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Mittwoch, 24. April 2019

Die Künstlerin Eva Gunilla Ljungdahl

Eva Gunilla Ljungdahl wurde am 24. April 1946 als Tochter eines Agronomen in Sundsvall geboren und studierte nach ihrer Hochschulreife erst einmal Russisch, Französisch und Englisch, legte das Examen als Magister an, um anschließend als Reiseleiterin, Flugbegleiterin und Lehrerin zu arbeiten. Erst 1981, als sie bereits 35 Jahre alt war, besuchte Ljungdahl dann die Malerschule Idun Lovén, der sie ein zweijähriges Kunststudium in Birkagården zufügte um in dieser Zeit, neben der Malerei, auch Graphik und Skulptur zu lernen.

Unmittelbar nach Abschluss des Kunststudiums im Jahre 1984 machte sich Eva Gunilla Ljungdahl als Künstlerin selbständig und konnte sich auch von der Kunst ernähren. Viele ihrer Motive holt die Künstlerin aus der Natur der Toscana, der Provence, der Landschaft Ölands und dem nördlichen Schweden, wobei Ljungdahl nur wenige der Landschaftsgemälde vor Ort verwirklicht, sonder der größte Teil der Arbeit in ihrem Atelier stattfindet. Die Werke Ljungdahls kann man in ganz Schweden finden, wobei man dabei erstaunt sein wird mit wie vielen verschiedenen Techniken die Künstlerin vertraut ist, die immer wieder nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht.

Auch wenn Eva Gunilla Ljungdahl überwiegend mit Öl und Aquarell arbeitet, so verwirklichte sie auch zahlreiche Lithographien bei denen das technische Können eines Künstlers ebenso gefordert ist wie das künstlerische Sehen. Während der letzten Jahre entstanden auch mehrere digitale Graphiken, bei denen Ljungdahl Collagen erstellt, die die Grenze zwischen rein künstlerischem Schaffen und digitaler Technik sind. Besonders beeindruckend sind indes ihre Landschaftsmalereien der Lofoten, da sie hier Licht, Landschaft und Nebel vereint und ihre Werke dabei der Fotokunst sehr nahe kommen.


24. April 1642: Samuel Columbus und das biblische Epos Schwedens
24. April 1771: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
24. April 1794: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
24. April 1830: Die schwedische Prinzessin Eugénie
24. April 1865: Die Künstlerin Anna Wengberg
24. April 1896: Örebro wird internationale Handelsstadt
24. April 1901: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
24. April 1908: Die Sportlerin und Sängerin Inga Gentzel
24. April 1917: Die Hungerdemonstration in Stockholm
24. April 1940: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
24. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
24. April 1957: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
24. April 1961: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
24. April 1964: Die Torslandaverken in Göteborg
24. April 1975: Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm
24. April 1979: Die schwedische Sängerin Marie Picasso
24. April 2000: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. April 2019

Die Textilkünstlerin Thyra Grafström

Thyra Grafström kam am 1. November 1864 als Thyra Boklund, als Tochter eines Künstlers, zur Welt und schloss sich mit 18 Jahren dem Verein der Freunde der Handarbeit an, wo sie als außerordentlich begabt betrachtet wurde und auf praktische Weise den Umgang mit Textilien lernte. Bereits ein Jahr vorher hatte Grafström auch ein Jahr lang die Technische Schule für Kunsthandwerk in Stockholm besucht und von ihrem Vater eine Einführung in das künstlerische Schaffen erhalten. Die Textilarbeiten Grafströms jener Zeit, insbesondere ihre Broderie, waren daher von Beginn an eine Mischung aus künstlerischem Handwerk und angewandter Kunst.

Als Thyra Grafström 1897 die Handarbetets Vänner verließ, hatte sich sich bereits einen gewissen Namen als Textilkünstlerin gemacht und öffnete ihr eigenes Textilatelier, was ihr ermöglichte ihre Werke nicht nur in einigen lokalen Geschäften zu verkaufen, sondern Kunden auch in Dänemark und Deutschland zu finden, wo die Nachfrage nach Textilkunst permanent am Steigen war. Bereits 1902 gab Grafström jedoch ihr Atelier wieder auf, allerdings nicht mangels Aufträgen, sondern weil sie in diesem Jahr einen festen Vertrag mit der Nordiska Kompaniet erhielt, was die Textilkünstlerin bis 1922 beschäftigte, da das Kaufhaus auch ihre exklusiven Kunden für die Arbeiten Grafströms gewinnen konnte.

Im Jahr 1922 öffnete Thyra Grafström erneut ein eigenes Textilatelier, nun aber in einer Zeit, in der sie nicht nur durch öffentliche Aufträge und die Nordiska Kompaniet bekannt geworden war, sondern man hatte in Schweden auch die Bedeutung von exklusiver und hochwertiger Textilkunst entdeckt, was auch dazu geführt hatte, dass im ganzen Land Geschäfte mit schwedischer Textilkunst entstanden waren. Thyra Grafström, die am 16. April 1925 in Stockholm starb, konnte die Textilkunst Schwedens zu neuen Höhen führen, was sich auch durch zahlreiche Preise ausdrückt, die die Künstlerin erhielt, und der Tatsache, dass sie zu jenen Künstlern gehört, die auch im Nationalmuseum einziehen konnten.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1862: Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1862: Hanna Rönnberg, finnlandschwedische Künstlerin und Schriftstellerin  
16. April 1888: Elsa Björkman-Goldschmidt, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1938: Die schwedische Künstlerin Margot Öjemark Wiik
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. April 2019

Die Künstlerin und Regisseurin Fia-Stina Sandlund

Fia-Stina Sandlund kam am 4. April 1973 in einer liberalen, links orientierten Familie zur Welt und verbrachte ihre Kindheit in Linköping, einem Ort der Bürgerschicht in der die ganze Familie, die in Hippiekleidung unterwegs war, geradezu einen schreienden Kontrast bildete und Fia-Stina auch kaum akzeptiert wurde. Diese Situation änderte sich erst als Sandlund 1998 ein Studium an er Fotohochschule in Göteborg begann, das sie dann ab dem Jahr 2000 mit einem Studium am Konstfack in Stockholm ergänzte, wobei Sandlund von Beginn an vor allem eine Neigung zur Performance, Installationen und zum Filmen zeigte.

Bekannt wurde Fia-Stina Sandlund bereits 2001, als sie gemeinsam mit Joanna Rytel während der „Fräulein Schweden Gala“ die Bühne stürmte und die beiden Frauen eine Banderole mit der Aufschrift „Alter-Männer-Schleim“ hochhielten. Dabei ist Sandlund nicht einmal Feministin, sondern Künstlerin, die die Welt zum Nachdenken bringen will, damit in allen Bereichen des Lebens die Gleichstellung von Personen erreicht wird. In diesem Sinn sieht Sandlund auch die Grenzen der Kunst fließend, wenngleich sie bei allen ihren Werken Wert auf eine politische Botschaft legt, die man in der aktuellen Gesellschaft nur als radikal bezeichnen kann.

Die bisher bedeutendste Arbeit Fia-Stina Sandlunds ist die feministische Film-Trilogie Fröken Julie, bei der sie die frauenfeindlichen Meinungen August Strindbergs zerlegt und die Machtstrukturen der Gesellschaft zeigt. Sandlund, die zwischen 2007 und 2015 an diesen Kinofilmen arbeitete, schreibt mit diesem Film eine moderne Geschichte, die bei den meisten Betrachtern ein Unwohlsein hinterlässt, da Sandlund eine mögliche Gesellschaft zeigt, die jedoch erfordert, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Mut dazu findet in das kalte Wasser zu springen um Vorurteile zu überwinden. Fia-Stina Sandlund provoziert in der Kunst, in der Literatur und im Film, auch wenn sie weiß, dass sie damit nicht als Gesellschaftskritikerin gesehen wird, sondern als radikale Feministin, denn noch immer ist die Männergesellschaft nicht Vergangenheit.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1773: Der Schauspieler und Sänger Carl Magnus Craelius
4. April 1812: Joseph Magnus Stäck, Künstler und Kunstprofessor
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1895: Der Operakällaren in Stockholm
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. März 2019

Die Künstlerin und Schriftstellerin Lenke Rothman

Lenke Rothman kam am 26. März 1929, alternativ am 28. März 1929, im ungarischen Kiskunfélegyháza in einer jüdischen Handwerkerfamilie zur Welt und hatte lediglich bis 1944 eine halbwegs normale Kindheit, denn 1944 marschierten die Truppen Hitlers im Ort ein, verpflichtete den Vater zur Zwangsarbeit und schickten den Rest der Familie nach Auschwitz, wo nur die junge Frau und ihr jüngerer Bruder als arbeitsfähig eingestuft wurden und die Mutter mit den weiteren sechs Geschwistern direkt in die Gaskammer geschickt wurden. Kurz vor Kriegsende kam Rothman ins Lager nach Bergen-Belsen, wo sie an TBC erkrankte, aber das Glück hatte bei Kriegsende ins Krankenhaus nach Malmö transportiert zu werden.

Lenke Rothman-Arnér verbrachte dann sechs Jahre im Krankenhaus und in Sanatorien bis sie 1951 eine Ausbildung in Malerei am Konstfack in Stockholm beginnen konnte. Über Nelly Sachs lernte die Künstlerin den Schriftsteller Sivar Arnér kennen, den sie 1959, nach einer Scheidung von Herman Abrahamsson, heiratete, ein Jahr bevor sie Künstlerin ihre erste eigene Ausstellung in der Sturegalleriet hatte und sie sich einen Namen als Künstlerin schuf. Während sich Rothman-Arnér die ersten Jahre über nur dem Malen widmete, begann sie in den 70er Jahren immer mehr auf Collagen und Kunstwerke überzugehen, die verschiedene Kunstrichtungen und Materien verbanden.

In sehr vielen Kunstwerken Lenke Rothman-Arnérs, die am 27. November 2008 auf Lidingö starb, findet man auch traumatische Erinnerungen aus ihrer Jugend, die geprägt von der Verfolgung der Juden und Krankheit sind. Rothman-Arnér zeigte sich ab den 80er Jahren als sehr vielseitige Künstlerin, die neben beeindruckenden Collagen und Skulpturen schuf, einige Bücher schrieb und Filme verwirklichte, die immer eine Verbindung zwischen der persönlichen Vergangenheit und der Zukunft waren, die Schrecken und Licht miteinander verbinden. Noch 2018 konnte man Werke von Rothman-Arnérs im Sörmlands Museum in Nyköping entdecken.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1914: Åke Grönberg, Schauspieler, Sänger und Regisseur
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Die Osterkrawalle des Jahres 1948 in Stockholm
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 1963: Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. März 2019

Die Künstlerin Gerda Sprinchorn

Gerda Sprinchorn wurde am 19. April 1871 als Tochter eines Verwaltungsangestellten in Listelberga im Västmanland zur Welt, besuchte zwischen 1885 und 1890 die technische Abendschule um anschließend drei Jahre lang an der Technischen Schule in Stockholm Kunsthandwerk zu studieren. Im Anschluss daran besuchte Sprinchorn noch die Kunsthochschule um bei John Börjeson Skulptur und bei Axel Tallberg die Gravur zu studieren. Nach Beendigung des Kunststudiums ging Sprinchorn 1902 für ein Jahr nach Paris, bevorzugte jedoch anschließend eine ausgedehnte Studienreise durch Dalarna, Italien und Finnland.

Gerda Sprinchorn gehört zu jener Gruppe an Künstlern, die sich wenig für monumentale Kunstwerke interessierten, sondern insbesondere Statuetten schuf bei denen ihre künstlerische Stärke besonders hervortrat, nämlich die Arbeit an Details, die hervorragende Anatomie und der Realismus im Ausdruck der Figuren, unabhängig davon, ob es sich dabei um Arbeiten in Bronze oder Keramik handelte. Sehr viele dieser kleineren Kunstwerke arbeitete Sprinchorn auch in künstlerischen Alltagsprodukten, zum Beispiel in Lampen, ein. Für Sprinchorn war der Übergang von Kunst, zu Kunsthandwerk und zum Gebrauchsartikel nahezu schwimmend. Zumindest bei den Werken, die Sprinchorn zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf, zeigen sich auch sehr deutlich die Einflüsse der Nationalromantik dieser Epoche.

Unter den größeren Arbeiten Gerda Sprinchorns, die am 21. März 1951 in Stockholm starb, findet man einige Büsten von Künstlerkollegen, zum Beispiel jene von Hildegard Thorell. Das einzige öffentliche Werk der Künstlerin hat eine eine besondere Geschichte, denn bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Sprinchorn mit einer Büste des Botanikers Carl von Linné begonnen, aber es sollte 40 Jahre dauern bis die Büste dann tatsächlich fertiggestellt war. Das Werk der Künstlerin wurde dann, unter sehr vielen anderen, ausgewählt um 1948 an der Geburtsstädte des Künstlers aufgestellt zu werden. Werke der Künstlerin kann man heute auch im Nationalmuseum finden, auch wenn die Mehrheit der Kunstwerke in Privatbesitz sind.


21. März 1809: Die Konvention auf Åland
21. März 1833: Der schwedische Entomologe Carl Stål
21. März 1881: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens
21. März 1894: Die Textilkünstlerin Hannah Ryggen
21. März 1917: Der schwedische Maler Arne Isacsson
21. März 1937: Der Järvsöbacken und das Skigebiet im Härjedalen
21. März 1940: Die Schriftstellerin und Designerin Helena Henschen
21. März 1966: Der schwedische Racerfahrer Kenny Bräck
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 15. März 2019

Mollie Faustman, Künstlerin und Schriftstellerin

Mollie Faustman kam am 15. März 1883 als Tochter eines Ingenieurs und einer Lehrerin in Stockholm zur Welt und erhielt, da sie aus bürgerlichem Milieu kam, auch eine gute Ausbildung, auch wenn die Eltern sich lange gegen ihre Ambitionen Kunst zu studieren widersetzten. Dennoch gelang es Faustman sich 1905 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg einzuschreiben und dort bis 1908 Kunst zu studieren. Es folgte eine Studienreise nach Paris, wo die Künstlerin auch bei Matisse studierte. Auch wenn sich Faustman dem Expressionismus stark näherte, behielt sie in vielen Punkten die Romantik bei, die sie in Göteborg gelernt hatte.

Trotz Kunststudium gehörte Mollie Faustman nicht zu jenen Frauen, die sich auf einen einzigen Beruf festlegten, sondern auch eine Sicherheit im Beruf suchten. Aus diesem Grund begann sie noch während ihres Studiums auch eine Parallelkarriere als Schriftstellerin und Illustratorin. Bereits 191 erschien ihr Bilderbuch Malins midsommar, dem später zahlreiche weitere Jugendbücher und Kinderbücher folgen sollten, wobei Faustman hierbei die Neigung hatte vor allem Gesellschaftsprobleme ins Auge zu fassen, da sie den Leser nicht nur unterhalten wollte. Hinzu kamen journalistische Beiträge in den Zeitungen Dagens Nyheter und Idun, wo sich Faustman durch eine gezielte Ironie auszeichnete.

Dennoch bezeichnete sich Mollie Faustman in erster Linie als Künstlerin, die sich im Laufe der Zeit in eine frühe Modernistin verwandelte, auch wenn sie dabei ihre persönlichen Charakterzüge nie vergaß und die Neigung hatte oft Kinder mit auf ihren Gemälden unterzubringen. Faustman hatte sehr wenige Einzelausstellungen, sondern präsentierte ihre Werke überwiegend in Sammelausstellung, erst gemeinsam mit den Optimisterna, später den Independenterna und schließlich mit der Gruppe Färg och Form. Mollie Faustman, die am 4. Januar 1966 in Stockholm starb, hinterließ zahlreiche Landschaftsgemälde, die sie vor allem im Västergötland und im Hälsingland verwirklichte, wobei einige davon in den bedeutendsten Museen Schwedens zu finden sind.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1794: Die Schriftstellerin Anna Fredrika Ehrenborg
15. März 1795: Der königliche Leibarzt Abraham Bäck
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1935: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident 
15. März 1938: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden
15. März 1981: Die schwedische Sängerin Veronica Maggio 
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 5. Februar 2019

Die Künstlerin Christine Sundberg

Christine Sundberg kam am 5. Februar 1837 als Tochter eines Fabrikbesitzers in Kalmar zur Welt und besuchte von 1858 bis 1861 die Malereischule von Elise Brandt. Im Jahr 1964 gehörte Sundberg dann, neben Amanda Sidwall, Kerstin Cardon und anderen Künstlerinnen, zu den ersten Frauen, die  an der weiblichen Abteilung der Kunstakademie zugelassen wurden. Nach Abschluss der dortigen Ausbildung ging Sundberg für zwei Jahre nach Düsseldorf und schließlich Paris, um an der Académie Colarossi ihre Fähigkeiten weiterhin zu verbessern.

Im Gegensatz zu anderen schwedischen Künstlern, die sich um diese Zeit von Paris angezogen fühlten, widmete sich Christine Sundberg nicht der Landschaftsmalerei, sondern blieb insbesondere der Porträtmalerei treu. Sundberg blieb auch nach ihrem Studium in Frankreich und nahm mehrmals an den Ausstellungen im Salon de Paris teil, was dazu führte, dass die Künstlerin in Frankreich bald bekannter war als in Schweden, auch wenn sie die Kontakte nach Schweden aufrecht hielt und auch dort immer wieder an Ausstellungen teilnahm. In Paris war Sundberg auch bald ein Zentrum für Künstlerinnen, da sie diese nicht nur bei der Kontaktsuche unterstützte, sondern teilweise auch finanziell. Wenn Sundberg in Paris wahr, so hatte sie zudem jeden Freitag ein offenes Haus für Künstler, was gerade für schwedische Künstler geradezu eine feste Einrichtung wurde.

Auf Grund einer plötzlichen Augenkrankheit war es Christine Sundberg bald nicht mehr möglich unbegrenzt an ihrer Staffelei zu stehen, auch wenn dies nicht das Ende ihres Schaffens war, denn Sundberg erlernte dann das Kopieren wertvoller Gemälde und die Konservierung von Gemälden. Über Jahre hinweg arbeitete Sundberg dann als Konservatorin für den Louvre, schuf jedoch auch weiterhin eigene Werke und stellte, unter anderem, einige ihrer Werke während der Weltausstellungen der Jahre 1878 und 1889 aus. Die Künstlerin starb am 20. Januar 1892 im Alter von 54 Jahren in Paris.


5. Februar 1818: König Karl XIII. von Schweden
5. Februar 1818: Karl XIII. verkauft die schwedische Krone an Frankreich
5. Februar 1841: Die schwedische Schriftsteller Per Adolf Granberg
5. Februar 1849: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator
5. Februar 1852: Der schwedische Künstler Ferdinand Fagerlin
5. Februar 1892: Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke
5. Februar 1892: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste
5. Februar 1895: Berit Spong und die Kritik des Kleinstadtlebens
5. Februar 1928: Der Komiker und Schriftsteller Tage Danielsson
5. Februar 1945: Der schwedische Architekt Ragnar Östberg
5. Februar 1950: Die schwedische Strafrechtsanwältin Kerstin Koorti
5. Februar 2010: Die Linnéuniversität in Kalmar 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Januar 2019

Die schwedische Künstlerin Tora Holmström

Als Tora Holmström am 28. Januar 1967 im Alter von 86 Jahren in Lund starb, gehörte sie zu jenen Künstlerinnen Schwedens, die nahezu bis zum Tode aktiv waren und sie hinterließ eine bedeutende Sammlung an Werken, die man  nicht nur in zahlreichen Museen des Landes, sondern auch im Nationalmuseum in Stockholm finden kann. Holmström gehörte mehreren Künstlergruppen an, unter anderem der Gruppe de tolv und hatte zu zahlreichen anderen Künstlerinnen Schwedens ein sehr enges Verhältnis, mit dem Ziel auch Frauen einen Platz innerhalb der Welt der Kunst zu erobern.

Tora Holmström kam am 2. März 1880 in Tottarp als Tochter eines Geologen zur Welt und erhielt dadurch nicht nur eine gute Bildung, sondern wurde auch sehr früh dazu ermuntert ihren eigenen Weg zu gehen. Mit 16 Jahren begann Holmström eine Kunstausbildung in Kopenhagen, ging dann nach Lund um ab 1897 unter Carl Wilhelmson an der Malerschule Valand in Göteborg zu studieren. Nach einem längeren Aufenthalt in Deutschland und einigen Studienreisen konnte die Künstlerin dann 1906 erstmals an einer Gruppenausstellung teilnehmen und damit die Öffentlichkeit erreichen.

Wie sehr viele Künstler dieser Zeit, so waren die ersten Gemälde Tora Holmströms sehr stark von der Nationalromantik geprägt, die Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht hatte. Nach einem Studienaufenthalt an der Académie Colarossi in Paris und weiteren Studienreisen, öffnete sich die Künstlerin jedoch mehr und mehr dem Modernismus, dem Kubismus, dem Expressionismus und selbst dem Surrealismus, was im krassen Widerspruch zu den Anfangswerken stand, jedoch die Persönlichkeit der Künstlerin sehr deutlich ausdrückt. In diesen Jahren schuf Tora Holmström auch ein Netzwerk weiblicher Künstler, das sich über die gesamte südliche Hälfte Schwedens erstreckte und, unter anderem, auch Ellen Trotzig und Ester Almqvist mit einschloss.


28. Januar 1568: Das Schicksal des Kronprinzen Gustav Eriksson Vasa
28. Januar 1668: Die Gründung der schwedischen Universität Lund
28. Januar 1773: Der Regierungsbeamte Axel von Rosen
28. Januar 1859: Carl Adolph Agardh proklamiert die ökolische Forstwirtschaft
28. Januar 1929: Die Gründung des schwedischen Arbeitsgerichts
28. Januar 1938: Der Biochemiker und Nobelpreisträger Tomas Lindahl
28. Januar 1966: Die bedeutendste Schulreform Schwedens
28. Januar 1999: Torgny T. Segerstedt verändert die schwedische Gesellschaft
28. Januar 2002: Astrid Lindgren, von Pippi Langstrumpf bis zu Emil und Ronja
28. Januar 2003: Das Rauchverbot in schwedischen Restaurants
28. Januar 2006: Das Schlittschuhunglück bei Ridö im Mälaren 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 18. Januar 2019

Die schwedische Künstlerin Zoia Lagerkrans

Zoia Lagerkrans, meist nur Zoia genannt, kam am 18. Januar 1903 als Zoia Korvin-Krukovsky in Sankt Petersburg zur Welt und besuchte dort auch die Mädchenschule, wobei die Familie enge Beziehungen zu Zar Nikolai II. pflegte. Nach der Revolution musste die Familie daher nach Moskau fliehen, wo Zoia dann die Kunstakademie besuchte und, unter anderem, Wassili Kandinsky als Lehrer hatte, auch wenn die späteren Werke von Lagerkrans nur einen geringen Einfluss des Künstlers zeigen.

Nachdem Zoia Lagerkrans Russland verlassen hatte, setzte  die Künstlerin 1925 ihre Kunststudien an der Académie de la Grande Chaumière in Paris fort und spezialisierte sich dort auf die ostasiatische Kunst der klassischen Lackmalerei, die ihr der Künstler Tsugugara Foujita näher brachte und die den zukünftigen Weg der Künstlerin maßgeblich beeinflussen sollte, eine Kunst, die sich letztendlich zwischen der japanischen Lackmalerei und der russischen Ikonenmalerei ansiedelt. In Paris hatte Zoia dann 1929 auch ihre erste Ausstellung.

Mit 18 Jahren heiratete Zoia Lagerkrans den schwedischen Politiker Karl Kilbom und 1938 den Architekten Gunnar Lagerkrans, dessen Namen sie auch annahm, ohne allerdings irgendwann die Kunst zur Seite zu legen. Auch wenn ihre Blumenmotive künstlerisch als ihre bedeutendsten Werke gesehen werden, so wurde Zoia vor allem mit ihren Portraits bedeutender Persönlichkeiten bekannt, denn sie porträtierte, unter anderem, Königin Silvia, die iranische Kaiserin Farah Pahlavi, Leonid Breschnew und mehrere Mitglieder der Familie Wallenberg. Einige Werke Zoias findet man heute im Modernen Museum und im Nationalmuseum in Stockholm. Zoia Lagerkrans starb am 22. November 1999 im Alter von 96 Jahren.


18. Januar 1764: Der schwedische Erzbischof Samuel Troilius
18. Januar 1862: Anders Magnus Strinnholm und die schwedische Geschichte 
18. Januar 1865: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär
18. Januar 1928: Das schwedische Folkhemmet als politische Bewegung
18. Januar 1938: Die Beerdigung des Schauspielers Gösta Ekman 
18. Januar 1945: Jane Horney, mit 27 Jahren im Meer versenkt
18. Januar 1964: Vi på Saltkråkan von Astrid Lindgren
18. Januar 1972: Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha 
18. Januar 1980: Warum die Almöbron von der Tjörnbron ersetzt wurde 
18. Januar 2008: Kerstin Johansson i Backe, Kinderbücher aus dem Norden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Januar 2019

Die Künstlerin Ida von Schulzenheim

Ida von Schulzenheim kam am 8. Januar 1859 in einer sehr wohlhabenden Familie in Skedvi zur Welt und schrieb sich im Alter von 17 Jahren an der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack, in Stockholm ein, jedoch nur um sich auf den Besuch der Kunstakademie ab dem Jahre 1878 vorzubereiten. Nach Abschluss des Studiums im Jahr 1884 sollte es jedoch weitere sieben Jahre dauern bis sie mit ihrem Schaffen anerkannt war und ein Stipendium erhielt, das der Künstlerin ermöglichte zwei Jahre lang auch in Paris zu studieren.

Ida von Schulzenheim, die bei Tryggve Hermelin auch die Kunst des Kupferstichs gelernt hatte, nahm ab 1885 an den meisten Ausstellungen der Kunstakademie teil und konnte sich, nach der Rückkehr aus Frankreich vor allem über Ausstellungen einen Namen machen. Um gegen die männliche Dominanz in der Kunst angehen zu können, gründete Schulzenheim 1910 auch den Verein „Schwedische Künstlerinnen“, der bereits ein Jahr später eine Ausstellung in der Kunstakademie organisieren konnte und 180 Beiträge von weiblichen Künstlern zeigte. Die Künstlerin war damit eine der wichtigsten Frauen im Kunstleben, die den Frauen die Tür zum Künstlerdasein öffnete.

Die Künstlerin Ida von Schulzenheim wollte Frauen auch zur Kunstkritik anregen, ein weiteres Reich der Männer. 1911 gründete sie daher die Zeitschrift „Kunst“ die ein Ansatz dazu war Frauen auch den Weg zur Kunstkritik zu öffnen. Nach dem Tod der Künstlerin am 24. April 1940 organisierte das Nationalmuseum in Stockholm eine Erinnerungsausstellung, die die gesamte Schaffensbreite der Künstlerin zeigte, insbesondere auch ihre Landschaftsmalereien, die um diese Zeit weitaus weniger bekannt waren als ihre Hundeportraits, da Schulzenheim während der letzten Jahre ihres Lebens als die beste Hundeporträtistin Europas galt und eine enorme Menge an Hundeportraits hinterließ.


8. Januar 1810: Daniel Melanderhjelm, Astronom und Mathematiker
8. Januar 1864: Carl August Hagberg und die schwedische Literatur 
8. Januar 1917: Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden
8. Januar 1934: Der Komponist und Musiker Georg Riedel
8. Januar 1937: Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt in Spanien
8. Januar 1940: Briefzensur in Schweden
8. Januar 1994: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus
8. Januar 2005: Der Orkan Gudrun hinterlässt ein Chaos in Schweden
8. Januar 2007: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 27. April 2018

Die Künstlerin Agneta Wrangel af Sauss

Agneta Wrangel af Sauss kam am 27. Aril 1917 als Tochter des Gutsbesitzers Gustaf Wrangel in Borlunda zur Welt und zog gegen Ende der 30er Jahre nach Stockholm um dort an der Malerschule Otto Sköld das Malen zu lernen. Im Anschluss daran arbeitete Wrangel als Dekorateurin und als Kosmologin. Schon 1938 traf sie dann den Schauspieler Hasse Ekman, den sie nahezu unmittelbar heiratete und mit dem sie in kürzester Folge vier Kinder bekam. 1944 ließ sich das Paar scheiden und Wrangel begann als Dekorateurin bei der Nordiska Komaniet in Stockholm zu arbeiten.

Nur wenig später zog Agneta Wrangel dann nach Malmö, heiratete einen Arzt und lebte ein etwa unruhiges Leben. Im Jahr 1964 folgte die Scheidung und Wrangel entschied sich nach Mallorca zu ziehen und die Malerei wieder aufzunehmen. Trotz ihrer relativ kurzen Ausbildung gelang es ihr dort sich von der Kunst zu versorgen. Während ihrer Jahre auf Mallorca schrieb Wrangel auch das Buch Hallon och torr chamagne, das ihre Zeit mit dem Schauspieler Hasse Ekman beschreibt und 1987 auf dem Markt erschien, mit beachtlichem Erfolg, da Ekman um diese Zeit einer der bekanntesten Schauspieler Schwedens war.

Wenige Jahre vor ihrem Tod am 17. April 2006 kehrte Agneta Wrangel zurück nach Schweden und ließ sich bei Båstad nieder. Auch wenn die Künstlerin in Mallorca mit ihren Landschaftsbildern und den Blicken auf die Hautstadt Mallorcas einen gewissen Erfolg hatte und sowohl in Schweden, als auch auf Mallorca ausstellte, hatte sie sich als Künstlerin nicht wirklich durchgesetzt und konnte, zurück in Schweden, nur noch ein weitaus zurückgezogenes Leben führen.


27. April 1757: Carl Johan Adlercreutz nimmt den schwedischen König fest
27. April 1792: Der schwedische Mörder Jacob Johan Anckarström
27. April 1861: Stockholm wird mit reinem Wasser versorgt
27. April 1890: Der Schriftsteller und Kunsthistoriker Karl Asplund
27. April 1900: Die Gründung der Stadt Kiruna
27. April 1900: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt
27. April 1903: Helge Zimdal, der Architekt, der Schulen baute
27. April 1918: Reichsmarschall und Richter Sten Rudholm
27. April 1971: Inge Schiöler, der schwedische Maler der kräftigen Farben
27. April 1974: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 16. April 2018

Elsa Björkman-Goldschmidt, Schriftstellerin und Künstlerin

Elsa Björkmann-Goldschmidt kam am 16. April 1888 als Tochter einer Offiziers in Linköping zur Welt und wuchs erst dort, anschließend in Stockholm auf, wo sie auch Elsa Brändström und Harriet Löwenhjelm kennenlernte. Entgegen dem Wunsch ihrer Eltern entschied sich Björkmann-Goldschmidt Künstlerin zu werden und besuchte, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin die Graveurschule von Axel Tallberg und anschließend die Kunstakademie. Ab 1910 reiste die Künstlerin dann nach Belgien, Italien und Deutschland um sich in der Gravierkunst weiterzubilden. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden kamen dann mehrere Ausstellungen in Europa, wobei sich Björkmann-Goldschmidt vor allem auf Holzschnitt, Kupferstich und Lithographie spezialisiert hatte.

Zwischen den beiden Weltkriegen gab Elsa Björkmann-Goldschmidt dann plötzlich ihre künstlerische Tätigkeit auf um sich humanitär, in der Volksbildung und als Journalistin zu betätigen. Bereits 1916 hatte sich die Künstlerin, gemeinsam mit Elsa Brändström, beim Roten Kreuz engagiert und von 1919 bis 1924 war sie im Vorstand von Rädda Barnen in Wien, wo sie von 1928 bis 1938 auch als Journalistin aktiv wurde, insbesondere für die Dagens Nyheter. Als Österreich dann von Hitler annektiert wurde, musst  Björkmann-Goldschmidt dann nahezu über Nacht nach Stockholm fliehen, da ihr Ehemann, der Arzt Waldemar Goldschmidt, jüdischer Herkunft war.

Ab den 40er Jahren begann Elsa Björkmann-Goldschmidt dann vor allem als Schriftstellerin zu arbeiten, ohne allerdings die humanitäre Arbeit zu vergessen, und sie setzte sich für die Bildung der Frauen ein Die Bücher der Schriftstellerin situieren sich zum großen Teil in Wien, auch wenn sie einige freistehende Romane und mehrere Biographien veröffentlichte. Elsa Björkmann-Goldschmidt, die am 6. April 1982 starb, und ab 1950 Mitglied der literarischen Gruppe De Nio war, wurde von Harriet Löwenhjelm als Nachlassverwalterin ausgewählt und veröffentlichte daher auch ihre bis dahin unveröffentlichten Gedichte und Briefe. Gleichzeitig schrieb Björkmann-Goldschmidt dann auch die erste Biographie über Löwenhjelm.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1862: Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1862: Hanna Rönnberg, finnlandschwedische Künstlerin und Schriftstellerin 
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1938: Die schwedische Künstlerin Margot Öjemark Wiik
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 30. März 2018

Die Glaskünstlerin Ingeborg Lundin

Ingeborg Lundin wurde am 30. März 1921 als Tochter eines Dekorationsmalers in Växjö geboren und zog mit der Familie noch als Kleinkind in die USA. Als die Mutter nur wenige Jahre später starb und sich der Vater erneut verheiratete, wurde Lundin zu einer Tante nach Schweden zurückgeschickt und wuchs daher in Vretstorp in Närke auf. Als Lundin die Grundschule beendet hatte, zog sie nach Stockholm und besuchte die Abendkurse am Konstfack, mit dem Ziel Zeichenlehrerin zu werden. Während des Studiums versorgte sich die spätere Glaskünstlerin mit verschiedenen Arbeiten und anschließend arbeitete sie in einigen Schulen Stockholms als Zeichenlehrerin.

Als die Glashütte Orrefors dann im Jahr 1947 einen Glasdesigner suchten, meldete sich Ingeborg Lundin unmittelbar, was mit einem Umzug ins Småland endete und dazu führte, dass Lundin eine der ersten weiblichen Designer wurde, die das Glas des Unternehmens neu gestalteten. Lundin hatte zu Beginn ein doppeltes Problem, nämlich Frau zu sein, und nichts vom Glasblasen zu verstehen, daher hatte sie es auch schwer im ersten Jahr in Orrefors ihre Ideen umzusetzen. Dank eines Glasbläsers, der ihr dabei half ihre Ideen zu verwirklichen, gelnag es Lundin dann 1948 ihre ersten gravierten Gläser in der Nordiska Kompaniet in Stockholm auszustellen, was der Beginn einer bedeutenden Karriere als Glaskünstlerin war.

Nach dem Lunningpreis im Jahr 1954 und einer Goldmedaille in Milan im Jahr 1957 gehörte Ingeborg Lundin, die am 26. Juli 1992 starb, zu den bedeutendsten Glaskünstlerin weltweit, wobei Lundin natürlich nicht nur Gebrauchsglas und Kunstglas schuf, sondern für Orrefors auch Glasservice schuf, die alle ihre persönliche künstlerische Linie trugen. Nach dem Tod des Künstlers Edvin Öhrström übernahm Lundin auch seine Aufgabe Glas in der Ariel-Technik herzustellen, also auch mit farbigem Glas zu arbeiten. Der Künstlerin gelang dieser Übergang auf einzigartige Weise, denn gelang der Künstlerin den Werken einen persönlichen Stempel aufzudrücken. Auf Grund der Krise Anfang der 70er Jahre musste Lundin 1971 Orrefors jedoch verlassen, und es sollte bis 1990 dauern bis die Künstlerin dann erneut in einer Glashütte Arbeit fand.


30. März 1796: Johan Simmingsköld, ein homosexueller Schriftsteller im 18. Jahrhundert
30. März 1798: Torsten Rudenschöld, der Gründer der schwedischen Volksschule
30. März 1808: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
30. März 1858: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
30. März 1870: Axel Herrlin, Philosoph, Psychologe und Pädagoge
30. März 1888: Die Schauspielerin Anna Q. Nilsson
30. März 1920: Jan Olof Olsson, der historische Roman und Reiseschilderungen
30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea
30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens
30. März 1944: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 24. März 2018

Die dänisch-schwedische Künstlerin Esther Gehlin

Esther Gehlin wurde am 24. März 1892 als Tochter eines Direktors als Esther Henriques in Kopenhagen geboren und wuchs daher auch in Dänemark auf. Gehlin hatte sich sehr früh für die Kunst entschieden und begann daher ab dem Alter von 16 Jahren eine entsprechende Ausbildung. Nach zwei Jahren an Technischen Schule in Kopenhagen wechselte Gehlin zur Königlichen Kunstakademie der dänischen Hauptstadt um, nach Abschluss des Studiums im Jahre 1915 einige Studienreisen zu unternehmen und sich mit den unterschiedlichen Kunstrichtungen und Kunstströmungen vertraut zu machen.

Bereits 1915 hatte Esther Henriques in Kopenhagen den schwedischen Künstler Hugo Gehlin kennengelernt, den sie am 1. Juni 1917 heiratete. Nach Ende des Ersten Weltkriegs machte das Ehepaar eine mehrjährige Studienreise nach Italien, insbesondere nach Ravenna und Assisi, was bereits 1921 zu einer ersten gemeinsamen Ausstellung in der Kunsthalle in Stockholm führte. Im Jahr 1922 zog das Paar dann nach Helsingborg, wo Esther Gehlin bis zu ihrem Tod am 23. Oktober 1949 ihr Studio hatte und ihre zahlreichen Ausstellungen vorbereitete, auch wenn die künstlerische Aktivität bis 1940 immer wieder die Unterstützung der Eltern Gehlins benötigte.

Während der ersten Jahre als Künstlerin malte Esther Gehlin insbesondere Landschaften und Stillleben, die sehr eng mit den dänischen Traditionen verknüpft waren, verewigte dann jedoch auch Landschaften der südschwedischen Küste. In den 40er Jahren ging Gehlin überwiegend zur Textilkunst über, wobei zahlreiche ihrer Werke dieser Epoche mit der Bibel verknüpft werden können. Das Ehepaar Gehlin war auch ein Stützpfeiler der Künstler aus der Umgebung Helsingborgs, denn ihre Villa in der Stadt wurde in kürzester Zeit ein Treffpunkt des gesamten kulturellen Lebens Helsingborgs.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1836: Die Opernsängerin Eufrosyne Abrahamson
24. März 1938: Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. März 2018

Die Textilkünstlerin Hannah Ryggen

Hannah Ryggen kam am 21. März 1894 als Hannah Jönsson als Tochter eines Werkstattarbeiters in Malmö zur Welt und hatte sehr früh die Neigung zu einer künstlerischen Karriere, entschied sich dann jedoch für einen soliden Beruf und wurde mit 19 Jahren Lehrerin in Lund und dann in Malmö. Während dieser Zeit nahm Ryggen jedoch auch Privatunterricht im Zeichnen und Malen, unter anderem bei Fredik Krebs, der in Lund sein Atelier hatte. Im Jahr 1922 erhielt Ryggen ein Stipendium für ihre künstlerische Leistung, das sie für eine Studienreise durch Europa nutzte. Bereits in Dresden lernte sie dann den norwegischen Künstler Hans Ryggen kennen, heiratet ihn noch im gleichen Jahr und zog dann 1924 nach Norwegen.

Auch wenn das Künstlerpaar unter extrem einfachen Verhältnissen wohnte und arbeitete, war Hannah Ryggen sowohl in der Arbeiterbewegung Norwegens engagiert als auch in der Frauenbewegung Skandinaviens. Neben der eigenen künstlerischen Aktivität gab Ryggen auch Web- und Pflanzenfärbekurse in ihrer Umgebung um die Bevölkerung für die Kunst zu öffnen. Ab Ende der 30er Jahre hatte Ryggen auch immer mehr Ausstellungen, wobei sie 1937 an der Weltausstellung in Paris und 1939 an jener in New York teilnahm, dem Jahr, in dem sie als Textilkünstlerin ihren großen Durchbruch hatte.

Die Werke Hannah Ryggens sind nicht nur künstlerische Meisterwerke, sondern auch politische Manifeste, die die antifaschistische, antimilitaristische und feministische Einstellung der Künstlerin ausdrücken. Trotz dieser Aussagen konnte Ryggen auch während des Zweiten Weltkriegs im von Hitler besetzten Norwegen weiterarbeiten, auch wenn der Ehemann 1944 als Widerstandskämpfer und Waffenschmuggler festgenommen wurde. Hannah Ryggen, die am 2. Februar 1970 in Trondheim starb, hinterließ die Mehrheit ihrer Werke Museen, hinterließ jedoch auch ein unvollendetes gewebtes Selbstportrait, das noch im Rahmen festgespannt war.


21. März 1809: Die Konvention auf Åland
21. März 1833: Der schwedische Entomologe Carl Stål
21. März 1881: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens
21. März 1917: Der schwedische Maler Arne Isacsson
21. März 1937: Der Järvsöbacken und das Skigebiet im Härjedalen
21. März 1940: Die Schriftstellerin und Designerin Helena Henschen
21. März 1966: Der schwedische Racerfahrer Kenny Bräck
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Februar 2018

Elisabeth Barnekow, Künstlerin und Holzschnitzerin

Elisabeth Barnekow kam am 8. Februar 1974 als Tochter einer Unterleutnants in Sörby zur Welt und besuchte erst einige Jahre die Malerschule Elisabeth Keyser in Stockholm, bevor sie 1895 mit ihrer Lebenspartnerin Ida Thorensen nach Paris ging, wo beide Frauen ihre Studien fortsetzten. Gemeinsam unternahmen Barnekow und Thorensen auch zahlreiche Reisen in mehrere Länder, vor allem auch nach Italien, wo die Skulpteurin Thorensen zahlreiche Eindrücke sammelte.

Zurück in Stockholm arbeiteten die beiden Frauen in einem gemeinsamen Atelier und Elisabeth Barnekow nahm an den ersten Ausstellungen teil, unter anderem auch in Wien und Kopenhagen. Barnekow setzte sich ab dieser Zeit auch stark für die Frau als Künstlerin ein, forderte in der Kunst die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, und wurde 1910 eine der Mitgründerinnen des Vereins der schwedischen Künstlerinnen (Föreningen Svenska konstnärinnor). Dieser Zusammenschluss ermöglichte es Schwedinnen auch an internationalen Ausstellungen teilzunehmen, da diese meist nur Vereine einluden, Frauen um diese Zeit in Schweden jedoch nicht in existierenden Kunstvereinen aufgenommen wurden.

Bald war Elisabeth Barnekow so bekannt, dass sie von allen fortschrittlichen Personen der gehobenen Gesellschaftsschicht Aufträge erhielt, vor allem aber auch Portraits von Kulturpersönlichkeiten malte, die ihren Kampf für das Frauenrecht stützten. Unter ihren Portraits findet man daher Selma Lagerlöf, Victoria Benedictsson, Frida Sténhoff und viele mehr. Da die von Männern dominierte Kunstwelt in jenen Jahren weibliche Künstler nicht als Künstler betrachteten, gelang es Barnekow, mit der Unterstützung von Gertrud Serner, der Intendantin des Nationalmuseums, ein Lexikon weiblicher Künstler zu beginnen, das leider nur bis etwa 1840 reicht, da Barnekow am 2. Oktober 1942 in Stockholm starb und das Werk nicht zu Ende führen konnte.


8. Februar 1782: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala
8. Februar 1878: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
8. Februar 1883: Der Künstler und Mineraloge Gregori Aminoff
8. Februar 1903: Der schwedische Nationalsozialist Sven Olov Lindholm
8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
8. Februar 1914: Die Sozialdemokraten antworten auf die Provokation des Königs
8. Februar 1952: Das Folkets hus (Haus des Volkes) in Göteborg
8. Februar 1966: Carl-Henning William Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

Copyright: Herbert Kårlin