Freitag, 20. September 2013

Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten

Monica Zetterlund, geborene Nilsson, wurde am 20. September 1937 in Hagfors im Värmland geboren und zählt zu den bedeutendsten Künstlern Schwedens. Die wichtigste Phase der Sängerin, Schauspielerin und Revuekünstlerin Zetterlund wurde unter dem Titel „Monica Z“ verfilmt und hatte am 10. August 2013 während des Musikfestivals Way Out West in Göteborg Premiere. Auch wenn der Film, wenn auch auf sehr fiktive Weise, die Zerrissenheit der Künstlerin Zetterlund und der Privatperson Monica zeigt, so bleibt hier die Kindheit und ihre letzten Jahre im Schatten.

Was der Film verbirgt, ist die Tatsache, dass Monica Zetterlund als Kind auf einem hausgemachten Trampolin verunglückte und dabei eine Skoliose davontrug, die so spät entdeckt wurde, dass Gipsbandagen und Korsett nicht mehr helfen konnten. Auf Grund dieser Krankheit hatte die vor allem als Jazzsängerin bekannte Zetterlund ihr Leben lang sehr starke Rückenschmerzen und war in den 90er Jahren invalide, wenig später sogar an den Rollstuhl gebunden. Vermutlich war es auch diese Krankheit, die es ihr unmöglich machte am 12. Mai 2005 lebend aus ihrer brennenden Wohnung in Stockholm zu entkommen.

Die Karriere von Monica Zetterlund begann Mitte der 50er Jahre als sie mit dem Orchester ihres Vaters in Hagfors auftrat und beim Eldfesten (Feuerfest) von Glindemann entdeckt wurde, der die 20-jährige Sängerin unmittelbar mit nach Kopenhagen nahm wo sie ihre erste Schallplatte aufnahm. Bereits 1958 sang Zetterlund dann mit der Arne Domnérus Band im Stockholmer Nalen und wiederum zwei Jahre später ging sie mit ihrem Jazzrepertoire auf eine Amerikatournee. Ab den 60er Jahren bewies Monica Zetterlund, dass man Jazz auch in Schwedisch singen kann, wobei sie hierbei vor allem von Beppe Wolgers unterstützt wurde, der zahlreiche englisch Jazzsongs für sie ins Schwedische übertrug, unter anderem ihren Welthit Sakta vi gå genom stan.


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Copyright: Herbert Kårlin

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