Sonntag, 10. März 2019

Der schwedische Philosoph Daniel Boëthius

Daniel Boëthius wurde am 4. Oktober 1751 als Sohn eines Priesters in Västerås geboren und erhielt daher auch eine sehr gute Bildung, die ihm ermöglichte sich bereits 1765 an der Universität Uppsala einzuschreiben um dort Philosophie zu studieren. Im Jahr 1783 wurde Boëthius Dozent an der gleichen Universität und 1983 wurde er zum Professor in praktischer Philosophie ernannt. Bereits ein Jahr bevor Boëthius Professor wurde, hatte er sein Werk Utkast till föreläsningar i den naturliga sedoläran veröffentlicht, das er in den kommenden Jahren als Basis für seine Vorlesungen nahm. Die Besonderheit mit diesem Werk war, dass es das erste philosophische Werk der Universität war, das in schwedischer Sprache verfasst war.

Während der ersten Jahre seiner Tätigkeit war Daniel Boëthius stark geprägt vom englischen Empirismus des englischen Philosophen John Locke, der zu jener Zeit wie eine Modewelle über Schweden zog, da hierbei die Philosophie keine mathematische Exaktheit benötigte, sondern auch Erlebnisse und natürliche Entwicklungen mit einbezog. Nach wenigen Jahren gab Boëthius jedoch diese Richtung wieder auf, da er die Philosophie dennoch als Wissenschaft sah, die auf messbare Werte bauen musste. Dies führte in erster Linie dazu, dass er dann die Philosophie von Immanuel Kant und Johann Gottlieb Fichte nach Schweden brachte, ohne diese allerdings vorher nach seinen persönlichen Ansprüchen zu analysieren.

Nach einer Auseinandersetzung mit der Philosophie Kants und Fichtes schuf Daniel Boëthius eine, an Kant angelehnte, eigene philosophische Linie, die sich insbesondere auch auf die Rechts- und Staatsphilosophie Schwedens erstreckt. Auch wenn der Philosoph vermied dabei irgendeine Staatsform als ideal zu bezeichnen, so ging er davon aus, dass das Recht sich von den Sitten und dem Brauchtum ableiten lässt und die Gesetzgebung nötig ist um alle Menschen nicht nur Pflichten aufzuerlegen, sondern ihnen auch eine gewisse Freiheit zu gewähren, die vollkommen auf ein vernünftiges und sittliches Handeln baut. Nach Boëthius, der am 10. März 1810 in Uppsala starb, garantierte das Strafrecht eine juristische Sicherheit, das den Bürger zum allgemeinen Verständnis führt.


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10. März 1222: Johan Sverkersson, der letzte König eines Geschlechtes
10. März 1724: Urban Hjärne und die schwedischen Hexenprozesse
10. März 1776: Der schwedische Kaufmann Niclas Sahlgren
10. März 1880: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
10. März 1883: Der Glaskünstler Simon Gate
10. März 1911: Olof Lagercrantz, ein umstrittener Schriftsteller Schwedens
10. März 1911: Olof Lagercrantz, der umstrittenste Literaturkritiker Schwedens
10. März 1920: Hjalmar Branting verändert Schweden
10. März 1940: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
10. März 1976: Astrid Lindgren und der Widerstand gegen sie Steuern
10. März 1997: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
10. März 2002: Erik Lönnroth revolutioniert das geschichtliche Denken
10. März 2013: Die unsichtbare schwedische Prinzessin Lilian May 

Copyright: Herbert Kårlin

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