Dienstag, 13. September 2011

Schweden führt einen Krieg ohne Ergebnisse

Am 13. September 1757 begann der Pommernkrieg, einer der Kleinkriege, die während des Siebenjährigen Krieges stattfanden. Schweden war im Grunde nicht am Siebenjährigen Krieg beteiligt, aber die Hutpartei, die in jener Zeit in Schweden die Macht ausübte, sah 1757 die Chance das 1720 an Preußen abgetretene Pommern wieder zu erobern und dabei gleichzeitig die preußische Königin Lovisa Ulrika unschädlich zu machen, die im Jahr zuvor einen Revolutionsversuch unternommen hatte.

Da die Hutpartei jedoch nicht die Unterstützung für einen Angriffskrieg hatte, griff die Partei zu einer Hintertür. Da sie mit Frankreich und Österreich ein Abkommen hatte, das die drei Länder verpflichtete für die Freiheit Deutschlands zu sorgen, zogen am 13. September 1757 rund 20.000 schwedische Soldaten in Pommern ein, um lediglich die Freiheit Deutschlands zu verteidigen. Da dies natürlich zu kriegerischen Handlungen gegen das schwedische Heer führte, konnte Schweden offiziell in den Krieg eingreifen und verlor damit den Status der Friedenstruppe.

Da die Hutpartei irrtümlich davon ausging, dass sie nur die von den Alliierten eroberten Gebiete besetzen musste, waren die Soldaten schlecht ausgerüstet und auf keinen Krieg vorbereitet in den sie unmittelbar verstrickt wurden. Ein Sieg war daher in weite Ferne gerückt. Als dann mit dem Tod der russischen Kaiserin Elisabeth im Jahre 1762 das befreundete Russland sich zum Feind entwickelte, musste Schweden am 22. Mai 1762 in Hamburg einen Friedensvertrag unterzeichnen, der für alle Seiten ohne Gewinn oder Verlust ausging. Dieser Krieg führte allerdings auch dazu, dass die Hutpartei in Schweden nur wenige Jahre später ihre gesamte Macht verlor.

13. September 1861: Stockholm wird mit Strom versorgt
13. September 1932: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg 

Copyright: Herbert Kårlin

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