Sonntag, 6. Juli 2014

Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell

Hugo Theorell kam am 6. Juli 1903 in Linköping als Sohn eines Regimentsarztes zur Welt und machte seine Hochschulreife an der Kathedralschule der gleichen Stadt bevor er im Jahre 1921 begann Medizin am Karolinska Institut in Solna zu studieren. Dort hatte Theorell das Glück, unter anderen, Gösta Mittag-Leffler als Lehrer zu haben, der seinen Studenten die besten Voraussetzungen für eine Karriere bot und dem jungen Wissenschaftler auch zur Weiterbildung am Institut Pasteur in Paris verhalf.

Nach seiner Rückkehr aus Frankreich arbeitete Hugo Theorell als Assistent im medizinisch-chemischen Institut des Karolinska Instituts und begann seine Studien über den Einfluss von Lipiden bei der Sedimentation des Blutes. Parallel dazu bereitete Theorell seine Promotion vor, die er 1930 mit einer Arbeit über die Lipide erfolgreich abschloss. Nach seiner Promotion erhielt der Wissenschaftler eine Professur am Institut, arbeitete jedoch bereits zwei Jahre später auch parallel dazu am biochemischen Institut der Universität Uppsala. 1937 wurde Theorell dann Professor und Leiter der biochemischen Abteilung des Nobelinstituts am Karolinska Institut.

International aufmerksam wurde man auf Hugo Theorell 1953, als er, gewissermaßen als Nebenprodukt seiner Forschung über die Oxidation von Enzymen, ein Antibiotikum zur Bekämpfung der Tuberkulose entdeckte. Nur zwei Jahre später wurde dem Wissenschaftler der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Forschungsarbeiten verliehen. Seine Bedeutung in der Medizin beschränkt sich allerdings nicht auf seine Hauptforschung zur Oxydation von Enzymen, denn Theorell erforschte auch die Alkoholverbrennung in der Leber und leistete eine bedeutende Forschung über die Fermente der Zellatmung.


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Copyright: Herbert Kårlin

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