Donnerstag, 3. Oktober 2013

Der schwedische Sänger und Musiker Martin Stenmarck

Martin Stenmarck wurde am 3. Oktober 1972 in Täby bei Stockholm geboren, wuchs jedoch mit seinen elf Geschwistern in Örebro auf, wo er auch sehr früh die Hardrockband Lorien gründete. Auch wenn diese Band noch keinen Durchbruch hatte, so begann die Karriere Stenmarcks dann bereits im Jahre 1991, als er, gemeinsam mit seinem Bruder David, den Talentwettbewerb Talang gewann, was ihn in ganz Schweden bekannt machte, da diese Ausscheidung vom schwedischen Staatskanal SVT in live ausgestrahlt wird.

Nach diesem ersten Erfolg zog Martin Stenmarck nach Stockholm um dort anfangs als Modell zu arbeiten, aber im Grunde eine musikalische Karriere anstrebte. Nur ein Jahr nachdem er auch als singender Kellner bei den Wallmans Salonger gearbeitet hatte, schloss sich Stenmarck der Gruppe Sha-Boom an mit der er zwei Singles produzierte. 1997 gab er seine Tätigkeit bei Wallmans auf und baute mit einigen Freunden eine humoristische Show auf, die zwar wenig mit Gesang zu tun hatte, aber ein Lacherfolg für das Publikum wurde. Die Show ging drei Jahre lang auf Tournee und Stenmarck erschien immer häufiger im Fernsehen und trat im Theater Gröna Lund auf.

Nach diesem Erfolg machte sich Martin Stenmark im Musical einen Namen und hatte unter anderem die männliche Hauptrolle in West Side Story, ging aber auch mit dem Musiker Robert Wells mit Rhapsody in Rock auf Tournee. Der Erfolg als Popsänger kam im Jahre 2005 als Stenmarck mit Las Vegas die schwedische Vorausscheidung des Eurovision Song Contests gewann, auch wenn er in Kiew dann auf einem der letzten Plätze landete. Mit seiner Single 7milakliv, die ein Jahr später erschien, landete er sieben Wochen lang an der Spitze der meistverkauften Singles. Sein Album, das ein Jahr später schien hatte einen mittelmäßigen Erfolg, wie auch seine späteren Aufnahmen. Seit 2012 wird es relativ ruhig um den Sänger, auch wenn er noch zu verschiedenen Gelegenheiten aufritt. Auf seinem bisher letztes Album, das er 2012 mit dem London Philharmonic Orchestra aufnahm, präsentiert der Sänger Winterlieder.


3. Oktober 1962: Hylands hörna, 20 Jahre Erfolg im Fernsehen
3. Oktober 2001: Helge Zimdal, der Architekt, der Schulen baute 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson

Maja Ivarsson wurde zwar am 2. Oktober 1979 in Åhus geboren, verbrachte jedoch ihre Kindheit überwiegend in Helsingborg. Da ihr Vater ein Alkoholiker war, der früh am Übermaß des Alkohols starb und der Stiefvater, den sie anschließend bekam, ein Mann war für den Erziehung vor allem mit Gewalt verbunden wurde, floh das Mädchen sehr früh in die Welt der Musik und jene der Drogen, wo sie der Wirklichkeit zeitweise entkommen konnte.

Mit 15 schloss sich Maja Ivarsson dann der ersten Musikgruppe der Schule an und setzte mehr und mehr auf Gesang. Im Jahre 1999 wurde Ivarsson Mitglied der Gruppe The Sounds, die 2002 ihr erstes Album Living in America veröffentlichte und damit sowohl in Schweden als auch den USA einen bedeutenden Erfolg hatte. Von dieser Zeit an wurde für Maja Ivarsson die Musik ihr Leben, wenn auch weiterhin verbunden mit Drogen und Alkohol. Ihr Ruf als Sängerin breitete sich jedoch aus, denn die Sängerin hörte man auch im Song Snakes On a Plane der amerikanischen Rockgruppe Cobra Starship.

Den Erfolg auf der Bühne sieht Maja Ivarsson selbst darin, dass sie auf der Bühne all das machen wollte was Mick Jagger leistete, jedoch in Stöckelschuhen. Bevor Ivarsson dann eine Drogentherapie in New York begann, schrieb sie noch unter dem Pseudonym Nancy Blond den schwedischen Sommerhit des Jahres 2004, nämlich Hej Hej Monika. Ob ihr die abgebrochene Therapie gegen die Drogen half oder der Tod ihrer Freundin, die als Prostituierte an einer Überdosis starb, ist kaum nachzuvollziehen, aber die Sängerin löste sich jedenfalls in dieser Zeit von den Drogen. Maja Ivarssons großes Comeback kam im Jahre 2012 mit der Sendung Så mycket bättre, als sie das Cover Norrlänska präriens gudinna von Olle Ljungström interpretierte.


2. Oktober 1870: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad 
2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Oktober 2013

Ebba Ramsay, die Gründerin des Krankenheims Vilhelmsro

Ebba Ramsay wurde am 1. Oktober 1828 in der Stockholmer Mittelklasse geboren, was dem Mädchen nicht nur eine angenehme Kindheit bescherte, sondern auch dazu führte, dass sie eine gute Ausbildung erhielt, einige eigene literarische Versuche unternahm und Autoren aus dem Französischen, Englischen und Deutschen ins Schwedische übersetzte. Ihr Gedankengut wurde vor allem vom christlichen Einfluss ihrer damaligen Umgebung geprägt, was sich nach dem Umzug der Familie nach Göteborg im Jahre 1847 noch verstärkte.

In Göteborg gründete Ebba Ramsey dann die erste Sonntagsschule in der Stadt, was von den einflussreicheren Personen Göteborgs sehr begrüßt wurde. Einige ihrer einflussreichen Freunde finanzierten ihr daher einen längeren Aufenthalt in Schottland. Als Ramsey nach mehreren Monaten nach Schweden zurückkehrte, verstärkte sie nicht nur ihre Arbeit in der Sonntagsschule, sondern setzte sich auch verstärkt für die Armen der Stadt ein, was sich auch nach ihrer Ehe, die sie von Göteborg nach Jönköping brachte, nicht änderte.

Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes im Jahre 1864 stürzte sich Ebba Ramsey noch tiefer in die wohltätige Arbeit, was 1874 zum Ergebnis hatte, dass Ramsey bei Jönköping ein Heim für sechs Kinder gründete, die als verwahrlost galten. Nur vier Jahre später konnte sie dann, mit Hilfe einer schottischen Gönnerin, das Kinderasyl Hoppet gründen. Das sich wiederum mit der der Unterstützung von Prinzessin Eugénie in ein Kinderkrankenhaus verwandelte, das Eugeniahemmet. Ab 1889 wurden dort nur noch Kinder mit Epilepsie aufgenommen. Mit den Jahren wurde aus dem Kinderkrankenhaus, das sich auch um die Ausbildung dieser Kinder kümmerte, ein umfangreiches Unternehmen, das sich mit der Zeit in Vilhelmsro verwandelte, das sich ab 1916 um Epileptiker jeden Alters kümmerte.


1. Oktobert 1779: Tammerfors (Tampere) wird von Gustav III. gegründet
1. Oktober 1858: Das schwedische Züchtigungsrecht wird gemindert 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 30. September 2013

Der schwedische Künstler Hilding Linnqvist

Als Hilding Linnqvist am 30. September 1984 in Stockholm starb, gehörte er mit zu den bedeutendsten und anerkanntesten nordischen modernen Malern. Noch zwei Jahre vor seinem Tod hatte er die Stiftung Stiftelese Hilding Linnqvist gegründet, die zum Ziel hatte seine Bilder in Wanderausstellungen einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Diese Stiftung wird heute vom schwedischen Staat kontrolliert, was leider auch dazu führte, dass sie überwiegend im Marabouparken gelagert werden.

Hilding Linnqvist hatte von 1910 bis 1912 die Technische Schule und die Kunstakademie in Stockholm besucht. Beeinflusst von Edvard Munch, Ernst Josephson und Carl Jonas Love Almqvist, entwickelte er vor allem in der ersten Jahren seines Schaffens einen Stil, der sich durch eine nahezu oberflächliche Pinselführung auszeichnet, wobei der Künstler den Pinsel auch sehr schnell über das Tuch gleiten ließ. Diese Technik führte auch dazu, dass man Linnqvist der nordischen naiven Kunst zuordnet. In der Tat hat Linnqvist mit den meisten anderen naiven Künstler gemein, dass er seine Kunstausbildung nie abschloss, da er die offizielle Lehre als zu beschränkt betrachtete.

Auch wenn Hilding Linnqvist sehr viele Auslandsreisen machte, so kreisen seine Hauptthemen um Stockholm, wobei er hier nicht nur versuchte die Stadt von seinen verschiedenen Ateliers aus zu sehen, sondern er zeigt mit seinen Gemälden auch die Entwicklung Stockholms, das sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Industrialisierung in eine Großstadt verwandelte. Der Maler versuchte dabei auch die letzte Idylle der schwedischen Hauptstadt festzuhalten. Ab den 40er Jahren zeigte Linnqvist dann eine erstaunliche Vielfalt, denn er malte eine Freske für die Sofia Kirche in Stockholm, arbeitet an Theaterdekors für die Stockholmer Oper und war selbst an der Ausschmückung der Villa Bonnier beteiligt und entwarf Tapetenmuster.


30. September 1972: Die Ölandbrücke zwischen Småland und Öland 
30. September 2002: Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. September 2013

Birger Magnusson und das Håtunaleken

Das sogenannte Håtunaleken ist vor allem durch die Erikskrönikan (Erichschronik) überliefert worden und soll sich nach dieser Chronik am 29. September 1306 abgespielt haben. Die Ursache dazu war die Tatsache, dass Magnus Ladulås seinen Sohn Birger zum König machte und dessen Brüder Erik und Valdemar nur große Ländereien und den Titel von Herzogen erhalten hatten, jedoch die gleiche Macht wollten wie ihr älterer Bruder. In ihren Augen sollte Schweden in drei Königreiche aufgeteilt werden, was Magnus Ladulås durch seine Entscheidung jedoch verhindern wollte.

Als Håtunaleken bezeichnet man das Ereignis, als die Herzoge Erik und Valdemar am 29. September 1306 bei ihrem Bruder in Håtuna am Mälaren ankamen und dieser zu diesem Anlass ein großes Fest veranstaltete. Nachts überfielen dann jedoch die beiden Brüder Birger Magnusson und die Königin und nahmen beide gefangen. Die Herzöge brachten den König ins Nyköpingshus und ließen ihn erst wieder frei als er ihnen zwei Drittel seines Reiches abgetreten hatte und daher beide ebenfalls ein Königreich besaßen.

Allerdings sollten die beiden neuen Könige ihre Macht nicht sehr lange ausüben, denn sehr bald hatten sie sich wegen verschiedenen Überfällen Dänemark und Norwegen zu Feinden gemacht und ihr Bruder Birger Magnusson sann ebenfalls auf Rache. Im Jahr 1317 lud er die beiden Brüder daher zu einem Fest im Nyköpingshus ein, machte sie betrunken und ließ sie anschließend gefangen nehmen. Als Mats Kättimundsson die beiden Gefangenen retten wollte, war es zu spät, denn Erik und Valdemar waren in der Gefangenschaft gestorben.


29. September 1560: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens 
29. September 1985: Ein antroposophisches Krankenhaus in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 28. September 2013

Der schwedische Musiker Pierre Isacsson

Der schwedische Musiker Pierre Isacsson gehört zu jenen Personen, die am 28. September 1994 mit der Estonia untergingen und dabei ihr Leben verloren. Die letzte Fahrt Isacssons sollte ursprünglich auch die letzte vor seinem Urlaub sein, den er vor allem dazu nutzen wollte um sein neues Album fertigzustellen. Nach den Berichten von Überlebenden zeichnete sich der Musiker beim Untergang des Schiffes noch als Held aus und konnte vielen Passagieren das Leben retten. Vermutlich auch auf Grund dieser Rettungsaktion wurde er nicht mit der Estonia in die Tiefe gerissen wie die der meisten anderen Toten, sondern seine Leiche konnte geborgen werden.

Pierre Isacsson begann seine musikalische Karriere in den 60er Jahren mit der Tanzband Country Four. Durch seine tiefe Stimme gab er dieser Gruppe das besondere Etwas, auch wenn die Konstellation nicht sehr lange hielt und sich in etwas anderer Besetzung noch Ende der 60er Jahre in die Family Four verwandelte, eine Gruppe, die in vielen Punkten der Anfangszeit Abbas nahekommt, nur eben bereits zwei Jahre früher. Als Family Four nahm Isacsson und seine Freunde 1971 mit Vita vidder erstmals am Eurovision Song Contest teil und platzierte sich mit diesem Beitrag auf dem sechsten Platz.

1974 verließ Pierre Isacsson dann die Family Four um eine Solokarriere zu beginnen, wobei sein erster einziger wirkliche Hit Då går jag ner i min källare wurde. Nur wenige Jahre später wechselte Isacsson jedoch zum Schauspiel und wirkte in mehreren Musicals mit, unter anderem in Karlsson på taket nach dem Buch von Astrid Lindgren. Neben dieser Tätigkeit war er als Stimme für Märchenkassetten sehr gefragt. Die letzten Jahre seines Lebens war Isacsson denn als Unterhalter und Moderator auf der Estonia, die sein Schicksal wurde, beschäftigt.


28. September 1675: Die Krönung des Königs Karl XI. In der Domkirche in Uppsala 
28. September 1994: Der Untergang der M/S Estonia in der Ostsee

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 27. September 2013

Albin Ahrenberg, ein Luftpionier Schwedens

Albin Ahrenberg wurde am 27. September 1889 in Arby geboren und war ursprünglich bei der Marine beschäftigt. Als er denn 1919 eine Flugausbildung erhielt, war er kurze Zeit als Marinepilot unterwegs, aber bereits nach 19,5 Flugstunden wurde er zum Fluglehrer ernannt und begann den Nachwuchs auszubilden. In diesem Rahmen wollte er allerdings auch den neu erfundenen Fallschirm selbst testen und sprang 1920 erstmals in Karlskrona damit ab

Im Sommer 1923 übernahm Albin Ahrenberg dann einen seiner letzten militärischen Aufträge und reiste ins deutsche Dessau um dort vier Junkers F 13 zu erwerben, aber auch gleichzeitig nach vier Piloten und der entsprechenden Anzahl an Flugzeugmechaniker zu suchen. Im Folgejahr verließ Ahrenberg die Luftwaffe und machte sich im Privatflug selbständig. Seine Firma beschäftigte sich vor allem mit Postflug, Luftaufnahmen und Rundflügen in Schweden. In dieser Zeit arbeitete der Pilot zeitweise auch mit Hermann Göring zusammen, der eine gewisse Erfahrung mit dem Passagierflug hatte.

Im Jahre 1929 wollte Albin Ahrenberg zum ersten schwedischen Transatlantikflug aufbrechen und ließ sich dafür ein Flugzeug bauen, das eine Geschwindigkeit von 180 Kilometer die Stunde schaffte und sieben Stunden in der Luft bleiben konnte. Erst machten ihm jedoch technische Probleme Schwierigkeiten und vor Neufundland musste Ahrenberg letztendlich wegen schlechtem Wetter umkehren. In die Fluggeschichte Skandinaviens ging Ahrenberg jedoch endgültig ein als er 1931 eine englische Expedition in Grönland retten konnte, die er von der Luft aus suchte. Dieser Erfolg machte den Flugpionier nicht nur zu einem Helden, sondern führte auch dazu, dass er im ersten Flugfilm Schwedens, Luftens Vagabond, einen Flugkapitän spielen durfte.


27. September 1809: Der Hafen in Helsingborg hat Geburtstag 
27. September 1963: Die Möllebanan, die Eisenbahn zwischen Höganäs und Mölle

Copyright: Herbert Kårlin