Montag, 14. Dezember 2015

Der schwedische Arzt Åke Senning

Åke Senning wurde am 14. Dezember 1915 als Sohn eines Veterinärs in Rättvik geboren und studierte nach seiner Hochschulreife am Karolinska Intstitut in Stockholm Medizin. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 1944 spezialisierte sich der Chirurg Senning auf Herzkrankheiten und disputierte 1952 in Stockholm, was dazu führte, dass Senning im gleichen Jahr noch Dozent am Karolinska Institut und dort 1958 zum Professor ernannt wurde. Nur drei Jahre später wurde der Mediziner als Professor in Chirurgie an die Universität in Zürich berufen.

Der internationale Erfolg von Åke Senning beruhte auf einem unglücklichen Zufall, denn eigentlich wollte Senning Technik studieren, aber da er zu spät von einer Europareise zurückkam, war die Einschreibung an der Universität abgeschlossen und Senning musste sich mit einem Medizinstudium zufrieden geben. Hier hatte er wiederum das Glück unter Clarence Crafoord arbeiten zu können, der dem Studenten nicht nur die Liebe zur Chirurgie vermitteln konnte, sondern auch dessen technische Fähigkeiten erkannte. Senning bekam daher den Auftrag, in Zusammenarbeit mit einem Ingenieur, eine klinisch anwendbare Herz-Lungen-Maschine zu entwickeln. Dank den Fähigkeiten Sennings konnte dann 1954 eine schwierige Herzoperation erfolgreich durchgeführt werden, die zweite dieser Operationen weltweit, was Schweden zu einem bedeutenden Zentrum der Herzchirurgie machte.

Äke Senning wurde nach dieser Operation, die er mit Crafoord durchgeführt hatte, als der führende Herzchirurg Stockholms betrachtet. Auf Grund der Verbindung von technischen und medizinischen Kenntnissen  begann Senning wenig später an einem Pacemaker zu arbeiten, der im Körper eines Patienten eingesetzt werden konnte. Als es dem Chirurgen dann am 8. Oktober 1958 gelang als erster Mediziner weltweit einem Patienten sein neues Gerät einzusetzen, war sein Ruf als Herzspezialist allgemein anerkannt. Nach einigen weiteren aufsehenerregenden Herzoperation wurde Åke Senning, der am 21. Juli 2000 in Zürich starb, an die Universität der schweizer Hauptstadt berufen und erhielt dort geradezu einen Freibrief für den Aufbau eines Herzzentrums. Die Schweiz wurde dadurch, nach den USA und Schweden, das dritte Land, das eine Spitzenposition in der Herzchirurgie einnehmen konnte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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