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Dienstag, 22. Dezember 2015

Der schwedische Künstler Bengt Erland Fogelberg

Bengt Erland Fogelberg starb am 22. Dezember 1854 in Triest in Italien, dem Land, das er als seine Wahlheimat gewählt hatte, obwohl er kaum Berührungspunkte mit er Künstlerkolonie in Rom hatte und seine bedeutendsten Kunstwerke in Schweden zu finden sind. Fogelberg galt als zurückgezogener Einzelgänger in der Kunst, dem es jedoch gelungen war das griechische und römische Kunstideal mit der nordischen Mythologie zu verknüpfen, was sich sehr deutlich bei seinen Skulpturen der nordischen Götter zeigt, die in den größten Museen Schwedens zu finden sind.

Bengt Erland Fogelberg war am 8. August 1786 in Göteborg als Sohn eines Messinggießers zur Welt gekommen und schrieb sich 1804 in der Kunstakademie in Stockholm ein. Nach einem Jahr erwarb er dort den Gesellenbrief als Ziselierer. In der Zwischenzeit fühlte sich Fogelberg jedoch bereits mehr von der Skulptur angezogen und setzte daher sei Studium in diesem Bereich weitere sechs Jahre fort, wobei er in dieser Zeit dreimal hintereinander den Preis für den besten Nachwuchskünstler gewann und sich bereits den Ruf eines überragenden Künstlers gemacht hatte.

Im Jahre 1819 erhielt Bengt Erland Fogelberg von der Kunstakademie ein Reisestipendium das ihn erst nach Paris und, zwei Jahre später, nach Rom führte. Auch wenn sich Fogelberg nun ganz der italienischen Skulpturlehre zuwandte, so waren seine Hauptthemen bis zum Ende seines Lebens mit der nordischen Mythologie verknüpft. Zu seinen Auftragsarbeiten innerhalb der Monumentalskulptur gehörten allerdings auch Statuen von Karl XIII., Birger Jarl, Karl XIV. Johan und natürlich Gustav II. Adolf, wobei allerdings die Statue des letzteren bei einem Schiffbruch versank, dann in Bremen landete und für Göteborg eine neue Statue gegossen werden musste.


22. Dezember 1775: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum Verleger
22. Dezember 1878: Carl Wilhelm Böttiger, der wissenschaftliche Lyriker Schwedens
22. Dezember 1952: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
22. Dezember 1957: Der schwedisch Schwergewichtsboxer Anders Eklund
22. Dezember 1984: Jonas Erik Altberg, bekannt als Basshunter
22. Dezember 1998: Brandattentat auf das Stockholmer Kaufhaus PUB

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. August 2015

Die zweifelhafte Gründung von Stockholm

Da Birger Jarl und Erzbischof Jarler am 19. August 1252 ihre Sigel unter ein Dokument setzten, das eindeutig und erstmals den Namen Stockholm enthielt, gilt dieses Datum als das Gründungsdatum der schwedischen Hauptstadt, obwohl man die Rolle Stockholms jener Tage nicht kennt und kein Dokument vorliegt nach dem Stockholm damals bereits die Stadtrechte besaß oder erhielt. Als daher Stockholm im 2002 sein 750-jähriges Jubiläum feierte, tauchte auch die Frage wieder auf ob die Stadt nicht bereits weitaus älter sei.

In der Tat schrieb Olaus Petri im 16. Jahrhundert in seiner Chronik, die hinsichtlich der Gründung Stockholms auf die Erikskrönikan des 14. Jahrhunderts zurückgreift, dass Sigtuna, die größte und einzige schwedische Stadt des 12. Jahrhunderts, im Jahre 1187 überfallen und abgebrannt wurde. Es ist daher gut möglich, dass nach diesem Ereignis der Platz für eine neue und gut zu befestigende Stadt gesucht wurde. Da die Umgebung Stockholms wiederum der einzige Ort wer, der einen Zugang zum Mälaren bot und strategisch daher von höchstem Interesse war, liegt auch der Gedanke nahe, dass man nach der Zerstörung Sigtunas an den Bau der heutigen schwedische Hauptstadt ging.

Zu bedenken ist dabei auch, dass zwar die Umgebung Stockholms bereits zur Steinzeit bewohnt wurde, jedoch Stockholm, auf Grund der Landhebung, erst gegen 900 ständig bewohnt werden konnte, zumindest teilweise. Wenn man wiederum nach einem Privilegienbrief sucht, der Stockholm als Stadt bestätigt, so muss man bis zum 1. Mai 1436 warten, denn erst dann wurde dieser vom Reichsrat ausgefertigt. Heute nimmt man dieses Datum jedoch nicht als Gründungsdatum Stockholms, sondern geht davon aus, dass damit die Vorherrschaft Stockholms befestigt wurde und diese damit zur Hauptstadt des Landes wurde. Auch dies lässt sich natürlich diskutieren, denn Gustav Vasa, der „Gründer“ des schwedischen Großreiches, zog erst am 24. Juni 1523 in Stockholm ein .


19 August 1745: Johan Gottlieb Gahn, der uneigennützige Chemiker Schwedens
19. August 1772: Schwedischer Staatsstreich mit großen Folgen
19. August 1808: Henrik af Chapman macht den Schiffsbau zur Wissenschaft
19. August 1826: Lars von Engeström, der erste Außenminister Schwedens
19. August 1922: Das Schlosstheater Drottningholm auf Lovön im Mälaren
19. August 1936: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 15. Juli 2012

Der schwedische Kreuzzug ins russische Reich

Der 15. Juli 1240 war einer der verhängnisvollen Tage in der Geschichte der schwedischen Kreuzzüge, zumindest wenn man den russischen Quellen vollen Glauben schenkt, denn in der schwedischen Geschichte findet man zwar Hinweise zu diesem Kreuzzug ins russische Reich, aber von der Schlacht bei Neva berichtete nur Alexander von Nowgorod ausführlich, der spätere Heilige Alexander Newski, einer der größten russischen Nationalhelden um den zahlreiche Legenden aufgebaut wurden.

Als Birger jarl diesen Kreuzzug nach Russland plante, hatte er eben erst die Tavaster in Finnland besiegt und zum rechten Glauben gebracht, so dass er davon überzeugt war, dass ihm Gott nun auch gegen die russischen Barbaren helfen würde, zumal er der Meinung war, dass die Mehrheit des russischen Heeres in der Mongolei beschäftigt sei und er daher bei seinem Zug gegen Nowgorod auf keinen bedeutenden Widerstand stoßen würde. Die Mündung der Newa zu dominieren sollte ihm dabei gleichzeitig dazu dienen den gesamten Ostseeraum zu beherrschen.

Über den verhängnisvollen 15. Juli gehen dann die schwedische und russische Versionen jedoch etwas auseinander, denn nach Alexander von Nowgorod soll Birger jarl bei den Kämpfen verletzt worden sein und die Schweden geradezu in Panik die Flucht ergriffen haben, während nach schwedischen Quellen Birger jarl sich zu jener Zeit gar nicht an der Front aufhalten konnte, sondern der Bischof Thomas von Åbo den Kreuzzug leitete. Sicher ist jedoch, dass sich die schwedischen Truppen zurückziehen mussten und das russische Reich bei diesem Kreuzzug nicht zum christlichen Glauben fand.


15. Juli 1949: Carl Bildt, diplomatischer Außenminister Schwedens
15. Juli 2008: Der Streik der Busfahrer, nur ein halber Erfolg 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 26. Dezember 2011

Valdemar Birgersson, der Frauenheld unter den Königen

Valdemar Birgersson starb am 26. Dezember 1302 als Gefangener im Nyköpingshus. Bereits im Jahre 1250, im Alter von nur elf Jahren, war Valdemar Birgersson in der Linköpings Domkyrka zum König gekrönt worden. Allerdings hatte dies zur Folge, dass die tatsächliche Regierung in der Hand von Birger jarl, seinem Vormund, lag. Erst als Birger jarl dann 1266 verstarb, konnte Valdemar Birgersson die Herrschaft über Schweden übernehmen, wenn auch nur für neun Jahre.

Während der Herrschaft von Birger jarl und Valdemar Birgersson entwickelte sich Schweden kaum, auch wenn beide mit bestimmten Attributen in die Geschichte eingingen. Birger jarl schuf - für seine Zeit - mit den Edsöre, den Eidesschwüren, ein Friedensrecht, das den hemfrieden, den kyrkofriden, den tingsfriden und den kvinnofriden regelte, was man als erste juristische Gesellschaftsordnung Schwedens bezeichnen kann, in der auch Frauen ein gewisses Recht erhielten. Valdemar Birgersson hingegen ging als Frauenheld mit unzähligen Liebesaffären, und unehelichen Kindern, in die Geschichte ein. Seine Ausschreitungen waren so bedeutend, dass er im Jahre 1274 selbst eine Pilgerfahrt nach Rom leisten musste um Vergebung zu erhalten.

Als Valdemar Birgersson aus Rom zurückkehrte, brach der Erbzwist mit seinem Bruder Erik wieder aus, der letztendlich dazu führte, dass Valdemar mit seiner Ehefau, Sofia Eriksdotter av Danmark, nach Norwegen fliehen musste. Als Valdemar Birgersson dann mit einem Heer nach Schweden zurückkehrte um die Macht wieder zu übernehmen, wurde er gefangen genommen und sein Bruder, Magnus Ladulås, wurde zum König Schwedens gewählt. Selbst nach seiner Freilassung versuchte Valdemar mehrmals wieder an die Macht zu gelangen, was jedoch dazu führte, dass er, offiziell zumindest, wegen seinem lockeren Lebenswandel im Nyköpingshus eingekerkert wurde, wo er dann 1302 starb.

26. Dezember 1925: Die Uppståndelsekapellet im Stockholmer Waldfriedhof
26. Dezember 1965: Der Film Att angöra en brygga von Hasse und Tage

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Mai 2011

Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder

Am 7. Mai 1697 brannte das königliche Schloss Tre Kronor bis auf eine einzige Mauer nieder, ein Schloss, das bereits im 13.Jahrhundert von Birger Jarl als Burg und Festung erbaut und 1521 von Gustav Vasa zu einem vernehmen Schloss ausgebaut wurde. Nach dem Brand wurde der Architekt Nicodemus Tessin unmittelbar damit beauftragt an der gleichen Stelle ein neues Schloss zu bauen, das heutige Stockholmer königliche Schloss.

Der Brand im Jahre 1697 zerstörte jedoch nicht nur das königliche Schloss, sondern auch nahezu alle Bücher und Dokumente, die im Schloss verwahrt waren. Von den nahezu 25. 000 Büchern und 1400 Manuskripten, die sich im Schloss befanden, konnten gerade einmal 6000 Bücher und 300 Manuskripte gerettet werden, was ein immenser Verlust für die Geschichte Schwedens bedeutet.

Der Brand konnte sich deshalb so schnell im Schloss ausbreiten, weil das Feuer den Weg zur Löscheinrichtung abschnitt, weil die Kupferdächer die Wärme leiteten und damit das Gebälk anzünden und weil der Verantwortliche seine Diener privat einsetze und sie daher nicht in der Nähe waren als der Brand ausbrach. Sven Lindberg, der Brandmeister des Schlosses sollte mit einem der Diener sieben Spießrutenläufe absolvieren und dann sechs Jahre lang in der Straf-Festung Carlstens auf Marstrand verbringen. Er starb jedoch bereits kurz nach dem Spießrutenlauf.

7. Mai 1840: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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