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Dienstag, 28. Juni 2016

Der politische Journalist Johan Abraham Björklund

John Abraham Björklund kam am 28. Juni 1844 in Uppsala zur Welt und studierte, nach seiner Hochschulreife, ab 1863 an der Universität Uppsala. Im Jahre 1872, nach Abschluss des Studiums, wurde Björklund unmittelbar beim Stockholms Dagblad angestellt, wechselte jedoch noch im gleichen Jahr zur Nya Dagligt Allehanda, bei der er 1891 Chefredakteur wurde und daher für den gesamten Inhalt der Zeitung verantwortlich war, was bedeutete, dass er den Zeitungsinhalt nahezu vollkommen seinen persönlichen politischen Ideen anpasste.

Johan Abraham Björklund gehörte als Journalist der konservativsten politischen Gruppe an, was bereits gegen 1890 dazu führte, dass er nahezu der einzige Journalist war, der in Zollfragen die Position der Regierung verbreitete, die die Steuern für gemahlenes und ungemahlenes Getreide neu festlegen wollte um damit eine Politik des Protektionismus durchzusetzen, was, mit geringfügigen Änderungen, dann auch glückte. Weniger Erfolg hatte Björklund jedoch mit seinem Kampf gegen die Unabhängigkeit Norwegens, die er durch den Vorschlag von Kompromissen verhindern wollte. Allerdings wechselte Björklund im Jahre 1906 auch seinen Arbeitsplatz und wurde Direktor der Presseagentur Svenska Telegrambyrån und hatte neue Aufgaben erhalten.

Der Journalist Johan Abraham Björklund spielte als Chefredakteur der Nya Dagligt Allehanda ein bedeutende Rolle in der Politik Schwedens, da die Zeitung während der nationalromantischen Bewegung das traditionelle Schweden hervorhob und daher eine sehr breite Leserschicht anzog, wobei er dabei allerdings auch für die Zukunft Schwedens arbeitete, denn er stützte bedeutend den Bau von Eisenbahnlinien und die Kommunikation innerhalb Schwedens, da er dabei ein geeintes Schweden sah, das sich jedoch stark auf Stockholm konzentrierte.


28. Juni 1588: Ritter Peder Banér, Reichsrat und Kammerherr
28. Juni 1791: Freiherr Carl Sparre und Gustav III.
28. Juni 1824: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd
28. Juni 1896: Filmvorführungen und Kinos in Schweden
28. Juni 2000: Nils Einar Poppe und das missglückte Drama

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 9. März 2015

Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter

Als Fredrik Wilhelm von Otter am 9. März 1910 im Alter von 76 Jahren starb, hatte er eine bedeutende militärische Karriere hinter sich und stand als Ministerpräsident nahezu zwei Jahre lang an der politischen Spitze Schwedens. Da von Otter am 11. April 1833 als Sohn einer Oberleutnants geboren worden war, wies zwar alles auf die militärische Laufbahn hin, zumal ihn der Vater bereits als Zwölfjährigen in die Kriegsakademie in Karlberg geschickt hatte um ihm dort die schwedische Kriegsführung zu See beibringen zu lassen, aber der politische Aufstieg schien für den Jungen kaum möglich.

Mit 17 Jahren wurde Fredrik Wilhelm von Otter bereits zum zweiten Leutnant zur See ernannt und anschließend nahm er an mehreren Expeditionen teil, um sich jedoch 1857 von der britischen Marine werben zu lassen und dort am Krieg gegen China teilzunehmen, wofür er mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. Drei Jahre später kam von Otter zurück nach Schweden um dort sehr schnell im Rang zu steigen und schon 1866 wurde er in Karlskrona zum Kapitän ernannt, was bedeutete, dass er, teilweise als Befehlshaber, an den wichtigsten wissenschaftlichen und militärischen Expeditionen jener Zeit teilnahm.

Fredrik Wilhelm von Otter begann seine politische Karriere erst sehr spät und wurde 1891 als Repräsentant für Blekinge in die erste Kammer des Reichstags gewählt. Auf Grund seiner konservativen Einstellung und dem gemäßigten Protektionismus, den von Otter vertrat, gelang es ihm auch in der Politik bald das Vertrauen des Königs zu erlangen und als er 1900 als Repräsentant für Karlskrona in die zweite Kammer des Reichstags gewählt wurde, war der Weg an die Spitze des Landes offen. Am 12. September des gleichen Jahres wurde von Otter zum Staatsminister Schwedens ernannt. In diesem Amt zeigte sich dann die militärische Vergangenheit von Otters, denn er führte eine neue Militärordnung ein nach der in der Infanterie Waffenübungen von acht Monaten und bei Spezialwaffen von zwölf Monaten vorgeschrieben wurden. Nicht einmal zwei Jahre nach seinem Amtsantritt musste von Otter die Führung Schwedens jedoch an Erik Gustaf Boström übergeben.


9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen 
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs 
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland
9. März 1957: Die schwedische Sozialdemokratin Mona Sahlin 
9. März 1975: Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens

Gillis Bildt kam am 16. Oktober 1820 in Göteborg unter relativ bescheidenen Verhältnissen zur Welt, verbrachte jedoch bereits seine Kindheit nahezu ausschliesslich in Stockholm. Da ihm seine Eltern jedoch eine gute Bildung boten, gelang es Bildt in den Militärdienst zu treten und, dank seines Mutes und seiner Loyalität, auch sehr schnell im Rang zu steigen. Seinem Wissen und seiner Königstreue verdankte es Bildt später auch, dass er unter zwei Königen die höchsten Ämter bekleiden konnte.

Neben seiner Tätigkeit als militärischer Befehlshaber wurde Gillis Bildt zeitweise die Macht über Gotland übergeben und unter Oscar II. kam er als Diplomat nach Deutschland, da der König hoffte dass Bildt die etwas angestrengte Lage zwischen Schweden und Deutschland verbessern könne. Auf Grund einer Krankheit kehrte Bildt jedoch frühzeitig nach Stockholm zurück und wurde dort als Vertreter der Stadt ins Parlament geschickt, allerdings gegen den Wunsch von Oscar II., der Bedenken hatte, dass der Königstreue in der Regierung gegen die Interessen des Königshauses arbeiten müsse.

Dies war auch der Grund, warum Oscar II. mit Gillis Bildt einen Pakt schloss noch bevor Bildt in der Ersten Kammer Platz nahm. Bildt schloss sich daher im Parlament keiner Partei an, was ihm erlaubte gegen den noch aktuellen Freihandel und für den Protektionismus zu arbeiten. Dieser Tatsache verdanke der Politiker dann auch, dass er vom Klönig zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. In dieser Eigenschaft verfolgte Bildt eine strikt konservative Linie, auch wenn er jeweils die Hälfte seiner Minister unter den Forderern des Freihandels und der Protektionisten auswählte. Sein Ziel war dabei, ohne zu grossen Wiederstand, den Übergang zum Nationalismus zu erreichen. Als Bildt jedoch einsah, dass er nicht einmal in der Lage war seine Regierungserklärung umzusetzen, trat er am 12. Oktober 1889, nach nur 20 Monaten im Amt, als Ministerpräsident zurück.


16. Oktober 1516: Ängelholm erhält die Stadtrechte
16. Oktober 1901: Erste schwedische Antarktisexpedition
16. Oktober 1946: Die schwedische Hofdame Ebba Munck af Fulkila
16. Oktober 1946: Ulf Ivar Nilsson und die gezeichnete Gesellschaftskritik
16. Oktober 1983: Die schwedische Sängerin Loreen

Copyright: Herbert Kårlin

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