Freitag, 15. August 2014

Sune Bergström und der Nobelpreis in Medizin

Als Sune Bergström am 15. August 2004 im Alter von 88 Jahren in Stockholm starb, gehörte er zu den wenigen Personen Schwedens, denen für ihre wissenschaftlichen Leistungen die höchstmögliche Ehre zuteilwurde, denn 1982 hatte der Biochemiker, gemeinsam mit zwei Kollegen, den Nobelpreis in Medizin oder Physiologie erhalten. Bergström hatte sein wissenschaftliches Leben nahezu ausschließlich der Erforschung der Prostaglandine gewidmet, eine Forschung, die die Medizin weltweit revolutionierte.

Sune Bergström war am 10. Januar 1916 als Sohn eines Hydrographen in Stockholm geboren worden und hatte in Stockholm, in England, den USA und der Schweiz Chemie, Medizin und Biochemie studiert, ein Studium, das er 1944 mit einer Doktorarbeit in Biochemie am Karolinska Institut in Solna beendete. Vier Jahre lang arbeitete Bergström am Karolinska als Dozent bevor er eine Professur an der Universität Lund erhielt. Schon 1958 kehrte der Wissenschaftler dann jedoch nach Stockholm zurück um anschließend dem Karolinska Institut, an dem er 1969 zum Rektor ernannt wurde, bis zur Pensionierung die Treue zu halten.

Als sich Sune Bergström der Erforschung der Prostaglandine zuwandte, waren diese seit über zehn Jahren bekannt ohne dass man sie jedoch entschlüsselt hatte und ihren Einfluss auf den Körper kannte. Die größte Leistung des Wissenschaftlers war daher die chemische Struktur der Prostaglandine zu finden und anschließend ihren Einfluss auf den menschlichen Körper zu erforschen. Der erste Durchbruch kam für Bergström bereits im Jahre 1957, kurz bevor er seine Professur am Karolinska Institut antrat. Auch wenn man heute weiß, dass Prostaglandine bei der Fortpflanzung, bei Entzündungen, der Regulation des Blutdrucks und der Schmerzbekämpfung eine Rolle spielen, so konnte die Forschung bis heute nicht alle Fragen zu diesen Hormonen klären.


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Copyright: Herbert Kårlin

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