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Freitag, 10. April 2015

Die schwedische Sängerin Lena Maria Gårdenäs

Lena Maria Gårdenäs wurde am 10. April 1947 in Stockholm geboren, kam jedoch bereits im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern nach Helsingborg, wo sie noch heute eine kleine Wohnung besitzt. Schon in der Schulzeit sang sie häufig und bald trat sie dem Kirchenchor bei mit dem sie auch erstmals auf Tournee ging. Nur wenig später gründete Gårdenäs mit einigen Freundinnen dann die Mädchenband Rainy Day Woman, die mehrere Jahre lang durch Europa reiste was, unter anderem, dazu führte, dass Gårdenäs in England ihren ersten Mann kennenlernte, der sie sehr viele Jahre später für seine Jugendliebe verließ.

Nachdem Lena Maria Gårdenäs die Gruppe Rainy Day Woman verlassen hatte, gründete sie 1970 die Band Lena Maria & Sweet Wine, die Anfang der 70er Jahren einen enormen Erfolg in Schweden hatte und mehrere Alben veröffentlichte. Nach einer längeren Tournee durch England löste sich die Band jedoch 1976 auf und Gårdenäs begann eine Solokarriere. Neben ihren Auftritten in ganz Schweden, spielte die Sängerin 1978 auch die Journalistin Bea im Film Repmånad, der in vielem der späteren Sällskapsresan von Lasse Åberg ähnelt.

In den Jahren 1980 und 1981 hatte Lena Maria Gårdenäs dann eine eigene Fernsehshow, die, wegen ihrem enormen Erfolg, unmittelbar nach Abschluss als Reprise erneut übertragen wurde. 1985 ging Gårdenäs dann mit Jerry Williams und der Band Roadwork ein letztes Mal auf Tournee, um anschließend jedoch das Musikgeschäft ganz an den Nagel zu hängen. Nun gründete die Sängerin ihre Kroppsverkstan (Körperwerkstatt) mit fünf Frisören, zwei Hauttherapeuten und anderen Schönheitszweigen, ohne jedoch die Show ganz aufzugeben. 1998 wurde Gårdenäs jedoch das gesamte Geschäft zuviel und sie verkaufte ihre Kroppsverkstad und gab die Arbeit an Shows auf. Heute arbeitet die ehemalige Sängerin vor allem als Übersetzerin und pendelt zwischen dem Småland und Helsingborg.


10. April 1216: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens 
10. April 1728: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss 
10. April 1929: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow 
10. April 1946: Mikael Wiehe, mit Allsång die Regierung stürzen 
10. April 1990: Das Ivar Lo-Johansson Museum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 27. Juni 2014

Fredrik Lindström und der Erfolg eines Populärhistorikers

Fredrik Lindström wurde am 27. Juni 1963 in Fors bei Eskilstuna geboren und hatte mit 16 Jahren die Karriere als Musiker im Sinn, denn zwischen 1979 und 1982 spielte er Schlagzeug in der Heavy Metal Band Crystal Pride. Als er jedoch einsah, dass er auch eine gediegene Ausbildung benötige, besuchte er mit 19 die Volkshochschule Gripsholm in Mariefred, machte dort das Abitur und studierte anschliessend an der Universität Uppsala nordische Sprachen und Literaturwissenschaft. 1989 schloss Lindström noch eine Ausbildung in der Journalistenschule Poppius an und ein Jahr später begann er seine Doktorarbeit in Nordischer Sprachgeschichte.

Aber auch diese Ausbildung und die Doktorarbeit schienen Fredrik Lindström nicht zu befriedigen, denn 1990 zog er nach Stockholm und begann eine Karriere als Stand-Up- Komiker, was drei Jahre später zu einer Anstellung beim Staatsfunk Sveriges Radio führte wo er für das Programm Hassan scherzhafte Telefongespräche führte, die in direkt übertragen wurden. Lindström arbeitete parallel weiter als Komiker, trat im Fernsehen auf und wurde 1999 auch im rennomierten Mosebacke in Stockholm engagiert.

Im gleichen Jahr begann Fredrik Lindström als Regisseur des Filmes Vuxna Människor, dem zwei Jahre später ein weiterer Spielfilm folgte, er produzierte den fiktiven Dokumentarfilm Harry Viktor und er fand bei Aufträgen für das Staatsfernsehen SVT auch zurück zu seinem Studium, denn in den Folgejahren wurde er mit Serien zum schwedischen Sprachgebrauch und zu den Dialekten des Landes beauftragt in denen er Wissenschaft und Geschichte mit Humor mischen konnte. Ab 2006 kamen dann populärwissenschaftliche Bücher über Geschichte, Innenarchitektur und Wirtschaftsfragen hinzu bis er sich 2011mehr und mehr für die Bühne zu interessieren beginnt und die Show Ljust och Fräsch produziert, der 2014 die Show Ägd - pengarna eller livet folgt.


27. Juni 1676: Der Schonische Krieg (Skånska kriget) unter Karl XI.
27. Juni 1895: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
27. Juni 1902: Der letzte Geadelte Schwedens: Sven Anders Hedin
27. Juni 1976: Das Kanalmuseum Skanzen in Halstahammar
27. Juni 2001: Tove Jansson schrieb nicht nur Mumintrollen
27. Juni 2003: Carl Bernadotte und die Affäre Huseby
27. Juni 2009: Willy Kyrklund und die existentielle philosophische Literatur Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Kulturfestival 2013

Sonntag, 28. Juli 2013

Der schwedische Illusionist Joe Labero

Der schwedische Illusionist Joe Labero wurde am 28. Juli 1963 unter dem Namen Lars Bengt Roland Johansson in Alvesta geboren und schuf seinen neuen offiziellen Namen indem er jeweils die ersten beiden Buchstaben seiner früheren Namen zu seinem neuen Namen zusammensetzte. Seine Bestimmung fand Labero bereits sehr früh, da er mit zwölf Jahren seinen ersten Zauberkasten geschenkt bekam. Und zwei Jahre später stand es für ihn fest Illusionist zu werden.

Bereits mit 16 Jahren gewann Joe Labero dann die Juniorenmeisterschaft für Magier in Karlstad und traf seinen Mentor, den Illusionisten Carlo Tornedo, der ihm bei der Planung seiner Zukunft half und ihn in viele Geheimnisse der Magie einweihte. In den Folgejahren trat Labero in ganz Schweden mit seinen Künsten auf und 1991 trat er, entgegen aller Ratschläge seiner Kollegen, in der eigenen Show A Magic Night im Berns in Stockholm auf. Der Künstler sah diesen Schritt als die einzige Möglichkeit sich aus der Gruppe der Illusionisten Schwedens hervorzuheben.

Die erste Show von Joe Labero entwickelte sich zu einem enormen Erfolg für den Illusionisten, denn er stand mit A Magic Night 657 Mal auf der Bühne in Stockholm, bevor er damit auf Schwedentournee ging, die sich mehr und mehr zu einer Europatournee entwickelte. Als er fünf Jahre später in Australien seine nächste Show Mystique präsentierte, trat er 16 Monate lang mit dieser Show auf und sein Name war ein Begriff in der ganzen Welt geworden. Seit dieser Zeit hat der Künstler regelmäßig neue Shows zu unterschiedlichen Themen vorgestellt, die alle einen ähnlichen Erfolg zeigten und Labero zum vielleicht bedeutendsten Illusionisten Schwedens machen.


28. Juli: Botvid, ein vergessener Name Schwedens 
28. Juli 1900: Die schwedische Kinderbuchautorin Edith Unnerstad

Copyright: Herbert Kårlin