Samstag, 3. September 2011

Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen

Kaum ein Land wurde während des Zweiten Weltkrieges vom Nazideutschland, gerechnet im Verhältnis zur Einwohnerzahl, so geplündert wie Norwegen, das von Kriegsbeginn bis 1942 nur geben musste, obwohl das Land bereits unter den schwersten Hungersnöten des letzten Jahrhunderts leiden musste. Um wenigsten den Ärmsten in Norwegen Hilfe zu bringen, enstand 1942 die Svenska Norgehjälpen (schwedische Norwegenhilfe), die am 31. August 1942 gegründet wurde und bereits am 3. September des gleichen Jahres seine Hilfsaktionen und Speisungen aufnahm.

Die sogenannte Svenska Norgehjälpen bestand aus rund 30 ideellen, gewerkschaftlichen und politischen Gruppen, die in etwa 800 Lokalkomitees in ganz Schweden verbreitet waren und Norwegern Hilfe in Form von Kleidung, Haushaltsgeräten und Lebensmitteln schickten, wobei die schwedische Organisation auch von der norwegischen Exilregierung in London mit bedeutenden Summen unterstützt wurden. Gegen Kriegsende hatte Norwegen auf diese Weise insgesamt eine Unterstützung im Werte von rund 70 Millionen Kronen erhalten, was heute über einer Milliarde entsprechen würde.

Die Svenska Norgehjälpen wurde, vor allem ab 1943, als die schwedische Regierung und das Königshaus Deutschland nicht mehr unbedingt als Kriegssieger sahen, von allen linken und demokratischen Zeitungen des Landes unterstützt, wobei die Hilfsgruppen insbesondere dafür sorgten dass alle norwegischen Schüler morgens ein Frühstück bekamen. Die sogenannte „Svenskesuppen“ („Schwedensuppe“) wurden 1944 nicht nur täglich etwa 140.000 norwegischen Kindern garantiert, sondern auch zusätzlich an 40.000 Alleinstehenden und die ältesten Bewohner Norwegens ausgegeben.

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3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström 

Copyright: Herbert Kårlin

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