Donnerstag, 12. April 2018

Der Architekt und Karikaturist Erik Molander

Erik Molander kam am 12. April 1912 als Sohn des Violinisten Gustaf Molander in Göteborg zur Welt und und studierte ab 1931 an der KTH (Königlich Technischen Hochschule) in Stockholm Architektur, ein Studium, das er 1936 abschloss. Bereits während seiner Jugend hatte Molander jedoch ein weiteres Interesse, nämlich die Karikatur. Als Karikaturzeichner arbeitete Molander ab 1932 in der humoristischen Zeitschrift Blandaren mit und ab 1935 konnte man seine satirischen Zeichnungen regelmäßig im Aftonbladet findet, einer Zeitung, an der er bis 1956 aktiv als Karikaturist mitarbeitete.

Nach Abschluss seines Architekturstudiums wurde Erik Molander beim Architekturbüro angestellt, das Nils Ahrbom und Helge Zimdal leiteten um am Bau von Schulen und Privatwohnungen zu arbeiten. Bereits 1940 ging dann die praktische Arbeit als Architekt immer mehr in die administrative Arbeit über, denn ab dieser Zeit sollte Molander vor allem Krankenhäuser planen, mit dem Ziel die Baukosten zu reduzieren ohne sich von den gesetzlichen Vorgaben abzuwenden. Nur drei Jahre später war Molander dann Direktor des Amtes, das den Bau sämtlicher Krankenhäuser und ähnlicher Anlagen in Schweden kontrollierte und den Architekten der Gebäude mit allen damit zusammenhängenden Fragen mit Rat zur Seite stand. Sämtliche schwedischen Krankeneinrichtungen der Nachkriegszeit sind daher auf die Arbeiten Molanders zurückzuführen.

Im Jahr 1959 wurde Erik Molander dann Direktor des KFAI, der größten Architektenkooperative Schwedens, die insbesondere den Funktionalismus förderte. Das KFAI plante und baute insbesondere Warenhäuser, größere Geschäfte, Lagerhallen und Fabriken, wobei Molander hierbei insbesondere die Aufgabe hatte moderne Einkaufszentren so zu konzeptionieren, dass sie den alten, existierenden Stadtkernen angepasst wurden. Molander schuf daher nicht nur die Krankenhäuser der modernen Zeit, sondern schuf auch die Basis für die Einkaufszentren, die sich ab den 60er Jahren über ganz Schweden verteilten. Der Arbeitsaufwand wurde für Erik Molander, der am 13. Januar 1969 starb, in diesen Jahren jedoch so hoch, dass er während der letzten Jahre seines Lebens das Zeichnen von Karikaturen aufgeben musste.


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Copyright: Herbert Kårlin

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