Mittwoch, 16. Juli 2014

Henrik Magnus von Buddenbrock wird hingerichtet

Henrik Magnus von Buddenbrock wurde am 16. Juli 1743 in Stockholm durch das Beil hingerichtet, da er als Befehlshaber des Heeres in Finnland eine der größten Niederlagen im Krieg gegen Russland verursachte, aber auch, weil das Volk des unsinnigen Krieges müde war den die Fanatiker der Hutpartei, darunter von Buddenbrock, angezettelt hatten. Da von Buddenbrock einer der eifrigsten Verfechter dieses Krieges war, lehnten Priesterschaft und Bauernbund letztendlich auch eine adelige Hinrichtung ab und der Freiherr wurde daher vor einer großen Volksmenge wie ein normaler Verbrecher geköpft.

Henrik Magnus von Buddenbrock, der am 22. Juli 1685 in Livland, das damals zu Schweden gehörte, geboren wurde, entschloss sich bereits mit 17 Jahren für eine militärische Karriere, stieg relativ schnell im Rang und nahm an der Schlachten bei Lesna und in Poltava teil, und stand an der Seite von Karl XII. als dieser über den Dnepr in die Türkei flüchtete. Von Buddenbrock begnügte sich allerdings nicht mit der Kriegsführung, sondern wurde in den 30er Jahren auch politisch sehr aktiv. 1739 war er dann einer der sechs Personen, die eine Verteidigungsplan ausarbeitetet bei dem Russland als die größte Gefahr für das Land bezeichnet wurde und ein Krieg daher als notwendig gesehen wurde.

Als es kurz darauf zum Krieg gegen Russland kam, zeigte sich schnell, dass die Kriegsherren eine sehr unterschiedliche Auffassung von Kriegsführung hatten und als Carl Henrik Wrangel sich dann auch noch gegen die Empfehlungen des Befehlshabers Henrik Magnus von Buddenbrock stellte, starben bereits bei der ersten Auseinandersetzung mit der russischen Armee etwa 2000 schwedische Soldaten. Der Russische Krieg führte zu einer Katastrophe für Schweden und die Hutpartei für die anschließend von Buddenbrock und Charles Emil Lewenhaupt verantwortlich gemacht wurden - und daher zum Tode verurteilt wurden.


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Copyright: Herbert Kårlin

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