Dienstag, 17. September 2013

Eine Explosion auf zwei Kriegsschiffen gleichzeitig

Noch heute sind viele Fragen zur sogenannten Horsfjärdskatastrofen am 17. September 1941 offen und niemand weiß so genau, ob durch einen Unfall oder ein Attentat mehrere Kriegsschiffe, die sich an diesem Tag in den Schären vor Stockholm aufhielten, gesunken sind, denn auch wenn der Verdacht des Attentats noch heute dominiert, so gibt es keine Beweise und die technischen Möglichkeiten jener Zeit erlaubten es auch nicht klare Hinweise für einen Unfall oder ein Attentat zu finden.

Tatsache ist, dass international bekannt war, dass sich an diesem Tag einige der wichtigsten Kriegsschiffe Schwedens vor Stockholm befanden um an einer Übung teilzunehmen. Sicher ist auch, dass die Fahrzeuge mit Torpedos versehen waren. Erstaunlich ist dabei, dass alle drei Schiffe, die gleichzeitig an der Übung teilnehmen nahezu gleichzeitig sanken, denn erst verzeichnete man eine Explosion auf der HMS Göteborg und nur wenige Sekunden später auch auf der HMS Klas Horn. Durch die Explosionen trat Öl aus, das in Brand geriet und damit auch die HMS Uggla versenkte. Insgesamt kamen dabei 33 Seeleute um.

An einem Attentat waren 1941 mehrere Länder interessiert, insbesondere die Alliierten und die Sowjets, denn die schwedischen Kriegsfahrzeuge schützten die Eisentransporte nach Deutschland, die Hitler dringend für die Herstellung von Waffen benötigte. Es war daher logisch, dass mehrere Länder ein großes Interesse daran hatten, die schwedische Flotte zu schwächen, da ein Teil der Macht Deutschlands ausschließlich den schwedischen Erzlieferungen zu verdanken war. Da eine offene Kriegshandlung wegen der sogenannten Neutralität Schwedens kaum zu verantworten war, nahm man bereits 1941 an, dass daher die Sprengung der Schiffe geplant war.


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Copyright: Herbert Kårlin

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