahezu die exakten Masse ergaben.

Anders Jonas Ångström kann auch als der erste schwedische Wissenschaftler bezeichnet werden, der nicht mehr ein Repräsentant des Allgemeinen Wissens war, sondern sich in Forschung und Unterricht spezialisiert hatte, was sich nach ihm für alle Wissenschaftler des Landes entwickelte. Ångström hat die Grundlagen für mehrere physikalischen Gesetze gelegt, unter anderem das Kirchhoffsche Strahlungsgesetz, das später zu Max Plancks Quantenhypothese führte.

21. Juni: Der schwedische Vorname Alf und die nordische Mythologie
21. Juni 1903: Alf Sjöberg, der Revolutionär des schwedischen Theaters 

Copyright: Herbert Kårlin