Sonntag, 11. September 2011

Anna Lindh stirbt nach Überfall im Kaufhaus NK

Am 11. September 2003 verstarb die schwedische Außenministerin Anna Lindh im Karolinska Krankenhaus in Solna, nachdem sie einen Tag vorher von Mijailo Mijailović im Stockholmer Nobelkaufhaus NK schwer verletzt worden war. Mijailo Mijailović wollte bewusst einen Politiker töten, wobei Anna Lindh das Zufallsopfer war, zumal sie bei ihrem Besuch im NK ausnahmsweise keine Bodyguards bei sich hatte, was dem Täter den Überfall ermöglichte.

Anna Lindh, ausgebildete Juristin, wurde im Jahre 1984 die erste weibliche Sprecherin des Sozialistischen Jungendbundes in Schweden, seit 1998 war sie schwedische Außenministerin und galt als die wahrscheinlichste Nachfolgerin von Göran Persson. Anna Lindh lag insbesondere eine internationale Umweltpolitik und ein geeintes Europa am Herzen. Nach mehreren Analysen war auch ihr gewaltsamer Tod daran Schuld, dass der Euro nicht in Schweden eingeführt wurde, da die Partei ab dem 11. September jede politische Kampagne zum Euro einstellte.

Auch wenn Anna Lindh heute gerne idealisiert wird, so haftet an ihr auch ein Skandal, da Anna Lindh die Ausweisung der beiden Ägypter Ahmed Agiza und Mohammed Al Zery unterstütze, die dann in Ägypten gefangen genommen und gefoltert wurden. Anna Lindh erlaubte in diesem Zusammenhang auch, dass der amerikanische Sicherheitsdienst CIA die Zwangsausweisung übernahm. Diese Abschiebung wurde vom Europarat, der UN und Amnesty International aufs äußerste kritisiert, da Anna Lindh bekannt sein musste, dass die beiden Ägypter nach Ankunft in Ägypten gefoltert würden.

11. September 1380: Håkan Magnusson, ein gewählter König ohne Macht
11. September 1988: Die Musikgruppe Imperiet gibt ihr letztes Konzert

Copyright: Herbert Kårlin

Keine Kommentare:

Kommentar posten