Donnerstag, 3. Dezember 2015

Die schwedische Künstlerin Anna Boberg

Anna Boberg kam am 3. Dezember 1864 als Tochter eines Architekten und Künstlers unter dem Namen Anna Scholander in Stockholm zur Welt und erhielt eine gute Bildung, besuchte jedoch keinerlei Kunstschule. Vermutlich wurde Boberg von ihrem Vater, der ein sehr erfolgreicher Hobbymaler war, in die Grundlegen der Farbenlehre und des Malens eingeführt, denn die junge Frau hatte bereits im Alter von 18 Jahren, während einer Reise nach Spanien, zu malen begonnen und bewies dabei eine gewisse Fertigkeit die auf eine Grundausbildung in Malerei hinweist.

Als Anna Boberg 23 Jahre alt war, begann sie ernsthaft zu malen, vor allem in Aquarell, und nur ein Jahr später hatte sie ihre erste Ausstellung. Während der ersten Jahre ihrer Aktivität als Künstlerin versuchte sich Boberg an verschiedenen Kunstrichtungen, arbeitete an Wandmalereien, schuf eine Vase für die Glashütte Rörstrand und erstellte Webarbeiten. Einige Textilien der Künstlerin wurden selbst in der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 ausgestellt, bei der ihr Ehemann Ferdinand Boberg als Ausstellungsarchitekt beschäftigt war.

Die größten künstlerischen Werke Anna Bobergs entstanden jedoch erst ab 1901, als die Künstlerin die Landschaft Nordschwedens und des nördlichen Teils von Norwegen entdeckte. Vor allem die Lofoten sollten Boberg so stark beeinflussen dass sie dann 33 Jahre lang überwiegend die Natur und die Menschen der Lofoten malte, meist im Winter. Die Künstlerin hielt sich so oft auf den Lofoten auf, dass ihr Ehemann dort sogar ein kleines Häuschen baute in dem Boberg lange Monate über völlig allein lebte um zu malen. Als die Bilder der Künstlerin 1903 erstmals in Stockholm ausgestellt wurden, waren die Kritiker wenig begeistert, was jedoch Anna Boberg nicht von ihrem Ziel abhielt. Zwei Jahre später stellte sie ihre Bilder in Paris aus, was zu einer bedeutenden Karriere in Frankreich führte. Bis heute ist Anna Boberg, die am 27. Januar 1935 starb, in Schweden weitaus weniger bekannt als in Frankreich.


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Copyright: Herbert Kårlin

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