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Dienstag, 17. Juni 2014

Der deutsch-schwedische Arzt Johan Jacob Döbelius

Johan Jacob Döbelius, ein Arzt, der ab 1717 den adeligen Namen von Döbeln trug, kam am 14. Januar 1743 im deutschen Rostock zur Welt und kam erstmals durch seine medizinischen Studien in Kopenhagen enger mit dem Norden in Berührung. Auch wenn Döbelius in mehreren Ländern die Universitäten besuchte, so ging er 1695 für seine Doktorarbeit zurück nach Rostock. Nach einem einjährigen  Aufenthalt  in Warschau und Krakau machte sich Döbelius anschließend auf den Weg nach England, hatte jedoch das Pech, dass das Schiff Probleme bekam und in Göteborg anlegen musste. Der Mediziner nahm dies als Fingerzeig und ließ sich in der westschwedischen Stadt nieder.

Lena Cedergrens Johan Jacob Döbelius in Ramösa

Johan Jacob Döbelius konnte den Zeitpunkt für seine Entscheidung nicht besser wählen, denn der Stadtarzt in Göteborg war dabei sich zurückzuziehen ohne eine Nachfolger zu haben. Döbelius machte daher 1697 auch in Schweden ein Examen als Mediziner und wurde damit nicht nur der Stadtarzt und der Regionalarzt für das Bohuslän, sondern auch bald der Provinzarzt der Region Skåne. Ab 1699 hielt sich Döbelius mehr und mehr in Skåne auf, wurde 1709 auch Regimentsarzt und ein Jahr später Professor für Medizin an der Universität Lund.

Seiner Zeit in Skåne verdankt Johan Jacob Döbelius auch seine Berühmtheit, denn als er zu Beginn des 18. Jahrhunderts von der Wunderwirkung des Wassers in Ramlösa hörte, untersuchte er dieses mehrmals und stellte fest, dass es in vielen Punkten den anderen Heilwässers Schwedens entsprach. Das Gerücht über die heilende Wirkung ging auf den Schonischen Krieg unter Karl XI. zurück, als die Truppe ihr Hauptquartier in Ramlösa hatte und die Soldaten dort erstaunlich schnell ihre Kräfte zurückgewannen. Bereits am 17. Juni 1707 entschied sich dann der Arzt Döbelius die Heilquelle Ramlösa für die Allgemeinheit zu öffnen. Ramlösa gehört auch heute noch zu den bedeutendsten Mineralwässer Schwedens.


17. Juni 1397: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse
17. Juni 1682: Karl XII., der „Kriegskönig“ Schwedens
17. Juni 1707: Die Ramlösa Heilquelle bei Helsingborg
17. Juni 1793: Malcolm Sinclair und der schwedische Krieg mit Russland
17. Juni 1815: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
17. Juni 1836: Clas Theodor Odhner und die schwedische Geschichte
17. Juni 1887: Der schwedische Künstler Hugo Birger
17. Juni 1895: Ruben Rausing, der Erfinde der Tetra Pak
17. Juni 1896: Rudolf Petersson und der berühmteste Rekrut Schwedens
17. Juni 2004: Sara Lidman, ein literarischer Kampf gegen den Kolonialismus

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Sonntag, 10. Juli 2011

Die erste Straßenbahn rollt auf Schwedens Straßen

Am 10. Juli 1877 wurde in Stockholm eine von Pferden gezogene Straßenbahn in Betrieb genommen und damit eine der ersten Seiten der Geschichte der Straßenbahnen in Schweden geschrieben. Von der Vorbereitung und der ersten Idee bis zum ersten Verkehr in Stockholm waren fünf Jahre vergangen. Der Betrieb der Stockholmer Straßenbahn wurde anschließend bis zum Jahre 1917 von der Stockholms Nya Spårvägs AB gewährleistet und dann von einem städtisches Unternehmen übernommen.

Als die erste Straßenbahn in Schweden in Betrieb genommen wurde, war der Unterschied zwischen Eisenbahn und Straßenbahn schwimmend, denn der Unterschied kam erst mit der Entwicklung von Dampflokomotiven. Die allererste Straßenbahn Schwedens, die nur sechs Wochen vor jener in Stockholm eröffnet wurde und zwischen dem Ramlösa Hälsobrunn und dem Ramlösa Havsbadhus verkehrte, trug daher noch die Bezeichnung Eisenbahn (Järnväg). Die von Pferden gezogenen Wagen benötigten damals für die Strecke etwa zehn Minuten.

Die Entwicklung der Pferde-Straßenbahnen verbreitete sich dann sehr schnell in Schweden, denn bereits 1879 wurde in Göteborg die erste Linie in Betrieb genommen und 1887 folgte auch Malmö. Im selben Jahr, als Malmö seine Pferde-Bahn in Betrieb nahm, wurde in Stockholm die einzige je mit Dampf betriebene Straßenbahnlinie Schwedens auf der Hornsgatan eröffnet, da die Strecke für Pferde wegen der Steigung zu anstrengend war.

10. Juli 1894: Elov Persson und Familie Kronblom 
10. Juli 1970: Der Weg der schwedischen Sängerin Helen Sjöholm

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 17. Juni 2011

Die Ramlösa Heilquelle bei Helsingborg

Am 17. Juni 1707 öffnete Johan Jacob Döbelius die Ramlösa Heilquelle im Südosten Helsingborgs, nachdem er das Wasser bereits in den Jahren 1701, 1705 und 1706 untersucht hatte und eine heilende Wirkung entdeckte. Sehr bald war die Ramlösa Heilquelle überall in Dänemark und Schweden bekannt und als dann im 19. Jahrhundert die königliche Familie und der Adel des Landes regelmäßige Besucher der Heilquelle wurden, war der Zustrom kaum noch aufzuhalten. Als man kurz vor der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert eine neue Quelle fand, die noch mehr Minerale enthielt, konnte das Ramlösa auch in Flaschen abgefüllt werden, was der Beginn des heutigen Unternehmens wurde.


Als die Quelle im Jahre 1801 seine königlichen Privilegien erhielt, durfte das Quellwasser auch verkauft werden, wobei es hier vier Preise gab, denn Arme bekamen es kostenlos, Priester und einige andere Gruppen konnten den Preis selbst festlegen, allgemeine Bürger bezahlten einen Taler und Reiche mussten zwei Taler und 24 Schillinge entrichten. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung setzte auch eine starke Bautätigkeit um die Quelle ein, da Hotels, Wohnungen und selbst ein Lazarett nötig wurden. Eingebettet wurde die Gesamtanlage in einen Park, der mittlerweile, wie auch die Gebäude, unter Denkmalschutz stehen.

1973 wurde dann die Abfüllung der Flaschen nach Ättekulla verlegt und sämtliche Kuranlagen wurden geschlossen. Aber auch wenn das Gelände und die Gebäude heute nur noch von touristischem Interesse ist, so wird das Wasser der beiden ursprünglichen Quellen, die unterschiedliches Wasser liefern, weiterhin verkauft und getrunken. Das als natürliches Mineralwasser anerkannte Ramlöse, das man in verschiedenen Geschmacksrichtungen findet, wird mittlerweile allerdings vom dänischen Unternehmen Carlsberg vermarktet.

17. Juni 1397: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse
17. Juni 1887: Der schwedische Künstler Hugo Birger

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg