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Freitag, 21. Oktober 2016

Der Priester und Historiker Joen Petri Klint

Auch wenn man über die Herkunft des Priesters und Historikers Joen Petri Klint nicht sehr viel weiß, so hinterließ er bei seinem Tode am 21. Oktober 1608 in Östra Stenby ein relativ umfangreiches Werk und hatte sich als deutlicher Verfechter des neuen protestantischen Glaubens ausgezeichnet. Klint gehört zu den wenigen Personen Schwedens, die uns ein deutliches Bild dieser Epoche hinterließen und damit einen wichtigen Beitrag für die Kulturgeschichte Schwedens leisteten, die ohne den Historiker verloren gegangen wären.

Wann Joen Petri Klint geboren wurde, ist nicht überliefert, daher wird er erstmals 1558 genannt, als er sich an der Universität Uppsala einschrieb, wo er 1564 auch zum Priester geweiht wurde. Bereits vier Jahre später erhielt Klint das Pastorat in Östra Stenby, das er bis zu seinem Tod behielt. In seiner Eigenschaft als Priester zeichnete sich Klint dadurch aus, dass er zum einen auch den Priesterstand im Reichstag vertrat, sich zum anderen als Gegner der Kirchenpolitik des Königs Johan III. zeigte und sehr deutlich jede katholische Strömung Schwedens bekämpfte, unter anderem bei der Synode von Uppsala (Uppsala möte) des Jahres 1593.

Neben allgemeinen historischen und religiösen Werken, sowie einer illustrierten Chronik über Gustav Vasa, hinterließ Joen Petri Klint ein selbst illustriertes Manuskript über die religiösen Omen seiner Epoche, wobei er in diesem Werk auch die katholischen Omen neu deutete und dem protestantischen Glauben anpasste. In der Järnteckensamling (Gesammelte religiöse Vorzeichen) beschrieb Klint alle Wunder und ungewöhnlichen Ereignisse, die den Glauben jener Epoche prägten und zeigten wie Gott den Ungehorsam der Menschheit bestraft. Indem Klint in diesem Werk auch sämtliche Anzeichen deutet und erklärt, bietet das Werk heute einen klaren Einblick in das religiöse Volksdenken jener Zeit. Vieles aus diesem Werk diente später auch der religiösen Propaganda und Teile davon wurden selbst als persönliche Meinung Gottes interpretiert, insbesondere im Streit zwischen dem protestantischen und dem katholischen Glauben.


21. Oktober 1833: Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits
21. Oktober 1862: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
21. Oktober 1880: Der schwedische Dadaist Viking Eggeling
21. Oktober 1892: Die feministische Schriftstellerin Anne Charlotte Leffler
21. Oktober 1961: Nils Ferlin, der Bohemien unter den schwedischen Dichtern
21. Oktober 1990: Blondinbella, Erfolgsbloggerin in Schweden
21. Oktober 1994: Gustav Jonsson und das Kinderdorf Skå

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. Mai 2016

Erzbischof und Professor Nicolaus Olai Bothniensis

Nicolaus Olai Bothniensis kam im Jahre 1550 als Sohn eines Priesters in Piteå zur Welt und schrieb sich im Juli 1578 an der Universität in Rostock ein um dort Theologie zu studieren. Bothniensis wählte vermutlich Rostock, weil dort der Glaube Luthers am deutlichsten vertreten wurde. Nach seiner Disputation im April 1584 kehrte der Theologe nach Schweden zurück um an der Hochschule in Stockholm Professor für Hebräisch und das Alte Testament zu werden, eine Professur, die gewisse Probleme mit sich brachte, da Bothniensis den Glauben des Königs Johan III. kritisierte, da der König noch in mehreren Punkten von der katholischen Lehre, aber auch der Mythologie des Nordens beeinflusst war.

Als die Hochschule in Stockholm im Jahre 1592 aufgelöst wurde, ging Nicolaus Olai Bothniensis nach Uppsala um dort seine theologische Laufbahn fortzusetzen. Da sich der Theologe bereits um diese Zeit als hervorragender theologischer Schriftsteller ausgezeichnet hatte, wurde er bei der Synode von Uppsala (Uppsala möte) auch zum Vorsitzenden gewählt, bei dem sich die schwedische Kirche voll zum Augsburger Bekenntnis stellte, was Bothniensis als einen der größten Erfolge Schwedens bezeichnete, da damit die Kirche des Landes eine klare Position einnahm und die religiöse Krise jener Zeit beendet wurde.

Nach der Synode von Uppsala wurde auch die Universität Uppsala wieder eingerichtet und Nicolaus Olai Bothniensis wurde dort als Professor für das Alte und Neue Testament, sowie für Hebräisch, eingesetzt, gleichzeitig aber auch zum Dompropst in Uppsala ernannt. Nach dem Tod des Erzbischofs Abraham Angermannus wurde Bothniensis 1599 zum Bischof gewählt, ohne jedoch je dazu geweiht zu werden, da der Theologe bereits am 18. Mai 1600 im Alter von 49 Jahren in Stockholm starb. Neben seinen religiösen Schriften, die noch heute eine gewisse Bedeutung haben, zeichnete sich Bothniensis auch durch die Herausgabe einer hebräischen Grammatik aus.


18. Mai 1160: Erich der Heilige in der schwedischen Geschichte
18. Mai 1160: Erik, der einsame Herrscher, hat Namenstag
18. Mai 1160: Erik der Heilige stirb bei Uppsala
18. Mai 1717: Jean Eric Rehn und der gustavianis Stil Schwedens
18. Mai 1738: Die Eisenhütte Billingfors Bruk wird Papierfabrik
18. Mai 1946: Ein UFO mit Außerirdischen landet in Skåne
18. Mai 1962: Die schwedische Sängerin Nanne Grönvall

Copyright: Herbert Kårlin