Mittwoch, 27. August 2014

Carl Fredrik Scheffer zwischen Politik und Literatur

Als Carl Fredrik Scheffer am 27. August 1786 im Alter von 71 Jahren auf Schloss Trolleholm in Skåne starb, galt er als einer der größten Förderer der Wissenschaft seiner Zeit, als intelligenter Politiker, der immer rechtzeitig wusste wann er seine Meinung ändern musste, und als Literat, der über alles schrieb, das ihm durch den Kopf ging. Ähnlich wie bei seinen wissenschaftlichen Diskussionen ging allerdings auch beim Schreiben sein Enthusiasmus oft über die Realität hinaus, was auch immer wieder dazu führte, dass Wissenschaftler versuchten ihn bei hochgreifenden Plänen etwas zu bremsen.

Da Carl Fredrik Scheffer aus adeligem und finanzkräftigem Hause kam, war es selbstverständlich, dass er bereits sehr früh Privatunterricht erhielt der ihn 1728, als Scheffer gerade einmal 13 Jahre alt war, an die Universität Uppsala führte. Nach seinem Kanzleiexamen begann Scheffer eine Beamtenlaufbahn unter Gustav III., die allerdings durch einige Studienreisen ins Ausland unterbrochen wurde. Während dieser Reisen vervollständigte der Politiker seine Studien und bildete sich in Halle zum Juristen aus. Den ersten diplomatischen Auftrag erhielt Scheffer dann im Jahre 1739 in Kopenhagen. Auch wenn es dem Politiker in Kopenhagen nicht gelungen war die von Schweden gewünschte Allianz zwischen den nordischen Ländern und Frankreich zu erreichen, kam Scheffer mit dem Ruf eines hervorragenden Verhandlungspartners zurück.

Während der Auseinandersetzungen zwischen den Parteien Hüte und Mützen gelang es Carl Fredrik Scheffer, der am 28. April 1715 in Nyköping geboren worden war, immer die aktuelle Meinung des Königs zu vertreten, was ihm auch erlaubte unbeschadet aus sämtlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden politischen Gruppen hervorzugehen. Scheffer hatte immer eine Neigung zum gesellschaftlichen Leben in dem er dominieren wollte. Dies war auch einer der Gründe warum er nahezu alle Bücher las, die er in die Hände bekam, unabhängig um welches Thema es sich handelte. Auf diese Weise konnte er immer mit seinem Wissen brillieren und Schweden eine brillante Zukunft voraussagen. Der Einfluss Scheffers im 18. Jahrhundert war bedeutend, da er als Mitglied der Svenska Akademien und zahlreicher wissenschaftlicher Vereine alle bedeutenden Personen Schwedens persönlich kannte.

Copyright: Herbert Kårlin

Keine Kommentare:

Kommentar posten