Mittwoch, 6. Juni 2012

Der Ostindiensegler Götheborg wird vom Stapel gelassen

Am 6. Juni 2003 fand eines der größten Ereignisse der modernen Seefahrt statt, als der Nachbau des Ostindienseglers Götheborg zu Wasser gelassen wurde. Zu diesem Ereignis waren selbst König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia und Prinz Carl Philip aus Stockholm angereist, zumal das Schiff die schwedische Handelsgeschichte des 18. Jahrhunderts wieder aufleben ließ. Diese Geschichte sollte jedoch nicht in einem Museum versteckt werden, sondern wieder auf den Weltmeeren unterwegs sein.

Bevor der Nachbau der Götheborg jedoch von seinem Heimathafen Göteborg aus in See stechen konnte, sollten noch fast zwei Jahre vergehen, denn erst am 3. September 2004 wurde die Götheborg von seiner Patin, Königin Silvia, getauft und am 22. März 2005 konnten erstmals die Segel zu einer Probefahrt gesetzt werden. Die erste große Reise des Seglers ging, wie jene seines Vorgängers, nach China und lief während der Fahrt mehrere bedeutende Häfen an, wo das Wunderwerk inmitten moderner Schiffe bewundert werden konnte.

Sieben Jahre nachdem das letzte Fahrzeug, der Eisbrecher Oden, in Göteborg gebaut worden war, entstand in Eriksberg die neue Werft „Terra Nova“, wo dann das vermutlich letzte große Schiff Göteborgs gebaut wurde, das den Namen Götheborg erhielt. Neun Jahre lang lang wurde am Ostindiensegler gebaut bis das Fahrzeug so originalgetreu wie möglich, und dennoch den neuesten Forderungen des Seefahrtamts entsprechend, einsatzbereit war und in See stechen konnte. Finanzielle Probleme schließen jedoch größere Reisen nahezu aus, was dazu führen kann, dass die Götheborg bald doch als Museum am Göta älv liegen wird.


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Copyright: Herbert Kårlin

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