Posts mit dem Label Victor Westerholm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Victor Westerholm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 23. März 2016

Die finnlandschwedische Künstlerin Eva Acke

Als Eva Acke am 23. März 1929 in Vaxholm starb, war sie als Künstlerin nahezu unbekannt, da sie es vorgezogen hatte ihrem Mann, JAG Acke, alle Ehren als Künstler zu lassen und sich selbst als Amateurkünstlerin darzustellen, die wenig an die Öffentlichkeit trat und deren Werke daher auch kaum in Ausstellungen zu sehen waren. Dies war um so erstaunlicher, da ihr Mann sie zu einer eigenen künstlerischen Karriere anregte und sie auch von ihren Eltern dazu erzogen worden war eine selbständige Karriere zu verwirklichen. Da das Paar auch nur ein Kind hatte, das sie in Italien adoptiert hatten, war auch die Größe der Familie kein Hindernis für ihre künstlerische Aktivität.

Eva Acke war am 4. September 1855 als Eva Maria Topelius im finnischen Nykarleby (Uusikaarlepyy) als Tochter des Schriftstellers und Historikers Zacharias Topelius zur Welt gekommen, der seine Töchter zu einer selbständigen Personen erziehen wollte, und zu einem Leben, das weit entfernt von den damaligen Hausfrauen lag. Acke erhielt daher eine gediegene Ausbildung bevor sie 1871 ein Kunststudium in Stockholm begann. Nach einem Jahr in Stockholm wechselte die Künstlerin zur Malereischule des finnischen Künstlerverbands, wo sie auch ihre Studien abschloss, die sie später jedoch noch in Kopenhagen und Sankt Petersburg ergänzte. Bei zahlreichen Reisen nach Italien, die Acke mit ihrem Vater unternahm, entstanden auch einige der bekanntesten Aquarelle der Künstlerin.

Eva Acke arbeitete vor ihrer Ehe im Jahre 1891 sehr viel in der finnisch-schwedischen Künstlerkolonie Önningebykolonin auf Åland, in der sich auch Victor Westerholm und Hanna Rönnberg viel aufhielten. Als JAG Acke im Jahre 1924 plötzlich starb, nahm Eva Acke ihre künstlerische Karriere wieder auf und stellte ihre Aquarelle auch wieder aus, aber es war zu spät um wieder an den früheren Erfolg anzuschließen. Leider sind die Mehrheit der Gemälde der Künstlerin heute in Privatbesitz, was auch ein Problem für temporäre Ausstellungen in Museen ist. Allerdings malte Eva Acke zahlreiche Hintergründe der Werke ihres Mannes,was man bei genauem Betrachten der Bilder auch entdecken kann.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23: März 1854: Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 16. April 2015

Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin

Hanna Rönnberg, eigentlich Johanna Rönnberg, kam am 16. April 1862 im heute finnischen Tavastehus (Hämeenlinna) als Finnlandschwedin zur Welt und hatte sich sehr früh für die Kunst entschieden, denn ab 1875, im Alter von 13 Jahren, studierte sie an der finnischen Schule für Malerei in Helsingfors (Helsinki) um jedoch dieses Studium ab 1881 an der Kunstakademie in Stockholm fortzuführen. Aber auch nach zehn Jahren Kunststudium suchte Rönnberg noch eine gewisse Perfektionierung, die sie erst an die Académie Julian in Paris führte und später auch an die Académie Colarossi in der gleichen Stadt.

Nach ihrer Rückkehr aus Paris zeigte sich das ruhelose Wesen Hanna Rönnbergs, die zwar ihren Hauptsitz in Finnland hatte, sich jedoch unmittelbar der Künstlerkolonie Önningebykolonin auf Åland anschloss, die um den Maler Victor Westerholm enstanden war, verbrachte einige Monate in der Künstlerkolonie im dänischen Skagen und reiste sehr viel. In diesen Jahren entwickelte sich Rönnberg zu einer der bedeutendsten impressionistischen Künstlerinnen des Nordens, wobei sie ihre bedeutendsten Landschaftsmotive auf Åland fand, der Insel, die sie mit ihrer Vergangenheit und ihrem damals volkstümlichen Leben faszinierte.

Allerdings gehörte Hanna Rönnberg zu jenen Künstlern, die nicht nur ihre Pinsel beherrschten, sondern Rönnström wandte sich gegen die Jahrtausendwechsel auch der Schriftstellerei zu. Auch bei ihren Novellensammlungen und zwei autobiographischen Romanen spürt man ihre Liebe zu Åland, das sie unermüdlich durchstreifte um nach alten Legenden, Traditionen und der Geschichte der Insel zu suchen, auch wenn die Künstlerin und Schriftstellerin anschließend mehr mit Worten und Geschichten malte als das Leben und die Geschichte der Insel zu schildern. Zwischen 1910 und 1917 war Hanna Rönnberg, die am 9. Oktober 1946 in Helsingfors (Helsinki) starb, zudem Herausgeberin der Zeitschrift Hemma och ute. Auch hier kreisten die Themen sehr häufig um Åland, wo sich bis heute ihre Spuren im Heimatverein Önningeby deutlich zeigen.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!