Posts mit dem Label Ausbildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausbildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 20. April 2018

Sara Elisabeth Moraea und Carl von Linné

Sara Elisabeth Moraea kam am 26. April 1716 als Tochter eines Arztes in Falun zur Welt und gehörte daher der bürgerlichen Schicht der Stadt an, was auch bedeutete, dass sie eine für die Zeit relativ gute Ausbildung erhielt. Nach Zeitdokumenten war Moraea eine sehr starke und bestimmte Frau, die ihre höhere Herkunft ständig ausspielte und der jedes Gefühl und jede kulturelle Bildung fehlte, die zudem auch sehr eigensüchtig war, auch wenn sie ihren Ehemann Carl von Linné weitgehend unterstützte und das gemeinsame Gut führte. Dank Moraea konnte Linné auch seine wissenschaftliche Arbeiten ungestört durchführen.

Carl von Linné lernte Sara Elisabeth Moraea während seiner Reise durch das Dalarna kennen und hielt im Februar 1735 um ihre Hand an. Der Vater akzeptierte zwar den Antrag, zwang jedoch Linné erst noch zu einer Auslandsreise und dem Doktorexamen, denn die offizielle Verlobung sollte erst dann stattfinden, wenn Linné seine Frau auch gebührend versorgen konnte. Als Linné ein Jahr später die Bedingungen erfüllt hatte und nach Falun zurückkehrte, kam es zwar zur Verlobung, aber es sollte ein weiteres Jahr dauern bis es sein Einkommen erlaubte Moraea im Juni 1739 in der sogenannten Linnés bröllopsstuga zu heiraten.

Dennoch waren Sara Elisabeth Moraea und Carl von Linné nicht in allem Punkten der gleichen Meinung, denn als Moraea, während der Abwesenheit des Ehemanns, die älteste Tochter zur Schule schickte, nahm Linné bei seiner Rückkehr das Mädchen unmittelbar aus der Schule, da er, im Gegensatz zur Ehefrau, der Meinung war, dass Frauen keine Bildung benötigen. Als Linné 1778 starb, führte Moraea das Gut weitere 30 Jahre lang fort, wobei auch fünf der Kinder mit dort einzogen. Sara Elisabeth Moraea, die am 20. April 1806 starb, war, nach dem Tode Linnés maßgeblich an der Gründung der Linnean Society of London beteiligt.


20. April 1535: Ein Sonnenphänomen und eine politische Auseinandersetzung
20. April 1794: Johan Henric Kellgren, erster Vorsitzender der Svenska Akademien
20. April 1903: Dagmar Edqvist und die selbständige Frau des 20. Jahrhunderts
20. April 1907: Tradition der Majblomman (Maiblume) in Schweden
20. April 1940: Das Bio Roy, einst Bio Royal, in Göteborg
20. April 1947: Björn Skifs, mehr als nur ein schwedischer Sänger
20. April 1956: Beatrice Ask, Justizministerin Schwedens
20. April 1978: Neues Thronfolgegesetz in Schweden
20. April 1993: Der Künstler Ragnar Person

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. April 2016

Die schwedische Hushållningssällskapet

Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwachte in Schweden das politische Interesse die schwedische Landwirtschaft zu verbessern, aber auch allgemein das Leben auf dem Land auf ein höheres Niveau zu bringen. Aus diesem Grund wurden mehrere Organisationen ins Leben gerufen, und 1742 befahl König Fredrik I. die Einrichtung entsprechender Ämter in den Regionen. Allerdings waren die Ergebnisse gering und ein Amt nach dem anderen beendete  seine Aktivität. 1769 wurde dann von Gustav III. die Patriotiska Sällskapet gegründet, die das gleiche Ziel hatte und landesweit zu arbeiten begann, aber ebenfalls nach bereits drei Jahren ihre Aktivität wieder aufgab.

Die Wende kam am 3. April 1791, als auf Gotland, ebenfalls auf die Anregung des Königs Gustav III., die Hushållningssällskapet (Gesellschaft für Haushaltung) gegründet wurde. Da die Arbeit auf Gotland sehr erfolgreich war, wurden in den Folgejahren zahlreiche regionale Gesellschaften gegründet, die den ländlichen Gebieten den Fortschritt bringen wollten und erkannt hatten dass eine Stadt ohne das aktive Land nicht existieren kann. Zu Beginn des 19. Jahrhundert war die Hushållssällskapet in nahezu allen Regionen Schwedens vorhanden. Im Jahre 1950 schloss sich dann auch das Kopparsbergs län als letzte Region Schwedens der Organisation an.

Die Hushållssälskapen haben sich bis heute gehalten und nehmen nun eine Zwischenstellung zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich ein. Die mittlerweile 18 regionalen Gesellschaften arbeiten weiterhin für die Entwicklung und den Ausbau der ländlichen Gegenden und bieten in diesem Rahmen insbesondere Ausbildungen zu allen Fragen zwischen Energieeinsparung, Erlebnistourismus und der Haltung von Haustieren. Der Einfluss der Organisation Hushållssälskap ist indes relativ gering, da wichtige Entscheidungen auf rein politischem Niveau getroffen werden und die Organisation daher in vielen Bereichen nur eine ratgebende Funktion hat.


3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
3. April 1756: Der schwedische Hofdichter Carl Gustaf af Leopold
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
3. April 1823: Erik Johan Stagnelius, der Aussenseiter unter den Dichtern
3. April 1868: Der schwedische Komponist Franz Berwald
3. April 1918: Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen
3. April 1927: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens
3. April 1945: Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen
3. April 1952: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Stockholmer Stadtmission und ihre Entstehung

Der Name Stockholms Stadsmission (Stockholmer Stadtmission) geht bis zum 21. Januar 1856 zurück, auch wenn die Hilfsorganisation bereits viele Jahre früher von christlichen Gruppen gegründet worden war. Nur wenig nach der Namensgebung verließen die Lutheraner, die mittlerweile die Evangeliska Fosterlandsstiftelsen gegründet hatten, jedoch die die intensive Zusammenarbeit mit der Stadtmission so dass dann fast ausschließlich die Baptisten in der Stadtmission vertreten waren und die Lutheraner nur noch einen geringen Einfluss ausübten, der 1912 endgültig aufhörte, da die Lutheraner dann endgültig andere Wege  einschlugen.

Im Jahre 1912 entschied sich der Vorstand der Stadtmission auch dazu nach einem eigenen Gebäude für die verschiedenen sozialen Aktivitäten zu suchen, was dazu führte dass die Stockholms Stadsmission zwei Häuser am Stortorget kaufte, die nach einem Umbau im Jahre 1915 eingeweiht wurden und bis heute die zentralen Lokale und der Sitz der Stadtmission sind. Lediglich die Second Hand Shops und sekundäre Aktivitäten sind über ganz Stockholm verteilt.

Die Grundidee der Stockholmer Stadtmission ist, aufbauend auf eine christliche Einstellung, Stockholm zu einer menschlichen Stadt zu machen. Während sich die Arbeit der Stadsmission anfangs auf ältere Personen, Kranke und Kinder ausrichtete, helfen sie heute vor allem Obdachlosen, Alkoholikern und Drogenabhängigen bei ihrem Weg zurück in die Gesellschaft. In diesem Rahmen gründete die Stockholms Stadsmission nicht nur Beratungsstellen, Familienkolonien, Schulen und andere Einrichtungen in dieser Richtung, sondern auch kleinere Unternehmen, die dem Arbeitstraining von Langzeitarbeitslosen dienen und für diese einen erster Schritt zurück ins Berufsleben bietet.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Gründung des Vereins junger schwedischer Ärzte

In der Krise zu Beginn der 20er Jahre hatten junge Ärzte in Schweden gewissermaßen nur noch Pflichten ohne jede Rechte, was einer Gruppe der Berufsanfänger die Idee brachte eine Art Gewerkschaft zu gründen die sich nur für die Rechte junger Ärzte einsetzte. Aus dieser Idee wurde am 11. Dezember 1921 die Sveriges Yngre Läkarens Förening (SYLF), auch wenn die kleine Gruppe in den ersten Jahren kaum einen Einfluss bekam und es rund 15 Jahre dauern sollte bis man diesen neuen Verband ernst nehmen musste, nicht zuletzt auch deswegen, weil der Zulauf an Mitgliedern in den 30er Jahren in Fahrt kam.

Das Problem der Jungärzte jener Zeit war vor allem, dass sie mehrheitlich sehr hohe Schulden wegen ihren Studienkrediten hatten, Ausbildung, Einarbeitungszeiten und Überstunden nicht bezahlt wurden, das Gehalt an der untersten Grenze lag und die Wohnsituation in den Krankenhäuser eine Katastrophe war, denn Heizung fehlte in den kleinen Zimmer oft ganz und die Toilette diente mehreren der Zimmer gleichzeitig. Die Arbeitszeit für Jungärzte war nicht geregelt so dass diese unendlich lange Arbeitstage hatten und bei Notfällen jeder Zeit einspringen mussten, unabhängig davon wie viele Stunden sie vorher bereits gearbeitet hatten.

Den ersten wirklichen Erfolg konnte der Verband junger schwedischer Ärzte dann im Jahre 1944 verbuchen, 23 Jahre nach der Gründung, denn in diesem Jahr gelang es ihnen mit der ersten Region Schwedens einen Tarifvertrag abzuschließen, was dazu führte, dass sich das Gehalt der Jungärzte, die Mitglied des SYLF waren, mehr als verdoppelte. Mit diesem ersten Erfolg waren die Weichen für den gewerkschaftlichen Verein gestellt, denn nun war der Zulauf  nicht mehr zu bremsen und der Verein, auch wenn die 60er Jahre den Fortschritt etwas bremste, da um diese Zeit zu viele Jungärzte verzweifelt um einen Arbeitsplatz kämpften, wurde eine Institution. Am 1. Januar 1970 verzeichnete der Verband dann einen weiteren Erfolg, denn ab diesem Datum wurden die Jungärzte nach ihrer Arbeitszeit bezahlt und die Arbeitszeit wurde vertraglich geregelt.


11. Dezember 1317: Birger Magnusson kommt in Schweden an die Macht
11. Dezember 1741: Der Militärpriester und Dichter Jacob Fabricius
11. Dezember 1849: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens
11. Dezember 1849: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau
11. Dezember 1865: Frida Stéenhoff und die Revolution der Frau
11. Dezember 1898: Nils Ferlin, der Bohemien unter den schwedischen Dichtern
11. Dezember 1934: Die Korskyrkan in Uppsala, früher Betaniaförsamlingen
11. Dezember 1966: Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod
11. Dezember 2010: Terroristisches Attentat im weihnachtlichen Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Emil Hammarlund gründet die schwedische Lehrerzeitschrift

Da Emil Hammarlund aus einer einfachen Familie kam, jedoch nicht wie sein Vater Händler werden wollte, entschloss er sich für die Laufbahn eines Volksschullehrers, ein Beruf, der um diese Zeit allerdings kaum Ansehen genoss und zudem sehr schlecht bezahlt war. Für Hammerlund war jedoch das Einkommen nicht das Wichtigste, denn er war der Meinung, dass eine gute Allgemeinbildung das wichtigste sei um im Leben etwas erreichen zu können. Diese Bildung musste in seinen Augen sehr früh einsetzen.

Sehr schnell entdeckte Emil Hammarlund, dass sich die Lehrer des Landes zusammenschließen müssen um ein Recht auf Bildung durchzusetzen und um ihren Beruf aufzuwerten, denn die allgemeine Volksschulpflicht ab dem Jahre 1842 hielten selbst die Eltern der Schüler oft als unsinnig und vielen Lehrern fehlten die Argumente um ihre Position klar machen zu können. Aus diesen und zahlreichen anderen Gründen heraus gründete Emil Hammarlund dann am 12. April 1880 den Verein für Volksschullehrer und am 12. Dezember 1881 erschien unter seiner Leitung die erste Nummer der Svensk Läraretidning.

Auch wenn Emil Hammarlund die Svensk Läraretidning, die heute unter dem Namen Lärarnas Tidning weiterhin erscheint, nur fünf Jahre lang selbst herausgab und diese Aufgabe dann einem Verlag übergab, jedoch Herausgeber und Chefredakteur blieb, so war es ihm bereits in der kurzen Zeit gelungen das damals noch inoffizielle Sprachrohr sämtlicher Lehrer Schwedens zu schaffen. Das Ziel dieser Zeitung war sehr umfassend, denn Hammarlund wollte damit nicht nur die Bedeutung der Volksschule hervorheben, sondern er arbeitete auch gleichzeitig daraufhin dem Beruf des Lehrers einen besseren Status zu bieten, die Lehrer in die soziale Entwicklung des Landes einzubinden und für eine bessere Bezahlung von Lehrern zu kämpfen.


12. Dezember: Der Tag des Weihnachtssterns in Schweden 
12. Dezember 1849: Anders Lindeberg kämpft für ein freies Theater

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 1. April 2013

Die erste männliche Krankenschwester Schwedens

Als Allan Härsing am 1. April 1953 seine Prüfung als erste männliche Krankenschwester in Schweden in der Sank Eriks Krankenschwesternschule in Stockholm mit Erfolg ablegte, so war er im Jahre 1949 nur mit Hilfe einer Sondergenehmigung bei der Ausbildung akzeptiert worden. Aber auch nachdem der erste Mann anschließend offiziell als Krankenschwester arbeiten durfte, war der Weg zu einer Anerkennung des Mannes in diesem Beruf noch lang und noch heute sind kaum zehn Prozent Männer in diesem als ursprünglich weiblich definierten Beruf zu finden.

Die Probleme auf die Allan Härsing, der bereits vor seiner Ausbildung zur Krankenschwester als Krankenpfleger  in der Psychiatrie gearbeitet hatte, waren sehr vielschichtig, denn auf Grund der Vorurteile wurde er auch anschließend in der Psychiatrie eingesetzt und nicht in den allgemeinen Krankenhäusern und selbst seine Uniform musste er sich selbst beschaffen, was dazu führte, dass er jene eines Kellners wählte, da diese jener der Krankenschwestern am nächsten kam. Und auch die Berufsbezeichnung sollte zu Problemen führen.

Bereits 1953 überlegte man welche Berufsbezeichnung man Allan Härsing geben sollte, da man sich bereits um diese Zeit ziemlich sicher war, dass noch mehr Männer in diesem Beruf arbeiten wollten. Allan selbst hatte auf seinem Namensschild einfach den Titel Krankenschwester verwendet und die Ämter überlegten, wenn auch erfolglos, ob sie nicht den Titel Sjukskötare (Krankenpfleger) anwenden sollten, was denn jedoch letzendlich abgelehnt wurde, da der Skötare bereits in der Psychiatrie existierte und wenig mit einer Krankenschwester zu tun hatte. Erst 1970, im Rahmen der Gleichstellungsbewegung Schwedens fand man dann eine jedoch immer noch kritisierte Lösung und man führte in Schweden die männliche Krankenschwester und die weibliche Krankenschwester ein.


1. April 1967: Sixen Sason und die Saab-Modelle 
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Flugschau 2013

Freitag, 16. November 2012

Volksbildung wird in Schweden zur Arbeiterbewegung

Der sozialdemokratische Politiker und Volkshochschullehrer Rickard Johannes Sandler hatte gegen 1910 die Idee eine Art Studienkreis und Bildungsverband zu schaffen, der Arbeitern den Zugang zu steigendem Wissen und einer Kompetenzentwicklung bietet. In diesem Rahmen suchte er unter den verschiedenen Gewerkschaften und Arbeiterverbänden Unterstützung. Bereits 1912 war es Sandler dann möglich genügend Gruppen zu vereinen, die gemeinsam bereit waren diese Aufgabe im Geiste der wachsenden Arbeiterbewegung zu übernehmen.

Am 16. November 1912 entstand dann der Arbetarnas Bildningsförbund ABF, der damit nicht nur der älteste Studienverband Schwedens ist, sondern sich auch zum größten Studienverband des Landes entwickelte und heute von 59 verschiedene Organisationen geleitet wird und mit weiteren 54 Organisationen eng zusammenarbeitet. Der ABF kann daher in allen Großgemeinden des Landes Kurse, Vorlesungen, kulturelle Veranstaltungen und Studienkreise anbieten, wobei der ABF auch dabei hilft, wenn Privatpersonen einen Studienkreis gründen oder aufbauen wollen.

Auch wenn jedes Jahr nahezu drei Millionen Schweden von einem der Angebote des ABF profitieren, so stellten die Verbände fest, dass immer mehr Personen die Organisation losgelöst von der schwedischen Arbeiterbewegung sehen. Seit 2006 will der ABF daher seine Aufgabe wieder deutlicher machen und darauf hinarbeiten, dass sämtliche Aktivitäten mit den grundlegenden Werten der schwedischen Arbeiterbewegung übereinstimmen und das Recht auf Ausbildung und die Teilnahme an kulturellen Ereignissen für Jedermann bedeutend hervorheben.


16. November 1779: Pehr Kalm, ein Apostel des Botanikers Carl von Linné
16. November 1940: Albert Engström, Humor als Ausdrucksmöglichkeit
16. November 1944: Expressen, die Zeitung gegen den Nationalsozialismus

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 28. Januar 2012

Die bedeutendste Schulreform Schwedens

Am 28. Januar 1966 legte ein Fachrat für Berufsausbildung einen Reformvorschlag vor, der das gesamte Ausbildungssystem Schwedens verändern sollte. Der wissenschaftliche Rat schlug vor Gymnasien, Fachschulen und Berufsschulen in eine einzige Gymnasialschule zu verwandeln, die auch abgeschlossene Berufsausbildungen im Lehrplan integriert. Von diesem Vorschlag bis zur endgültigen Reform vergingen weitere fünf Jahre in denen alle Aspekte der zukünftigen Ausbildung ausgewertet und abgestimmt werden mussten.

Diese Schulreform sollte vor allem zukunftsgerichtet sein und gleichzeitig das allgemeine Bildungsniveau der schwedischen Arbeiter und Angestellten heben und allen Schülern, die sonst nur eine Berufsausbildung ohne Umschulungs- und Weiterbildungschance gehabt hätten, die Wege zu einer Weiterbildung und zu einer Hochschule öffnen. Das Ergebnis war natürlich auch, dass die schulischen Anforderungen für viele angehoben wurden, aber andererseits auch die Anzahl der praktisch ausgebildeten Abiturienten stieg, was vielen unter die Studienwahl erleichterte.

Dass die Ausarbeitung dieser Reform fünf Jahre lang dauerte lag allerdings nicht nur an der Anpassung eines Lehrplans, der Berufsausbildung und Hochschulreife verband, sondern es entstanden auch neue Berufe eingearbeitet und es wurde an Übergangsmöglichkeiten gearbeitet, damit die Erwachsenenbildung in die langfristige Planung mit integriert werden konnte. Aber auch Hochschulen und Universitäten mussten sich auf die Änderungen vorbereiten könnten, da 1971 das allgemeine Abitur in Schweden dem Ende zuging.

28. Januar 2003: Das Rauchverbot in schwedischen Restaurants

Copyright: Herbert Kårlin