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Dienstag, 27. Dezember 2016

Die schwedische Schauspielerin Barbro Kollberg

Barbro Kollberg Hildestrand wurde am 27. Dezember 1917 als Tochter eines Kaufmanns in Eskilstuna geboren, kam jedoch bereits 1924 mit ihren Eltern nach Stockholm. Nach ihrer Hochschulreife im Jahre 1937 wurde Kollberg als Schauspielschülerin im Dramaten aufgenommen, was zwei Jahre später auch zur ersten Rolle am Dramaten führte. 1943 wechselte Kollberg zum Blancheteatern und erhielt gleichzeitig in Gösta Cederlunds Kungsgatan die erste Rolle als Filmschauspielerin. Die Rolle als armes Bauernmädchen brachte Kollberg unmittelbar den Durchbruch.

In den 40er und den 50er Jahren zeigte Barbro Kollberg eine enorme Energie, denn sie stand auf der Theaterbühne, spielte in Filmen, war ab 1945, neben Lorens Marmstedt, Direktorin des Skansenteatern und erzog so nebenbei auch ihre vier Kinder, die ihre frühen Jahre vor allem in Garderoben und hinter der Bühne verbrachten. 1960 war es Kollberg jedoch klar dass diese Situation nicht haltbar war und die Schauspielerin zog sich vollkommen vom Theater und Film zurück und ging nach Motala um dort, gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, das Stadthotel zu führen. Kollberg sollte 19 Jahre lang von Bühne und Film verschwinden bis es zum Comeback kam.

Das Comeback für Barbro Kollberg, die am 6. März 2014 in Stockholm starb, kündigte sich jedoch bereits 1976 an, als sie als Pädagogin bei der Bühnenschule in Göteborg zu arbeiten begann. Als Kollberg dann 1979 als Kaufmannsfrau in der Fernsehserie Mor gifter sig, nach dem gleichnamigen Buch von Moa Martinson, zu sehen war, zeigte sich, dass sie weder das Schauspielen vergessen hatte, noch aber von ihrem Publikum vergessen war. Die letzte Rolle im Film spielte Barbro Kollberg dann im Jahr 2004, als sie bereits 86 Jahre alt war. Der Film Så som i himmelen, in dem Kollberg die Rolle von Olga spielte, gilt heute als einer der Kultfilme Schwedens.


27. Dezember 1813: Gustaf Adolf Reuterholm regiert Schweden
27. Dezember 1832: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
27. Dezember 1919: Die schwedische Filmindustrie SF wird gegründet
27. Dezember 1971: Das Wunder von Gottröra
27. Dezember 1973: Tobias Billström, schwedischer Migrationsminister
27. Dezember 1978: Jonas Hassen Khemiri und das multikulturelle Schweden
27. Dezember 1983: Der größte Stromausfall Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. März 2016

Der Schauspieler und Theaterdirektor Gösta Cederlund

Gösta Cederlund kam am 6. März 1888 als Gustaf Cederlund zur Welt und unternahm von 1904 bis 1907 Handelsstudien im deutschen Dresden um eine Karriere als Kaufmann einzuleiten. Als Cederlund jedoch nach seiner Ausbildung nach Schweden zurückkam, wollte er vom Handel nicht mehr viel wissen, sondern er wollte seinen Traum vom Theater verwirklichen. Hier kam Cederlund das Glück zu Hilfe, denn während seiner Ausbildung studierte er Ibsens Samfundets stötter, und als das Svenska Teater in Stockholm im Jahre 1908 einen Ersatz in diesem Stück suchte, wurde Cederlund akzeptiert und seine Theaterkarriere war gesichert.

Der Schauspieler Gösta Cederlund blieb dem Svenska Teater neun Jahre lang treu, bevor er zum Lorensbergsteatern in Göteborg wechselt, wo er 1925 auch zum Direktor ernannt wurde. Im folgenden Jahr ging Cederström als Direktor ans das Stadttheater in Helsingborg, wo er jedoch nur drei Jahre lang blieb um schließlich das Gröna Lund Teater in Stockholm zu leiten. Parallel zu seiner Aufgabe als Theaterdirektor, stand Cederlund nicht nur im Theater auf der Bühne, sondern nahm auch seine ersten Filmrollen an und begann im Radio zu arbeiten. Seine ersten Schritte im Film machte der Schauspieler im Jahre 1917 in Tösen från Stormyrtorpet unter Victor Sjöström.

Auch wenn sich Gösta Cederlund vor allem im Theater wohl fühlte und im Film nur als Schauspieler arbeiten wollte, sollte sich dies 1941 ändern, denn der Bedarf an schwedischen Filmen war enorm und jeder erfahrene und anerkannte Schauspieler wurde von der Filmindustrie geworben. Zwischen 1941 und 1945 realisierte Cederlund daher sieben Filme, die zwar alle die Kassen füllten, aber weder den Schauspieler, Theaterdirektor und Regisseur erfüllten, noch irgendeine Rolle innerhalb der schwedischen Filmgeschichte spielen. Cederlund sah dies wohl selbst ein und kehrte 1945 ganz zur Welt des Theaters zurück.


6. März 1808: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. März 1823: Gustaf Ljunggren und die klassische Literatur Schwedens
6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1943: Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste
6. März 1988: Die schwedische Sängerin Agnes Carlsson 

Copyright: Herbert Kårlin

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