Donnerstag, 19. April 2018

Der schwedische Fabrikant John Lenning

John Lenning kam am 19. April 1819 als Sohn des Direktors der Textilfabrik Drag in Norrköping zur Welt und besuchte, da er seinem Vater als Firmendirektor folgen sollte, zwischen 1832 und 1834 das Technologische Institut in Stockholm. Bevor Lenning dann nach Norrköping zurückkehrte, bereiste er noch vier Jahre lang mehrere europäische Länder um ein Maximum über die Textilherstellung und die Bekleidungsindustrie zu erfahren. Vermutlich gegen 1853 übernahm John Lenning die Leitung der Firma, die 1954 eingestellt wurde und in der heutigen Industrielandschaft in Norrköing lag.

Unter der Leitung von John Lenning dehnte sich das Unternehmen bedeutend aus und bereits gegen 1860 arbeiteten in den Fabriken rund 400 Angestellte, was die Firma Drag zu einer der größten Textilfirmen Schwedens machte, was natürlich auch damit zusammenhing, dass Lenning in die modernsten Maschinen investierte und die Direktoren jedes Jahr ins Ausland geschickt wurden um von den dortigen Unternehmen zu lernen. Gleichzeitig dachte Lenning permanent an das Wohl der Arbeiter und unterstützte in diesem Sinn auch die gewerkschaftlichen Arbeiten.

Der Einsatz von John Lenning beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Firmenleitung, sondern er betätigte sich auch als Politiker, mit dem Ziel einerseits die internationale Zusammenarbeit auszudehnen, unter anderem durch Zollabkommen, andererseits jedoch auch den Binnenmarkt zu schützen und zu stärken. Die arbeiterfreundliche Einstellung des Großunternehmers zeigte sich dann auch bei seinem Nachlass. Da er keine Kinder hatte, hinterließ er sein Privatvermögen zur Schaffung eines Pensionsfonds, zur Unterstützung der Ärmsten in Norrköping, der Unterstützung eines Kinderheims und auch zur Schaffung einer Webschule und eines Krankenhauses.


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Copyright: Herbert Kårlin

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