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Freitag, 16. März 2012

Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf

Ebba Brahe wurde am 16. März 1596 in Lerjeholm geboren und war während ihrer Jugend Hoffräulein im Stockholmer Schloss, wo sie im Alter von 15 Jahren den schwedischen Kronprinzen und späteren König Gustav II. Adolf traf. Die beiden verliebten sich nahezu unmittelbar und wollten heiraten. Königin Kristina war jedoch gegen die Verbindung, da Ebba Brahe einem sozial zu niederem Stand angehörte, was zwar die Liebschaft nicht verhinderte, jedoch die Ehe.

Am 24. Juni 1618, also sieben Jahre nachdem sie den Kronprinzen getroffen hatte, verheiratete sich Ebba Brahe dann mit Jacob De la Gardia. Auch wenn die Ehe als vorbildlich galt, so tauchten bereits nach der Geburt des ältesten Sohnes Magnus Gabriel im Jahre 1622 Gerüchte auf, dass Magnus der uneheliche Sohn von Ebba Brahe und Gustav II. Adolf sei. Dieses Gerücht durchzieht dann die Geschichte wie einen Faden, zumal Magnus Gabriel das einzige Kind des Paares De la Gardia war, das einen bedeutenden gesellschaftlichen Aufstieg verzeichnen konnte.

Diese Geschichte führte auch dazu, dass Ebba Brahes Lusthaus, das man heute im Ekomuseum Bergslagen findet, ein nahezu magischer Anziehungspunkt ist und mit zahlreichen Legenden umrankt ist. Den Besuchern des Lusthauses wird erzählt, dass das kleine Gebäude von Ebba in Erinnerung an Gustav II. Adolf gebaut wurde, wo sie in Ruhe von ihrer großen Liebe träumen konnte und die alten Liebesbriefe las. Auch wenn keine der Legenden, die um das Lusthaus Ebbas kreisen je bestätigt wurde, so handelt es sich bei dem kleinen Gebäude jedoch mit Sicherheit um das älteste noch erhaltene Lusthaus Schwedens, vermutlich gerade wegen eines Gerüchtes.

16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist 

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg, ein Reiseführer

Freitag, 25. November 2011

Gustav II. Adolf geht eine politische Ehe ein

Gustav II. Adolf (1594 - 1632), der in mehreren Hinsichten den Aufschwung und den Reichtum Schwedens vorbereitete, wurde auch bei der Wahl seiner Königin von den Staatsinteressen geleitet als er am 25. November 1620, ein Jahr bevor Göteborg die Stadtprivilegien von ihm erhielt, Maria Eleonora heiratete. Diese Ehe verband ihn mit dem Hause Brandenburg und öffnete ihm daher Wege nach Deutschland, die er für die aufstrebende Wirtschaft des Landes benötigte.

Noch als Prinz verliebte sich Gustav II. Adolf in die Hofdame Ebba Brahe, die er auch heiraten wollte, was ihm jedoch die Witwen-Königin Kristina nicht erlaubte, da Ebba ihr nicht erzogen genug war, dem zukünftigen König aber auch klar wurde, dass sie ihm nicht dabei helfen konnte Schweden zu einer Weltmacht zu machen. Im Jahre 1615 traf Gustav II. Adolf dann die verheiratete Margareta Slots mit der eine eine Liebesaffäre begann aus der ein Sohn hervorging, der allerdings erst zur Welt kam als der Ehemann Margaretas, Andries Sessander, im Kampf gefallen war. Gustav II. Adolf erkannte den Sohn an und verlieh Margareta Slots bedeutende Privilegien. Aber auch nach dem Tod ihres Mannes war eine Ehe mit Margareta aus politischen Gründen ausgeschlossen.

Erst als Gustav II. Adolf dann 1619 Maria Eleonora traf, hatte er die Partnerin gefunden, die ihm wichtige Türen öffnen konnte. Königin Maria Eleonora, die als die schönste Königin aller Zeiten beschrieben wird, verliebte sich indes wirklich in den König, den sie bis zum Exzess bewunderte. Da sie jedoch, selbst von ihrem Mann, als hysterisch, übersteigert gefühlsvoll und nicht gerade intelligent beschrieben wird, durfte sie nicht einmal an der Vormundschaftsregierung der zukünftigen Königin Kristina, der Tochter, die aus der Ehe mit Gustav II. Adolf hervorging, teil haben. Als sie 1636 nach Dänemark ging und sich begann bürgerlich zu kleiden, wurden Maria Eleonora alle Privilegien entzogen, inklusive die Erziehung ihrer Tochter Kristina.

25. November 1909: Oscar Fredrik Wijkman, der „Gottvater“ von Västerås
25. November 2010: Die letzte Reise der HMS Visborg (A265) 

Copyright: Herbert Kårlin