Samstag, 2. August 2014

Der schwedische Komponist und Kapellmeister Nalle Halldén

Nalle Haldén kam am 2. August 1862 unter dem Namen Björn Halldén in Vimmerby zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife in Linköping im Jahre 1881 ein Medizinstudium an der Universität Uppsala, das er jedoch nie abschloss, da er 1885 zur Musikhochschule wechselte und dort Orgel studierte, die er wiederum bald gegen das Piano tauschte, das anschließend das wichtigste Instrument für den Musiker wurde.

Nach nur einem Jahr Studium an der Musikhochschule (Musikaliska Akademien) nahm Nalle Halldén bei William Engelbrecht und Anna-Lisa Hwasser ein Engagement als Kapellmeister für die reisende Theatergruppe an. 1988 wechselte Halldén dann zum Vasatheater. Als Albert Ranft im Jahre 1895 das Vasateatern übernehme, ernannte dieser Halldén zum Kapellmeister am Södra Teatern. Für die Stockholmausstellung im Jahre 1897 gründete der Musiker eine eigene Kapelle und drei Jahre später wurde Halldén der Kapellmeister vom Dramaten, was ihm jedoch genügend Zeit ließ in renommierten Restaurants Stockholms Cafékonzerte zu geben.

Im Jahre 1914 gründete Nalle Halldén in Kopenhagen, gemeinsam mit Anna Norrie, das Cabaret Edderkoppen, das erste Cabaret Skandinaviens, eine Eirichtung, die Halldén anschließend auch nach Stockholm brachte. Ab 1919 begann sich der Kapellmeister und Komponist der Revue zuzuwenden und arbeitete mit Ernst Rolf und Karl Gerhard, auch wenn sich Halldén in diesen Jahren nicht mehr dauerhaft an ein Theater binden wollte, sondern eine freiere Arbeit suchte. Vier Jahrzehnte lang gehörte Nalle Halldén zu den bedeutendsten kulturellen Persönlichkeiten Schwedens und noch kurz vor seinem Tode am 15. Oktober 1935 hatte Halldén in der Cirkusrevue in Stockholm sein letztes Engagement.


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Copyright: Herbert Kårlin

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