Posts mit dem Label Roma werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roma werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland

Am 4. Februar 1972 entschied sich gewissermaßen das Schicksal von Gotlands Järnväg, die zwischen 1878 und 1960 das Bild Gotlands geprägt hatte, denn an diesem Tag wurde der Verein Föreningen Gotlandståget gegründet, der das Ziel hatte den Schienenverkehr auf der Insel wieder aufzunehmen, wenn auch in kleinerem Umfang und nur zu touristischen Zwecken, ein Unternehmen, das sehr viel Zeit, Arbeitskraft und hohe Investitionen benötigte, denn die Schienen mussten neu gelegt werden und die Restauration und der Unterhalt einer Dampflock einer Schmalspurbahn ist ebenfalls sehr aufwendig.

Die ersten Schritte des Vereins waren den früheren Bahnhof Hesselby auf dem zentralen Gotland zu übernehmen, eine Dampflock und einige Wagen zu restaurieren und Gleise für den ersten Kilometer zu legen. Der Enthusiasmus des Vereins machte es dann möglich, dass die erste Eisenbahn bereits zum 100. Jubiläum des Gotlands Järnvägs wieder rollen konnte. Am 8. Oktober 1978 wurden dann der Gotlands Hesselby Jernväg offiziell eingeweiht und ab dem folgenden Jahr konnte man während der Sommermonate kurze historische Reisen anbieten, die die Fahrgäste von der Vergangenheit der Insel träumen ließen.

In den Folgejahren konnte der Verein die Strecke ausbauen, weitere Bahnhöfe restaurieren und dank einer Subvention Europas in Höhe von 4,3 Millionen Kronen kann die Strecke zwischen Hesselby und Roma mit seiner Klosterruine bereits im Sommer 2015 geöffnet werden, eine Strecke von rund sechs Kilometern. Neben dem sommerlichen Eisenbahnverkehr, und zeitweise einem Weihnachtszug, bietet der Verein den Besuchern auch ein  Museum mit zahlreichen Dampf- und Diesellocks sowie zahlreichen historischen Waggons. Die älteste Dampflock des Vereins wurde bereits im Jahre 1878 gebaut, im Jahr, als die erste Eisenbahn auf Gotland in Betrieb genommen wurde.


8. Oktober 1878: Der schwedische Künstler Ivar Arosenius
8. Oktober 1889: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa
8. Oktober 1926: Lars Jansson und die Familie Mumintroll
8. Oktober 1953: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
8. Oktober 1958: Der Herzschrittmacher, eine schwedische Erfindung
8. Oktober 1958: Åke Senning setzt im Karolinska den ersten Pacemaker ein
8. Oktober 1976: Der schwedische Künstler Arne Jones

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 4. Februar 2014

Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei

Am 4. Februar 1995 wurde Maria Leissner als erste Frau zur Vorsitzenden der schwedischen Folkpartiet (Volkspartei) gewählt und übernahm damit in der undankbarsten Situation die Führung der Partei, denn nach dem Wahlverlust der bürgerlichen Parteien im Vorjahr war ihr Vorgänger, Bengt Westerberg, zurückgetreten und die Partei befand sich in einer Talfahrt, die nur eine sehr starke Person ändern konnte. Leissner, die sich vor allem für die Außenpolitik interessierte, hatte diese Stärke nicht und machte zudem den Fehler, das sie der Volkspartei eine neue Linie geben wollte.

Während Bengt Westerberg sich nach dem Wahlverlust den Sozialdemokraten nähern wollte, einer Linie, die von sehr vielen Parteimitgliedern getragen wurde, kritisierte Maria Leisner die Vorsitzenden der Sozialdemokraten, erst Ingvar Carlsson und dann vor allem Göran Persson, und setzte die Partei vollständig auf den rechten Flügel, was natürlich dazu führte, dass die Volkspartei geschwächt statt gestärkt wurde. Die Position Leissners als Vorsitzende wurde daher auch sehr bald aus den eigenen Reihen kritisiert, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie wenig Gewicht auf die interne Situation Schwedens legte, sondern immer wieder die Außenpolitik in den Vordergrund schob.

Bereits 1997, also noch vor den nächsten Parlamentswahlen, trat die am 21. Januar 1956 geborene Maria Leisner dann noch von ihrem Amt zurück ohne je ihre Führungsqualitäten bewiesen zu haben. Nach ihrem Rücktritt als Vorsitzende der Folkpartiet (FP) wurde Leissner erst Botschafterin in Guatemala, anschließend leitete sie ein Demokratisierungsprojekt im Irak, 2006 wurde sie unter der schwedischen Integrationsministerin Nyambo Sabuni die Vorsitzende der Delegation zur Integration der Roma und seit 2007 ist sie die Vorsitzende der Hochschule in Borås. Außerordentliche Ergebnisse konnte Leissner jedoch auch bei diesen Aufgaben kaum vorweisen.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens
4. Februar 1991: Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg