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Dienstag, 20. September 2016

Der Wanderweg KullaRulla für Ältere und Behinderte

KullaRulla ist eine Teilstrecke des sogenannten Kullaleden, der wiederum ein Teil des Skåneleden SL 5 ist, eines Wanderwegs auf dem man große Teile der Region Skåne (Schonen) zu Fuß entdecken kann. Der Wanderweg KullaRulla wurde am 20. September 2014 eingeweiht und hat die Besonderheit dass die 30 Kilometer lange Strecke über keine besonderen Steigungen verfügt und daher auch von Rollstuhlfahrern und älteren Personen problemlos benutzt werden kann und man entlang des Weges auch für diese Gruppe angepasste Rastplätze und Toiletten findet.

Natürlich kann man den KullaRulla nicht an einem einzigen Tag zurücklegen, sondern man kann entweder nur kleinere Teile des Wanderwegs benutzen, oder aber den vier Etappen folgen, zumal die längste der Etappen nur 9,4 Kilometer lang ist und man entlang der Strecke auch mehrere Unterkünfte findet, die auch für die Benutzer von Rollstühlen geeignet sind. Vom KullaRulla aus kann man auch einige der Sehenswürdigkeiten bewundern, die nur von sehr ausdauernden Wanderern besucht werden können, aber allein der Blick auf die Anhöhen ist bereits die eigene Mühe wert.

Der gut ausgeschilderte KullaRulla beginnt am Hauptbahnhof in Mölle, dem Ort, der vor 100 Jahren einer der bekanntesten Badeorte Schwedens war, was sich noch heute an einigen der Bauten zeigt. Der Weg führt durch die verschiedensten Kulturlandschaften Skånes und ist an vielen Stellen nur wenige Meter vom Meer entfernt. Neben den Naturerlebnissen streift, oder rollt, man auch durch eine Gegend, die sich mit der Töpferei einen Namen machte und noch heute zahlreiche Künstler anzieht. Und wenn man den KullaRulla zur warmen Zeit des Jahres nimmt, so sollte man auch eine Pause beim Revier der Störche einlegen, die in Schweden fast nur noch in Skåne vorkommen.


20. September 1396: Beschluss in Nyköping verändert die schwedische Regierung
20. September 1685: Die Admiralskirche Ulrica Pia in Karlskrona
20. September 1776: Großbrände in Gävle
20. September 1816: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache
20. September 1862: Ernest Florman, der erste Filmer Schwedens
20. September 1879: Victor David Sjöström, der Stern des schwedischen Stummfilms
20. September 1937: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten
20. September 1974: Olle Hedberg, der Autor, der seine Vergangenheit verbrannte

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 23. Juli 2016

Der schwedische Komiker Jesper Odelberg

Jesper Odelberg wurde am 23. Juli 1970 als Jesper Eanuelsson in Härlanda bei Göteborg geboren und wuchs in Ljungskile auf, wo er im Alter von 22 Jahren auch erstmals als Komiker auf der Bühne stand, so überzeugend, dass er sich nur drei Jahre später als Komiker selbständig machen konnte, was für jemanden, der an Rollstuhl gebunden ist, einmalig sein dürfte, ihm andererseits auch ermöglichte auch von der Bühne aus einen relativ erfolgreichen Kampf gegen Vorurteile zu führen.

Seinen Durchbruch als Komiker hatte Jesper Odelberg im Jahr 1997 mit Släng dig i Brunnen, während der siebten Saison einer Fernsehserie, die in 63 Programmen 63 Stand-Up Künstler präsentierte, denn hier konnte Odelberg seine gesamte Stärke eigen, die sich durch eine treffsichere Kritik der Gesellschaft und eine Feinfühligkeit für schwache und der Kritik ausgesetzte Personen ausdrückte. Nach diesem Abend war Jesper Odelberg im ganzen Land bekannt und konnte sich vor Auftritten kaum retten. Odelberg war über Nacht ein Sprachrohr der Schwachen Schwedens geworden.

In den Folgejahren zeigte sich Jesper Odelberg jedoch nicht nur als Komiker, sondern auch als Musiker, hielt Vorträge und er arbeitet als Politiker. Nachdem Odelberg in den Jahren 2002 und 2003 als Berater des Sozialministers Lars Engqvist gearbeitet hatte, präsentierte er sich 2009 für die Linken Schwedens bei den Europawahlen und erhielt dabei die drittmeisten Stimmen der Wähler. 2010 präsentierte sich Odelberg auch erstmals für die Region Västra Götaland bei den Reichstagswahlen, erhielt jedoch erst bei den Wahlen des Jahres 2014 genügend Stimmen um dann als Ersatz der ins Parlament gewählten Politiker zu dienen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Am 21. Februar 1976 wurden in Örnsköldsvik die ersten Paralympischen Winterspiele eröffnet, die parallel zu den Olympischen Winterspielen veranstaltet werden und sich an Behinderte jeder Art richten, die bei diesen Spielen zeigen können zu welchen enormen Leistungen sie fähig sind. Natürlich waren diese ersten Winterspiele noch relativ bescheiden und insgesamt konnte man nur 14 Länder mit insgesamt 250 Sportlern zählen, was sich jedoch bei den neun folgenden Winterspielen bedeutend änderte.

Die Grundidee zu Paralympischen Spielen wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg im Krankenhaus Stoke Mandeville bei London, wo die Ärzte die Bedeutung von Sport bei der Rehabilitierung von schweren Kriegsschäden feststellten. Der Neurochirurg Dr. Ludwig Guttman kam dann auf die Idee im Jahre 1948, parallel zu den Olympischen Spielen, einen Wettbewerb für Bogenschützen zu arrangieren. Ab diesem Jahr veranstaltete der Arzt jedes Jahr einen sportlichen Wettbewerb an dem allem Behinderte des Zweiten Weltkriegs teilnehmen konnten, die an den Rollstuhl gebunden waren.

Es sollte dann jedoch noch bis 1960 dauern bis die ersten internationalen Paralympischen Spiele stattfinden sollten, die jedoch noch als die 9th Annual International Stoke Mandeville Games angekündigt waren, da sie vom Internationalen Olympischen Komitee nicht anerkannt waren. Erst 1984 waren die Paralympics, die grundsätzlich im Anschluss an eine Olympiade stattfinden, auch offiziell anerkannt, wobei bei diesen Spielen Sponsoren, im Gegensatz zu den Olympischen Spielen, auch in der Arena Werbung anbringen dürfen, was die Öffentlichkeitswirkung etwas erhöht.


21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren

Copyright: Herbert Kårlin