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Dienstag, 10. Juni 2014

Die schwedische Schauspielerin Brita Borg

Brita Borg wurde am 10. Juni 1926 in Stockholm geboren und machte als Revuekünstlerin gewissermaßen eine Doppelkarriere, nämlich als Schauspielerin und als Sängerin. Ihre Karriere begann bereits 1943, als Borg gerade einmal 17 Jahre alt war und einen Nachwuchswettbewerb der Zeitschrift Vecko-Revyn gewonnen hatte, denn der erste Preis führte zu einem Auftritt mit der Revuetruppe Vårat gäng. Zwei Jahre später gründete Brita Borg das Gesangsquartett Flickery Flies und 1947 begann ihre Zusammenarbeit mit Povel Ramel und die Künstlerin entwickelte sich zu einer Schauspielsängerin in den publikumsträchtigsten Revuen Schwedens.

Parallel zu ihrer Karriere in den verschiedensten Revuen Schwedens entwickelte sich Brita Borg in den 50er Jahren, neben Zarah Leander und Anita Lindblom, auch zu einer der bedeutendsten Schlagersängerinnen des Jahrzehnts. Als der größte Hit der Sängerin gilt Fat Mammy Brown, der im Grunde Teil einer Revue war. Borg war Ende der 50er Jahre so populär in Schweden, dass man entschied, dass, egal welches Lied in der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gewinnen sollte, Brita Borg den Schlager 1959 im französischen Cannes singen sollte. In Schweden gewann Siw Malmkvist und Brita Borg reiste mit Augustin nach Frankreich. Als die Karriere als Sängerin in den 60er Jahren dem Ende zuging, kehrte Borg auf die Bühne zurück und versuchte später, im Gegensatz zu zahlreichen anderen schwedischen Sängerinnen, nie ein Comeback.

Dies sollte natürlich nicht bedeuten, dass Brita Borg nicht mehr singen sollte, denn auch wenn sie nach ihrem Umzug nach Arvidsjaur im Jahre 1970 keine Schlager mehr sang, so blieb sie der Revue treu und begann eine Karriere im Reichstheater wo sie mit zahlreichen Musicals auf der Bühne stand, unter anderem mit Annie Get Your Gun. Als ernstzunehmenden Schauspielerin in einer Rolle ohne Musik zeichnete sich Brita Borg erstmals 1978 in Sjöhästen aus, einem Stück, das allerdings weitaus weniger bekannt ist als das Fernsehdrama Polskan och puckelryggen aus dem Jahre 1983 in dem sie mit Halvar Björk auftrat. Brita Borg starb am 4. Mai 2010 in Borgholm auf Öland, der Insel auf der sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatte.


10. Juni 1933: Das Tragen politischer Uniformen wird in Schweden verboten
10. Juni 1982: Prinzessin Madeleine feiert ihren 30. Geburtstag 
10. Juni 1982: Laleh Pourkarim, als Musikerin bekannt als Laleh 
10. Juni 2005: Svinesundbrücke, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 31. Dezember 2013

Die schwedische Sängerin Siw Malmkvist

Siw Malmkvist wurde am 31. Dezember 1936 in Borstahusen in der Nähe von Landskrona geboren und stand bereits als Jugendliche als Sängerin von verschiedenen Orchestern auf der Bühne. Ihr Aufstieg begann dann jedoch erst als sie mit 19 Jahren an einem Talentwettbewerb in Skåne teilnahm, den sie gewann. Da die Siegerin dieser Ausscheidung in Stockholm an einer nationalen Endausscheidung teilnehmen durfte, reiste Siw in die schwedische Hauptstadt und kam von dort ebenfalls mit dem ersten Preis und der ersten Schallplatte Tweedle Dee zurück.

Diese erste Platte sollte allerdings Siw Malmkvist noch nicht zum Erfolg verhelfen, denn erst 1959, vier Jahre später, kam mit Hylands Hörna und ihrem Lied Augustin der Durchbruch. Malmkvist hatte mit Augustin zwar das Melodifestivalen gewonnen, aber zum Eurovision Song Contest in Cannes durfte Brita Borg reisen. Erst im Jahre 1960 durfte die Sängerin dann Alla andra får varann in London präsentieren, kam dort jedoch nur auf den zehnten Platz. Ab 1959 wurde Siw Malmkvist parallel auf dem deutschen Plattenmarkt eingeführt, wo sie mit „Danke für die Blumen“ unmittelbar einen Durchbruch hatte. Malmkvist hatte in der Folgezeit gewissermaßen eine doppelte Karriere in Deutschland und in Schweden.

Auch in Dänemark begann Siw Malmkvist im Jahre 1960 eine Parallelkarriere, dort allerdings als Schauspielerin, denn sie übernahm in diesme Jahr die Hauptrolle im Film Förälskad i Köpenhamn. Dieser Erfolg führte dann auch dazu, dass sie in den Folgejahren in Revuen auftrat und die Hauptrolle im Musical Irma la douce in Finnland spielte, dem Land, in dem sie einige Jahre lang mit ihrem damaligen Mann lebte. Erst in den 90er Jahren kehrte Malmkvist dann mehr und mehr zum Schlager zurück, nahm 2004 erneut am Melodifestivalen teil und in den Jahren 2010/2011 ging sie mit Lill-Babs und Ann-Louise Hansen auf Tournee, wobei die Sängerin allerdings die jüngere Schicht nicht mehr begeistert und nur noch älteres Publikum anzieht.


31. Dezember 1966: Der Weihnachtsbock in Gävle brennt nieder 
31. Dezember 1987: Der erste private Fernsehkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg