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Sonntag, 28. April 2019

Der Architekt und Filmroduzent Vilhelm Bryde

Vilhelm Bryde kam am 28. April 1888 als Sohn eines Händlers in Stockholm zur Welt und schrieb sich 1905 an den Abendkursen der Technischen Schule ein, begann dann jedoch noch Ende des gleichen Jahres eine Ausbildung an der Schule für Baumeister. Im April 1909 legte Bryde sein Examen ab und begann als Bauzeichner und Architekt zu arbeiten, obwohl er wenig Interesse an diesem Beruf zeigte. Ein Jahr später begann Bryde daher an der Schauspielschule des Dramaten eine Ausbildung zum Schauspieler und wurde 1911 am gleichen Theater als Schauspieler übernommen.

Nach seinem Engagement am Dramaten, wechselte Vilhelm Bryde 1913 zum Svenska Teatern, an dem er sechs Jahre lang auf der Bühne stand. Im Jahr 1919 wechselte Bryde dann zur Svensk Filminduistri, jedoch nicht als Schauspieler, sondern als Bühnendekorateur. In diesem Rahmen war er auch für die Kulissen der Filme Karin Ingmarsdotter und Gösta Berlings Saga verantwortlich. Vier Jahre später war Bryde Direktor und Produktionschef der Studios in Råsunda, ab 1930 war er Direktor der Svensk Filmindustri und ab 1933, bis zu seiner Pensionierung, wurde er Direktor sämtlicher Stockholmer Kinos der SF (Svensk Filmindustri).

Auch wenn Vilhelm Bryde in über 100 Rollen auf der Bühne stand, 15 Rollen in Filmen spielte und mit Gösta Ekman die Regie für den Film En erfekt gentleman hatte, so wurde Bryde nie für seine Leistungen als Schauspieler bekannt, sondern für seine Fähigkeit Kulissen jeder denkbaren Situation anzupassen, wobei Bryda auch für den Übergang vom Stummfilm auf den Tonfilm verantwortlich war, eine Leistung, die die gesamte Geschichte des schwedischen Films veränderte. Vilhelm Bryde starb am 26. April 1974 im Alter von 85 Jahren in Stockholm.


28. April 1662: Die deutsch-schwedische Gräfin Aurora von Königsmarck
28. April 1715: Carl Fredrik Scheffer zwischen Politik und Literatur
28. April 1846: Der Astronom Johan Oskar Backlund
28. April 1868: Hjalmar Procopé, ein finnlandschwedischer Dichter
28. April 1883: Der Schriftsteller und Zeichner Johan Herman Hofberg
28. April 1932: Der Regisseur und Schriftsteller Torbjörn Axelman
28. April 1938: Wasser und Brot in schwedischen Gefängnissen
28. April 1973: Siri Derkert, Erneuerin der öffentlichen Kunst
28. April 2012: Das Naturreservat Slottsberget in Skärstad 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 11. März 2019

Der Schauspieler und Theaterdirektor Knut Lindroth

Knut Lindroth kam am 11. März 1873 als Sohn eines Polsterers in einer sehr kulturinteressierten Familie in Stockholm zur Welt. Er hatte daher auch kein Problem dabei, nach Abschluss der Oberschule, 1891 die Schauspielschule des Dramaten zu besuchen. Auf Grund seiner hohen Begabung gab ihm Gustaf Fredrikson, der damalige Direktor des Dramaten, bereits nach einem Ausbildungsjahr die erste kleine Rolle im Theater und vermittelte ihn anschließend an den Theaterverein August Lindberg in Göteborg, wo Lindroth mit einer Christus-Rrolle unmittelbar seinen Durchbruch als Schauspieler hatte.

Als August Lindberg seine Aktivität in Göteborg nach einem Theaterbrand 1893 einstellen musste, ging Knut Lindroth an des Svenska Teatern in Helsingfors (Helsinki), wo er die kommenden sieben Jahre engagiert war und eine Hauptrolle nach der anderen spielte. Als Lindberg anschließend nach Schweden zurückkehrte, hatte er die Wahl zwischen den beiden Theaterdirektoren Albert Ranft und Hjalmar Selander. Lindberg wählte die reisende Theatergesellschaft Selanders, da er dort nicht nur in Stockholm auftreten musste und die Chance hatte sehr viele verschiedene Rollen zu spielen, insbesondere auch weniger klassische Rollen, die das damalige schwedische Theater dominierten.

Im Jahr 1905 gründete Knut Lindroth seine eigene reisende Theatergesellschaft, die im Gegensatz zu den meisten anderen Gesellschaften ein sehr breites Spektrum hatte und das Publikum bei jedem Stück herausforderte. Das Kennzeichen Lindroths war das Publikum einerseits sowohl mit klassischem Theater, also auch mit modernen englische,  deutschen, französischen und russischen Stücken zu konfrontieren und zudem nahezu von Abend zu Abend zwischen Romantik und Realismus zu wechseln, ohne auch nur ein einziges Mal in die reine Unterhaltung zu fallen. Knut Lindroth, der selbst bis zu seinem Tod am 7. Oktober 1957 auftrat, spielte auch in mehreren Kinofilmen, letztmals im Jahre 1950 im Spielfilm Rågens rike, in dem Lindroth einen Priester spielte.


11. März 1768: Der Reichsmarschall Samuel Åkerhielm
11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
11. März 1884: Lewi Pethrus, eine bedeutender Führer der Pfingstbewegung
11. März 1894: Der schwedische Fußballklub GAIS
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg
11. März 1960: Der schwedische Sänger Tommy Nilsson
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. März 2019

Der Sänger und Schauspieler Johan Palm

Johan Palm kam am 3. März 1992 in Mjölby im Östergötland zur Welt und entschied sich noch in letzter Sekunde am Talentwettbewerb Idol 2008 teilzunehmen, wobei er dabei nicht einmal den üblichen Weg nahm, sondern kurz vor Fristablauf seinen Cover-Beitrag einschickte und zu den zwei Bewerbern gehörte, die noch auf diesem Weg, also über eine Wildcard, eingeladen wurden. Auch wenn es bei Idol 2008 nur für einen vierten Platz reichte, so war der damals 16-jährige Palm über Nacht ein Mädchenschwarm geworden und konnte sich nach Idol nicht mehr unerkannt auf die Straße begeben.

Im Januar 2009 erhielt Johan Palm seinen Plattenvertrag mit Sony Music, wobei seine erste Single Emma-Lee bereits auf dem ersten Platz der verkauften Platten in Schweden landete. Dieser Single folgte im Mai ein Album und ein Sommertournee bei der Palm auch im Skansen und in Gröna Lund auftrat. Die Auftritte sollten dann sogar bis Weihnachten 2009 fortsetzen, so dass der Sänger im Grunde keine Zeit mehr zum Nachdenken hatte. Ab dem Folgejahr wurde es dann sehr ruhig um Johan Palm, der inzwischen auch die Schattenseiten der Berühmtheit entdeckt hatte.

Erst 1917 tauchte dann der Name Johan Palm wieder in der Öffentlichkeit auf, allerdings nicht als Sänger, sondern als Schauspieler im Schreckfilm Svart Cirkel, dem ersten schwedischsprachigen Film des Regisseurs Adrián García Bogliano, der dafür bekannt ist für seine Rollen immer die passende Person zu suchen, nicht einen bekannten Namen oder die Erfahrung in der Schauspielkunst. Dieser Film gehört nicht zu jenen, die ein großer Verkaufserfolg werden können, sondern zur Kategorie, die auf Filmfestivals Preise sammelt, was für Johan Palm, der auch in Zukunft gerne als Schauspieler arbeiten will, jedoch nur von Vorteil sein kann.


3. März 1538: Svante Sture heiratet Märta Eriksdotter Lejonhufvud
3. März 1770: Johan Wilhelm Palmstruch, vom Soldaten zum Künstler
3. März 1813: Die schwedische Kolonie Guadeloupe
3. März 1813: Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung
3. März 1844: Leonard Bygdén und die Universitätsbibliothek in Uppsala
3. März 1906: Artur Lundkvist auf der Suche nach einer neuen schwedischen Sprache
3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden
3. März 1956: Der schwedische Modedesigner Claes Bondelid
3. März 1966: Gustav Wally, Schauspieler, Tänzer, Regisseur
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. März 2018

Der Künstler und Karikaturist Gunnar Wallin

Gunnar Wallin kam am 7. März 1896 als Sohn eines Zollbeamten in Göteborg zur Welt und entschied sich nach seinem Abitur im Jahr 1913 Schauspieler zu werden. Noch während er mit der Theatergesellschaft Hjalmar Selander im Nya teatern in Göteborg auftrat, begann Wallin jedoch auch eine Ausbildung als Zeichner an der Kunsthochschule Valand, die er 1918 abschloss um sich anschließend während einer Studienreise durch Deutschland, England, Frankreich und Spanien im Selbststudium in diesem Bereich zu verbessern. In dieser Zeit wurden auch seine ersten Zeichnungen in der Göteborgs Morgonpost veröffentlicht.

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1919 wurde Gunnar Wallin von der Göteborgs-Tidningen als Karikaturist und Kolumnist angestellt. Bereits in sehr wenigen Jahre gelang es dem Künstler einen sehr persönlichen Stil zu finden, der noch dazu verstärkt wurde, dass er jede seiner Geschichten mit dem kleinen Hund JäJä beendete, der einen Kommentar zur Bildgeschichte abgab. Neben seiner Tätigkeit in der Göteborgs-Tidningen, die bis 1954 fortsetzte, zeichnete Wallin auch für ironischen Witzblätter Söndags-Nisse, Strix und Lutfisken und veröffentlichte mehrere Bücher mit seinen Serien, wobei er während dieser Zeit zu mehreren, unterschiedlichen Signaturen griff.

Neben seiner Arbeit als Karikaturist und Serienzeichner realisierte Gunnar Wallin, der am 11. November 1975 in Göteborg starb, auch mehrere öffentliche Werke, unter anderem im Vergnügungspark Liseberg, und er nahm an zahlreichen Ausstellungen, die humoristische Beiträge akzeptierten, teil. Im Jahr 1933 war Wallin auch die treibende Person für die Gründung des Göteborger Künstlerklubs, dessen Sekretär er dann während der folgenden 16 Jahre blieb. In den Jahren 1940 und 1941 war Wallin zudem Redakteur der Künstlerzeitschrift Paletten, die der Künstlerklub herausgab.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1910: Die Bergbahn in Åre, Bergbanan
7. März 1910: Das Rathaus in Borås 
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. März 2018

Der Komiker und Schauspieler Fridolf Rhudin

Fridolf Rhudin kam am 10. Oktober 1895 als Sohn eines Schneiders in Ransäter im Värmland zur Welt, besuchte die Volksschule in Munkfors und begann eine Ausbildung bei seinem Vater, der hoffte, dass sein Sohn das Geschäfte weiterführen werde. Rhudin setzte seine Ausbildung in Kopenhagen und vor allem in Oslo, dem damaligen Kristiania, fort, hatte seine Gedanken jedoch beim Theater, mit dem er bereits in Munkfors engeren Kontakt hatte, da er dort zwischen 1914 und 1924 insgesamt 55 Rollen als Amateurschauspieler hatte und sich dadurch auch einen gewissen Namen gemacht hatte.

Während seines Militärdienstes bewarb sich Fridolf Rhudin dann bei sämtlichen reisenden Theatergesellschaften, die er kannte und wurde am 1919 auch immer wieder engagiert, anfangs als Bühnenarbeiter, dann in einer kurzen Rolle ohne einen einzigen Satz sagen zu dürfen und schließlich auch mit etwas bedeutenderen Rollen. Den Erfolg hatte er in diesen Jahren vor allem im Amateurtheater in Munkfors. Dies hing vermutlich damit zusammen, dass Rhudin eigentlich die Eigenschaften eines Schauspielers fehlten und er sich als Fridolf Rhudin auf die Bühne stellte und nur mit seinem Charisma überzeugen konnte. In eine fremde Persönlichkeit einzufühlen war für Rhudin nahezu unmöglich.

Das Talent Fridolf Rhudins zeigte sich dann in den volkstümlichen Filmen und seinen Revuen, denn hier konnte der Schauspieler aus seinem eigenen Leben schöpfen. Bereits seine erste größere Rolle in Fröken på Björneborg machte Rhudin und die von einem Freund, Gustaf Edgren, gegründete Filmgesellschaft Värmlandsfilm in ganz Schweden bekannt, zumal die Svensk Fimlindustri (SF) die kommende Produktionen des kleinen Unternehmens übernahm. Als Rhudin 1925 zusammen mit Ernst Rolf in einem Film spielte, wurde dieser auf den Schauspieler aufmerksam und engagierte ihn für seine Zirkusrevue des gleichen Jahres. Ab diesem Zeitpunkt galt Rhudin als einer der bedeutendsten Schauspieler Schwedens. Allerdings sollte die Karriere nicht sehr lange dauern, da Fridolf Rhudin bereits am 6. März 1935 an einer Gehirnentzündung in Stockholm starb.


6. März 1808: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. März 1823: Gustaf Ljunggren und die klassische Literatur Schwedens
6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1888: Der Schauspieler und Theaterdirektor Gösta Cederlund
6. März 1909: Die schwedische Künstlerin Ebba Hedqvist
6. März 1943: Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste
6. März 1988: Die schwedische Sängerin Agnes Carlsson 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 3. März 2018

Gustav Wally, Schauspieler, Tänzer, Regisseur

Gustav Wally kam am 24. November 1905 als Gustaf Wallenberg zur Welt und war gewissermaßen das schwarze Schaf der Familie, da er als Sohn des Industriellen und Diplomaten Axel Wallenberg eigentlich in der Finanzwelt Karriere machen sollte und entsprechend erzogen wurde. Wally interessierte sich indes mehr für die Welt des Theaters und begann seine künstlerische Laufbahn im Jahre 1928 als Chorsänger in einem New Yorker Theater und trat dort auch ein Jahr später als Balletttänzer in der Operette Bitter Sweet auf, wenn auch ohne bei der Kritik besondere Eindrücke zu hinterlassen.

Nach einer Tournee durch die USA und Canada gründete Gustav Wally, gemeinsam mit dem Dänen Niels Wessel Bagge, die Tanztruppe Wally brothers. Wally kehrte nach Schweden zurück und, noch bevor seine Tanztruppe wirklich bekannt war, wurde er von Karl Gerhard entdeckt, was dazu führte, dass er in den 30er Jahren in mehreren Revuen Gerhards und Kar de Mummas auftrat. Mit dieser Erfahrung und guten Kritiken als Revuekünstler erhielt Wally dann 1937 einen sehr gut bezahlten Vertrag in Hollywood, allerdings ohne dann dort eine Filmrolle zu erhalten, was dazu führte, dass der Künstler bereits zwei Jahre später nach Stockholm zurückkehrte.

Von 1939 bis 1941 präsentierte Gustav Wally dann als Theaterdirektor des Södra Teatern in Stockholm mehrere Revuen und Operetten und setzte diese Tätigkeit von 1942 bis 1947 im Oscarsteatern fort. In dieser Zeit nahm Wally auch mehrere Schallplatten auf und wirkte in insgesamt neun Filmen mit. Diese Jahre in Stockholm waren die produktivsten Jahre Wallys, der eine enorme Energie an den Tag legen konnte. !947 entschied sich Wally plötzlich sich in New York niederzulassen um dort Schiffsreeder zu werden, auch wenn er das Theater dabei nicht ganz verließ, sondern auch an mehreren internationalen Produktionen von My Fair Lady beteiligt war. Bei einem Aufenthalt in Panama starb Gustav Wally am 3. März 1966 plötzlich an einem Herzinfarkt.


3. März 1538: Svante Sture heiratet Märta Eriksdotter Lejonhufvud
3. März 1770: Johan Wilhelm Palmstruch, vom Soldaten zum Künstler
3. März 1813: Die schwedische Kolonie Guadeloupe
3. März 1813: Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung
3. März 1844: Leonard Bygdén und die Universitätsbibliothek in Uppsala
3. März 1906: Artur Lundkvist auf der Suche nach einer neuen schwedischen Sprache
3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden
3. März 1956: Der schwedische Modedesigner Claes Bondelid
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 8. April 2017

Claes Malmberg, Schauspieler und Stand-Up-Comedian

Claes Malmberg kam am 8. April 1961 in Göteborg zur Welt und teilt sein berufliches Leben zwischen der Schauspielerei und der Stand-Up-Comedy, wobei er in beiden Bereichen einen großen Erfolg hat, zumindest seit seiner komischen Rolle Ronny Jönsson, in der man den Künstler ab 1988 im Rundfunk, Fernsehen und auf der Bühne finden konnte. Im Kontrast dazu bekennt sich Malmberg zum Buddhismus und einem sozialistischen Denken. Der Schauspieler und Komiker tritt auch aktiv für die Selbständigkeitsbewegung Tibets ein. Malmberg lebt zur Zeit in Stockholm und kann sich eine Rückkehr in die Provinzstadt Göteborg nicht vorstellen, da man dort nur über kumpelhafte Beziehungen etwas erreichen könne.

Nach dem ersten großen Erfolg als Ronny Jönsson wandte sich Claes Malmberg dann jedoch erst einmal der Stand-Up-Comedy zu, und ging mit Lennie Norman, einem Musiker und Stand-Up-Comedian, auf Tournee. Das Duo machte sich sehr schnell einen Namen und wurde dann für das Fernsehprogramm Måndagsklubben engagiert, wobei Malmberg in dieser Zeit auch parallel dazu in der TV-Satire Parlamentet zu sehen war. Es zeigte sich jedoch schnell, dass Claes Malmberg nicht ohne Film und Theaterbühne leben konnte. Seine erste bedeutende Rolle als Schauspieler war dann 1990 Thénardier in Les Miserables im Cirkus in Stockholm.

Für Claes Malmberg folgen dann zahlreiche weitere Auftritte, sowohl in ernsthaften, als auch in komischen Rollen, wobei er für die seine Rolle in der schwedischen Version des Broadway-Musicals Det våras för Hitler eine begehrte Goldmaske für die beste männliche Hauptrolle überreicht bekam. Malmberg zeigte ab den 90er Jahren seine volle künstlerische Breite, denn er stand nicht nur in bedeutenden Rollen auf der Bühne, sondern wirkte auch in den Astrid Lindgren Filmen mit und war in zahlreichen Unterhaltungsprogrammen im Fernsehen zu sehen. 2013 nahm er sogar, als Mitglied der Gruppe Ravaillasz an der schwedischen Vorausscheidung des Eurovison Song Contests teil. Seine bisher letzte große Rolle hatte Claes Malmberg in August Strindbergs Hemsöborna im Stadttheater in Stockholm.


8. April 1864: Die Karriere des schwedischen Schauspielers Oskar Textorius
8. April 1888: Die Sophiakirche in Jönköping wird eingeweiht
8. April 1931: Erik Axel Karlfeldt, der religiöse Dichter des 20. Jahrhunderts 
8. April 1931: Erik Axel Karlfeldt: Mit Poesie zum Nobelpreis der Literatur
8. April 1938: Der schwedische Einzelhandelgigant ICA
8. April 1956: M/S Gripsholm, von Schweden nach Amerika
8. April 1957: Sten Selander, vom Poeten zum Naturschützer Schwedens
8. April 1966: Mia Leche-Löfgren und die autobiographische Literatur Schwedens
8. April 1966: Die schwedische Pazifistin Mia Leche-Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 26. März 2017

Åke Grönberg, Schauspieler, Sänger und Regisseur

Åke Grönberg kam am 26. März 1914 als Sohn eines Schmiedes in ärmeren Verhältnissen in Stockholm zur Welt und hatte als Jugendlicher lediglich als Süßigkeitenverkäufer mit dem Kino Kontakt. Anschließend bildete sich Grönberg zum Schmied aus, aber da ihm der Beruf wenig sagte, wechselte er er mehrmals die berufliche Richtung. Seine wirkliche Karriere begann dann Anfang der 30er Jahre als Statist im Dramaten, denn während dieser Zeit entdeckte man sein Talent als Unterhalter, Schauspieler und Sänger. Schon 1936 arbeitete Grönberg dann an der Freilichtbühne im Skansen und in den Folgejahren zog er mit Theatergesellschaften durch Schweden.

Noch während der 30er Jahre entschied sich Åke Grönberg für eine sehr breite Aktivität, denn neben dem unterhaltenden Theater spielte er in Revuen und nahm die ersten Schallplatten auf, unter anderem mit den Erfolgshit Den gamla dansbanan. Innerhalb von nur zehn Jahren war Grönberg in ganz Schweden bekannt und trat auf den größten Bühnen des Landes auf. Insgesamt nahm Grönberg rund 300 Schallplatten auf, und auch auf der Theaterbühne überzeugte er mit einem extrem breiten Repertoire, das von einem Zirkusartisten und Landstreicher bis zu einer Rolle in August Strindbergs Fröken Julie reichte.

Åke Grönberg, der ohne jede Ausbildung zum Schauspiel gekommen war, hatte 1936 in Anders Henriksons 65, 66 och jag auch seine erste Filmrolle, der knapp 90 weitere Filmrollen folgen sollten, unter anderem in Paradis Oskar, der ersten Filmversion von Astrid Lindgrens Luffaren und Rasmus und in Ingmar Bergmans Gycklarnas afton. Gegen Ende seiner Karriere kehrte Grönberg mehr und mehr zum Theater zurück und ging dabei vom Lustspiel auf ernstere Rollen über, insbesondere im Dramaten und im Stadttheater in Stockholm. Åke Grönberg starb am 15. September 1969 im Alter von 55 Jahren an einem Herzinfarkt.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 1963: Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 21. Februar 2017

Der Schauspieler und Regisseur Ivar Kåge

Ivar Kåge kam am 21. Februar 1882 als Sohn eines Großhändlers unter dem Namen Ivar Nilsson in Stockholm zur Welt und entschied sich sehr früh für eine Karriere im Theater. Bereits im ersten Jahr als Schüler im Dramaten hatte Kåge in August Strindbergs Carl XII. eine erste kleinere Nebenrolle. Während seiner Ausbildung von 1902 bis 1906 hatte der Schauspieler dann mehrere bedeutendere Rollen und stand, unter anderem, auch mit Harriet Bosse auf der Bühne. Sein erstes festes Engagement erhielt Kåge dann unmittelbar nach seiner Ausbildung am Stora Teatern in Göteborg.

Bereits nach einem Jahr in Göteborg wurde Ivar Kåge von Albert Ranft entdeckt und stand für diesen mehrere Jahre lang auf den Bühnen Stockholms, wobei er dort insbesondere die Rolle eines Liebhabers oder eines Helden spielte. Insbesondere die Rolle eines Liebhaber war Kåge über Jahre hinweg vorbestimmt. Im Jahr 1912 kehrte Kåge jedoch an das Dramaten zurück, dem er bis 1943 treu bleiben sollte, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Schauspieler am Dramaten die Möglichkeiten hatten auf der Bühne und im Film gleichzeitig zu arbeiten.

Ivar Kåge gehört zu jenen Schauspielern, die Film und Theater ab 1912 auf hervorragende Weise verbinden konnten und in beiden Bereichen großen Erfolg hatten, denn während Kåge im Dramaten ab den 20er Jahren einer der bedeutendsten Charakterschauspieler wurde, stand er bereits 1912 im Stimmfilm Trädgårdsmästaren unter Victor Sjöström vor der Kamera. Nach vier Stummfilmen kam für Kåge, der am 2. April 1951 in Stockholm starb, der Tonfilm. Der Schauspieler wirkte in über 50 Filmen
mit, teilsweise auch als Regisseur, ohne jedoch im Film eine bestimmte Richtung zu gehen, denn er spielte in diesen Jahren jede Art von Rolle. Neben seiner Tätigkeit im Film und auf der Bühne war Ivar Kåge auch über viele Jahre hinweg die Person, die am meisten Gedichte im Radio vortrug und vorlas.

21. Februar 1527: Der schwedische Revolutionär Knut Mikaelsson
21. Februar 1745: Der schwedische Architekt Olof Tempelman
21. Februar 1808: Der Finnische Krieg beginnt 1808 in Abborrfors (Ahvenkoski)
21. Februar 1861: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen
21. Februar 1907: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström
21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren
21. Februar 1976: Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Januar 2017

Der Schauspieler und Regisseur Weyler Hildebrand

Weyler Hildebrand kam am 4. Januar 1890 als Sohn eines Steinbildhauers in Västervik zur Welt, wuchs jedoch überwiegend in Mörtfors im Småland auf. Im Alter von 17 Jahren zog Hildebrand nach Stockholm und arbeitete in den unterschiedlichsten Berufen. Allerdings bleibt die Zeit zwischen 1907 und 1911 etwas im Dunkeln, da alle Angaben über seine Tätigkeiten von Hildebrand selbst stammen und nicht überprüft werden können. Seinen Weg fand Hildebrand dann im Jahre 1911, als er zu einer Theatergesellschaft stieß die einen Sänger suchte und in Hildebrand fündig wurde.

Ab 1911 wurde die Bühne die Heimat für Weyler Hildebrand, wobei er sich in den Folgejahren verschiedenen reisenden Theatergesellschaften anschloss, ohne sich jedoch auf eine bestimmten Bereich festzulegen, denn Hildebrand arbeitete sowohl als Schauspieler, als auch als Sänger von Volksweisen und trat selbst in La Traviata als Opernsänger auf. Diese sehr unterschiedlichen Engagements führten dazu dass Hildebrand eine breite Erfahrung erwarb, die ihm bei seiner späteren Rolle als Autor von Filmmanuskripten und als Regisseur eine große Hilfe sein sollten.

Diese Vielfältigkeit verhalf Weyler Hildebrand 1924 auch zum Eintritt in die Filmwelt, als er von der Svensk Filmindustri entdeckt wurde, zu Beginn als Schauspieler für die Rollen des Bösewicht, einige Jahre später dann auch als Regisseur. Während seiner Zeit als Regisseur bei der Svensk Filmindustri verwirklichte Hildebrand insgesamt 24 Filme, die eine ebenso breite Vielfalt zeigen wie seine Tätigkeit als Schauspieler. Dass Hildebrand trotz seiner intensiven Arbeit als Regisseur in diesem Bereich nicht voll anerkannt wird, liegt daran, dass Hildebrand, der am 17. November 1944 in Solna starb, sehr oft von der Kritik wegen seiner sehr volkstümlichen Werke kritisiert wurde, die zwar viele Besucher anlockten, jedoch nur selten eine Tiefe zeigten.


4. Januar 1793: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
4. Januar 1911: Die ersten Postautos kommen nach Schweden 
4. Januar 1918: Schweden erkennt Finnland als unabhängigen Staat an 
4. Januar 1919: Der nordschwedische Norrländska Socialdemokraten
4. Januar 1960: Die Freihandelszone EFTA und die Stockholmer Konvention 
4. Januar 2008: Stig Claesson, der unbekannte Schriftsteller Schwedens
4. Januar 2013: Die feministische Literaturwissenschaftlerin Birgitta Svanberg
4. Januar 2014: Die Gründung der Christlichen Wertepartei KV 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 26. Dezember 2016

Der Schauspieler und Regisseur John W. Brunius

John W. Brunius kam am 26. Dezember 1884 als Sohn eines Schuldirektors und Schriftstellers in Stockholm zur Welt und besuchte von 1899 bis 1901 die Tekniska Skolan, heute Konstfack, in der schwedischen Hauptstadt.  Bevor Brunius dann ein Jahr später an der Schauspielschule des Dramaten aufgenommen wurde, arbeitete er in einem Architekturbüro und zeichnete Baupläne. Nach Studienreisen in mehrere europäische Zentralen wurde Brunius 1905 dann am Dramaten angestellt, wo er jedoch nur zwei Jahre lang blieb, da der Schauspieler von Albert Ranft entdeckt wurde, der ihn 1907 für das Svenska Teatern verpflichtete.

Am Svenska Teatern hatte John W. Brunius zu Beginn vor allem die Rollen leichtsinniger junger Männer, die er erst nach einigen Jahren gegen Charakterrollen wechselte, die der Schauspieler weitaus besser ausdrücken konnte. In diesen Jahren war Brunius auch mit Pauline Brunius verheiratet, die ebenfalls am Svenska Teatern arbeitete. Als das Svenska Teatern 1925 abbrannte, entschied sich das Ehepaar, gemeinsam mit Gösta Ekman, das Oscarsteatern zu übernehmen. Mit dem Ende der Ehe im Jahre 1935 arbeitete Brunius noch einige Zeit für das Reichstheater und das Göteborger Stadttheater, widmete sich jedoch mehr dem Film, den er bereits am 16. Dezember 1937 nach seinem frühen Tod und seiner Höhe als Filmregisseur verließ.

Als 1018 die Filmindustri AB Skandia gebildet wurde, heute die Svensk Filmindustri, gegründet wurde, wurde John W. Brunius dort, parallel zu seiner Theaterkarriere, unmittelbar als verantwortlicher Regisseur beschäftigt, was zum Stummfilm Mästarkatten i stövlar führte, der Verfilmung eines Theaterstücks, das der Regisseur selbst geschrieben hatte und dem Brunius auch selbst mitspielte. Die Filmgesellschaft setzte wenig später vor allem auf literarische Verfilmungen, die mit "Johan Ulfstjerna" Brunius die höchste Anerkennung fand, auch wenn der Regisseur anschließend auch für die historischen Filmdramen "Karl XII." und "Gustav Vasa" verantwortlich war, die zwar einen großen Erfolg hatten, jedoch mehr wegen ihrer monumentalen Hollywoodart Aufmerksamkeit erregten als wegen der große Leistung von John W. Brunius als Regisseur.


26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der liebestolle König Schwedens
26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der Frauenheld unter den Königen
26. Dezember 1795: Johan Albrecht Pripp und die legendären Pripps Brauereien
26. Dezember 1849: Der schwedische Schriftsteller Samuel Johan Hedborn 
26. Dezember 1925: Die Uppståndelsekapellet im Stockholmer Waldfriedhof
26. Dezember 1965: Der Film Att angöra en brygga von Hasse und Tage

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 1. September 2016

Der Schauspieler und Künstler Ulrik Torsslow

Als Ulrik Torsslow am 1. September 1881 in Stockholm starb, ging er nicht nur als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Zeit in die Geschichte ein, sondern er hatte auch zwei Schauspielerstreiks im Dramaten seinen Namen gegeben und damit eine bedeutende Leistung für die gerechtere Bezahlung der Schauspieler erbracht und das königliche Theatermonopol angefochten. Sein Ruf als Schauspieler, später auch als Theaterdirektor, überschatten seine Leistungen als Porträtmaler, wobei eines seiner Selbstporträts sogar im Nordiska Museet zu finden ist.

Ulrik Torsslow kam am 18. Dezember 1801 als Sohn eines Reichsbankangestellten in Stockholm zur Welt und wurde im Alter von 15 Jahren an der Schauspielschule des Dramaten aufgenommen. Nach drei Jahren überzeugte er mit seinen Leistungen so stark, dass er bereits mit 18 Jahren Hamlet spielen durfte, und dies auf eine Weise meisterte dass zahlreiche weitere Hauptrollen auf den Schauspieler warteten. Erst 1834 sollte Torsslow das Dramaten verlassen um erst eine eigene Theatertruppe zu gründen, und später am Djurgårdsteatern zu spielen, dem Theater, das er dann auch als Direktor übernahm. Die Ursache, warum Torsslow das Dramaten 1834 verließ, ist nicht ganz klar, denn zum einen hatte er in diesem Jahr einen Unfall, der ihm vorübergehend die Auftritte unmöglich machte, zum anderen findet man den Hinweis dass er nach dem zweiten Streik am Dramaten, den ebenfallsTorsslow führte, gekündigt wurde.

Ulrik Torsslow organisierte 1827 den ersten Streik am Dramaten um die Reformen des damaligen Direktors Karl Johan Puke zu stoppen, der den Schauspielern nur noch einen sehr geringen festen Lohn bezahlen und ihnen die Anteile an den Einnahmen streichen wollte, obwohl es nur diese Anteile waren, die den meisten Schauspielern das Überleben garantierten. Hinzu kam, dass Puke sehr eifrig Strafmaßnahmen, den Arrest in den Logen, praktizierte. Die Reform konnte durch den Streik gestoppt werden, nicht jedoch der Arrest für männliche Schauspieler, weswegen es 1834 zu einem zweiten von Torsslow geführten Streik kam, der auch das königliche Theatermonopol beenden sollte, was jedoch erst 1842 tatsächlich geschah.


1. September 1145: Die Kathedrale in Lund wird eingeweiht
1. September 1524: Der Malmö recess, das Ende des Befreiungskrieges 
1. September 1526: Katarina Jagellonica, Königin von Schweden
1. September 1625: Ein Großbrand in Stockholm ändert die Stadtplanung
1. September 1736: Schweden und Sveriges rikes lag, Grundlagen der Gesetze
1. September 1882: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm
1. September 1913: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen
1. September 1958: Keith Cederholm und der Aufreißermord in Malmö
1. September 1971: Gunnel Linde und der Kinderhilfsverein BRIS
1. September 1977: Umweltskandal in Skåne

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Samstag, 7. Mai 2016

Der Schauspieler und Theaterdirektor Torsten Hammarén

Torsten Hammarén wurde am 7. Mai 1884 als Sohn eines Großhändlers in Stockholm geboren und machte nach seiner Hochschulreife im Jahre 1904 eine Schauspielausbildung unter Signe Hebbe und Hedvig Winterhjelm. Drei Jahre später kam eine einjährige Anstellung im Dramaten in Stockholm, zwei Jahre in kleineren Theatern und von 1910 bis 1912 im Intima Teatern, das August Strindberg gegründet hatte. Auch wenn sich der Traum Hammaréns, fest am Dramaten beschäftigt zu werden, nicht erfüllte, so wurde er, auf Grund seiner Leistung und seiner Fähigkeit komische Charakterrollen zu beherrschen, von Albert Ranft an das Svenska Teatern gebunden, wo ihn Ranft bald auch zusätzlich zum Regisseur machte.

Im Jahre 1923 wurde Torsten Hammarén als Regisseur und Theaterdirektor an das Stadttheater Helsingborg gerufen, in Begleitung der künstlerischen Beraterin Gerda Lundequist. Gemeinsam gelang es den beiden das Theater aus den finanziellen und künstlerischen Tiefen zu wecken und durch die Wahl von modernen Schauspielen, dem Stadttheater Helsingborg eine Glanzzeit zu bieten. Nach nur drei Jahren entschied sich Hammarén dann jedoch nach Göteborg zu gehen, erst an das Lorensbergsteatern und anschließend an das Stadttheater Göteborg, wo er bis 1950 Theaterdirektor war und von 1950 bis 1954, nach seinem Abschied als Direktor, noch als Regisseur arbeitete.

Torsten Hammarén hatte nicht nur ein Gefühl für die Strömungen im Theater, sondern war sich auch der politischen Rolle eines Theaterdirektors bewusst, denn während des Zweiten Weltkriegs ließ er in Göteborg deutliche antifaschistische Stücke aufführen, die Göteborg während dieser Zeit eine Spitzenstellung des nordischen Theaters einbrachten, wobei er in diesem Bereich auch die experimentelle Dramatik nicht außer Acht ließ.  Als Schauspieler unter ihm zu arbeiten war indes kein Vergnügen, denn die Demokratie war ab dem Foyer des Theaters zu Ende. Gegenüber den Autoren der Stücke und den Schauspielern war Hammarén ein Despot, der keinerlei Kritik zuließ und nur extrem selten von einem Schauspieler meinte, dass er das auf der Bühne ausdrückte, was er selbst als Ideal der Schauspielkunst sah.


7. Mai 1697: Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder
7. Mai 1840: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
7. Mai 1856: Die Erweckungsbewegung innerhalb der Svenska Kyrkan
7. Mai 1916: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
7. Mai 2001: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
7. Mai 2013: Die Swedish Music Hall of Fame in Stockholm 

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Sonntag, 6. März 2016

Der Schauspieler und Theaterdirektor Gösta Cederlund

Gösta Cederlund kam am 6. März 1888 als Gustaf Cederlund zur Welt und unternahm von 1904 bis 1907 Handelsstudien im deutschen Dresden um eine Karriere als Kaufmann einzuleiten. Als Cederlund jedoch nach seiner Ausbildung nach Schweden zurückkam, wollte er vom Handel nicht mehr viel wissen, sondern er wollte seinen Traum vom Theater verwirklichen. Hier kam Cederlund das Glück zu Hilfe, denn während seiner Ausbildung studierte er Ibsens Samfundets stötter, und als das Svenska Teater in Stockholm im Jahre 1908 einen Ersatz in diesem Stück suchte, wurde Cederlund akzeptiert und seine Theaterkarriere war gesichert.

Der Schauspieler Gösta Cederlund blieb dem Svenska Teater neun Jahre lang treu, bevor er zum Lorensbergsteatern in Göteborg wechselt, wo er 1925 auch zum Direktor ernannt wurde. Im folgenden Jahr ging Cederström als Direktor ans das Stadttheater in Helsingborg, wo er jedoch nur drei Jahre lang blieb um schließlich das Gröna Lund Teater in Stockholm zu leiten. Parallel zu seiner Aufgabe als Theaterdirektor, stand Cederlund nicht nur im Theater auf der Bühne, sondern nahm auch seine ersten Filmrollen an und begann im Radio zu arbeiten. Seine ersten Schritte im Film machte der Schauspieler im Jahre 1917 in Tösen från Stormyrtorpet unter Victor Sjöström.

Auch wenn sich Gösta Cederlund vor allem im Theater wohl fühlte und im Film nur als Schauspieler arbeiten wollte, sollte sich dies 1941 ändern, denn der Bedarf an schwedischen Filmen war enorm und jeder erfahrene und anerkannte Schauspieler wurde von der Filmindustrie geworben. Zwischen 1941 und 1945 realisierte Cederlund daher sieben Filme, die zwar alle die Kassen füllten, aber weder den Schauspieler, Theaterdirektor und Regisseur erfüllten, noch irgendeine Rolle innerhalb der schwedischen Filmgeschichte spielen. Cederlund sah dies wohl selbst ein und kehrte 1945 ganz zur Welt des Theaters zurück.


6. März 1808: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. März 1823: Gustaf Ljunggren und die klassische Literatur Schwedens
6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1943: Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste
6. März 1988: Die schwedische Sängerin Agnes Carlsson 

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Montag, 15. Februar 2016

Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor

Als Hasse Ekman am 15. Februar 2004 im Krankenhaus im spanischen Marbella starb, ging er als einer der produktivsten Regisseure und Schauspieler in die schwedische Geschichte ein, denn er führte bei 41 Filmen Regie und stand für 51 Filme vor der Kamera. Hasse Ekman ist sowohl im Theater als auch der Filmwelt bis heute eine Symbolfigur der 40er und 50er Jahre, was oft auch damit verbunden wird, dass Ekman für einige seiner Filme das Manuskript schrieb, die Regie führte und auch noch die Hauptrolle spielte, was in der schwedischen Filmgeschichte geradezu als einmalig betrachtet werden kann.

Hasse Ekman war am 10. September 1915 unter dem Namen Hans Ekman als Sohn des legendären Schauspielers und Theaterdirektors Gösta Ekman in Stockholm zur Welt gekommen und hatte sich mit 17 Jahren dazu entschieden eine wichtige Rolle im schwedischen Film zu spielen. Mit 20 Jahren ging er nach Hollywood um dort Film zu studieren. Als Ekman ein Jahr später nach Schweden zurückkehrte, erhielt er unmittelbar seine erste Nebenrolle im Film und stand neben seinem Vater und Ingrid Bergman bei Intermezzo vor der Kamera, gleitet vom Regisseur Gustaf Molander.

Es sollten nur vier Jahre vergehen bis Hasse Ekman seinen ersten eigenen Film Med dej i mina armar präsentierte. Allerdings war Ekman nicht nur im Film aktiv, sondern führte auch im Theater Regie, dem er sich ab den 60er Jahren mehr und mehr zuwandte, da er sich im damals modernen Film nicht mehr wohl fühlte. 1964 zog sich Ekman dann ganz von der Filmwelt zurück und führte nur noch gelegentlich Regie am Theater. Auch privat änderte sich in dieser Zeit das Leben des Regisseurs, Schauspielers und Filmers, denn er verkaufte seine gesamte Kunstsammlung um sich ein Leben in Marbella aufbauen zu können.

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Freitag, 5. Februar 2016

Der Komiker und Schriftsteller Tage Danielsson

Tage Danielsson wurde am 5. Februar 1928 als Sohn eines Busfahrers in Linköping geboren und verbrachte seine Kindheit überwiegend im dortigen Folkets Park (Volkspark), da seine Mutter dort in einem Kiosk arbeitete. Danielsson half bei allen möglichen Arbeiten die dort anfielen, machte dabei jedoch auch Bekanntschaft mit dem Theater, das eine feste Einrichtung im Volkspark war. Seine eigenen Theaterversuche erstreckten sich in jener Zeit jedoch vor allem auf die Hintergrundarbeit, da er sich aus Lampenfieber dem Publikum nicht stellen wollte.

Da sich Tage Danielsson in der Schule als überdurchschnittlich begabt zeigte, überzeugten die Lehrer seine Eltern ihn auf das Gymnasium zu schicken. Nach seiner Hochschulreife im Jahre 1958 schrieb sich Danielsson dann an der Universität Uppsala ein. Allerdings interessierte er sich hier mehr für die humoristischen studentischen Aufführungen als das Studium. Hier stand Danielsson nicht nur auf der Bühne, sondern er schrieb auch kurze Stücke und führte bei mehreren Aufführungen Regie, was ihn geradezu zu einer kulturellen Kultfigur an der Universität machte.

Nach Ende seines Studiums begann Tage Danielsson beim Staatsfunk Sveriges Radio zu arbeiten und überzeugte die Hörer vor allem mit seinem Humor und seinem Einfallsreichtum. In dieser Zeit lernte Danielsson auch Hans Alfredson kennen, und bald darauf entstand das Duo Hasseåtage, das sich, unter anderem, mit der Revue Gula Hund und dem Film Att angöra en brygga, in ganz Schweden bekannt machten. In dieser Zeit schrieb Tage Danielsson nicht nur Filmmanuskripte, sondern er entwickelte sich auch zu einem beliebten Autor. Auf der Höhe seiner Karriere starb Danielsson dann jedoch am 13. Oktober 1985, im Alter von 57 Jahren, an Hautkrebs.

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Montag, 11. Januar 2016

Der schwedische Schauspieler Sven Wollter

Sven Wollter kam am 11. Januar 1934 als Sohn eines Journalisten in Göteborg zur Welt und entschied sich bereits als Jugendlicher für eine Karriere als Schauspieler, denn mit 19 Jahren begann Wollter eine vierjährige Schauspielausbildung am Göteborger Stadttheater um jedoch anschließend erst an mehreren verschiedenen Theatern Schwedens engagiert zu werden. Erst 1967 kehrte Wollter dann an das Stadttheater in Göteborg zurück um diesem bis 1983 treu zu bleiben. Nach einigen Jahren im Volkstheater in Gävleborg wechselte Wollter 1986 letztendlich zum Stadttheater Stockholm.

Bekannt wurde Sven Wollter 1976 in einer Hauptrolle der Fernsehserie Raskens, die auf den gleichnamigen Roman von Vilhelm Moberg baute und zeitweise bis zu fünf Millionen Schweden vor den Bildschirm zog. Es folgten mehrere sehr erfolgreiche Filme, zumal Wollter in der Lage war sich in jede Rolle zu versetzen und als dementer Komponist Martin ebenso überzeugte als als Kommissar Van Veeteren. Auch wenn Wollter auch auf der Bühne ein bedeutendes Publikum anziehen konnte, so verdankt er seine Bekanntheit vor allem seinen Filmrollen.

Sven Wollter, der trotz seiner 88 Jahre, bis heute aktiv ist, war jedoch nicht nur auf der Bühne, im Film und auch als Radiomoderator aktiv, sondern bereits 1989 gab er eine LP mit Liedern von Leonard Cohen und Tom Waits heraus, und 2009 folgte ein weiteres Album, dieses Mal mit ausschließlich politischen Texten von Dan Berglund, Bertolt Brecht und Joe Hill, die auch der politischen Überzeugung des Schauspielers entsprechen, der sich sein ganzes Leben lang extrem links einstufte und als überzeugter Pazifist gilt. Wollter gehört jedoch zu den wenigen Schauspielern Schwedens, dem diese extreme persönliche Einstellung beruflich keinerlei Nachteile brachte.

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Sonntag, 13. Dezember 2015

Der Schauspieler und Theaterdirektor Pierre Deland

Pierre Deland kam am 13. Dezember 1805 als Sohn eines Violinisten in Stockholm zur Welt und arbeitete erst als Buchhalter, wurde Unteroffizier und entdeckte 1822 das Theater, denn gemeinsam mit seinen Brüdern Lars Mauritz und Fredrik schloss er sich in diesem Jahr Kristoffer Svanbergs reisender Theatergesellschaft an. Ohne jede Ausbildung im Schauspiel lernte Deland sehr schnell die Bühne zu erobern und das Publikum zu begeistern, trotz seiner Überheblichkeit und der negativen Einstellung, die er zu seinen Kollegen hatte.

Bereits 1833 übernahm dann der Schauspieler Pierre Deland die Theatergesellschaft, die vor allem in kleineren Orten und sehr viel in Finnland unterwegs war, da dort um diese Zeit keine festen Theater existierten und die von ihm gewählten französischen Komödien dort nahezu unbekannt waren. Obwohl es nicht leicht war unter Deland zu arbeiten, da dieser weder im Privatleben noch beim Schauspiel den Begriff Toleranz kannte, konnte er die besten Schauspieler jener Zeit in seine Truppe locken und halten, da sein Theater Erfolg hatte.

Einer der Gründe für den Erfolg von Pierre Deland war, dass er seinen Schauspielern ein möglichst normales Sprechen auf der Bühne beibrachte und diese sich dadurch dem Publikum näherten. Deland begnügte sich jedoch nicht damit das schwedische Theater zu erneuern und natürlicher zu gestalten, sondern er gründete auch einige feste Theater, zum Beispiel in Uppsala und auf Åland. Eine andere Errungenschaft Delands, der am 13. November 1862 starb, war die Gründung einer Pensionskasse für Künstler, was viele Schauspieler und Musiker von der extremen Altersarmut rettete.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa
13. Dezember 1621: Katarina Stenbock und der schwedische König Gustav Vasa
13. Dezember 1638: Katarina Vasa und der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
13. Dezember 1810: Das Karolinska Institut in Solna bei Stockholm
13. Dezember 1881: Anders Österling, der Landschaftsdichter Skånes
13. Dezember 1927: Lucientag und Lucienfest in Schweden
13. Dezember 1939: Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

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