Samstag, 7. Mai 2011

Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder

Am 7. Mai 1697 brannte das königliche Schloss Tre Kronor bis auf eine einzige Mauer nieder, ein Schloss, das bereits im 13.Jahrhundert von Birger Jarl als Burg und Festung erbaut und 1521 von Gustav Vasa zu einem vernehmen Schloss ausgebaut wurde. Nach dem Brand wurde der Architekt Nicodemus Tessin unmittelbar damit beauftragt an der gleichen Stelle ein neues Schloss zu bauen, das heutige Stockholmer königliche Schloss.

Der Brand im Jahre 1697 zerstörte jedoch nicht nur das königliche Schloss, sondern auch nahezu alle Bücher und Dokumente, die im Schloss verwahrt waren. Von den nahezu 25. 000 Büchern und 1400 Manuskripten, die sich im Schloss befanden, konnten gerade einmal 6000 Bücher und 300 Manuskripte gerettet werden, was ein immenser Verlust für die Geschichte Schwedens bedeutet.

Der Brand konnte sich deshalb so schnell im Schloss ausbreiten, weil das Feuer den Weg zur Löscheinrichtung abschnitt, weil die Kupferdächer die Wärme leiteten und damit das Gebälk anzünden und weil der Verantwortliche seine Diener privat einsetze und sie daher nicht in der Nähe waren als der Brand ausbrach. Sven Lindberg, der Brandmeister des Schlosses sollte mit einem der Diener sieben Spießrutenläufe absolvieren und dann sechs Jahre lang in der Straf-Festung Carlstens auf Marstrand verbringen. Er starb jedoch bereits kurz nach dem Spießrutenlauf.

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Copyright: Herbert Kårlin

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