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Mittwoch, 31. Januar 2018

Die schwedische Sängerin Elena Paparizou

Elena Paparizou, die in Schweden den Vornamen Helena trägt, kam am 31. Januar 1982 in Borås zur Welt und verbrachte nahezu ihr gesamtes Leben in Schweden, auch wenn sie gegenwärtig (2018/19) in Griechenland lebt und arbeitet. Paparizou, die auch als Fotomodell für griechische Bademode arbeitete, begann ihre musikalische Karriere im Jahre 1999, als sie mit einem Kindheitsfreund das Duo Antique gründete, das bis 2003 aktiv war, eine goldene Schallplatte für die erste Single erhielt und 2001 für Griechenland am Eurovision Song Contest teilnahm.

Ab 2003 setzte Elena Paparizou auf eine Solokarriere als Sängerin und nahm noch im gleichen Jahr ihre erste Platte in griechischer Sprache auf, die ihn Griechenland mit Gold belohnt wurde. Es folgte eine Langspielplatte, ebenfalls in Griechisch, die jedoch wenig später auch unter dem Titel My Number One in Schweden auf den Markt kam. Im Jahr 2005 setzte Paprizou dann auf eine europäische Karriere und veröffentliche nahezu gleichzeitig eine griechische und eine englische Platte, die beide sehr gut vom Publikum aufgenommen wurden.

Ab 2005 entschied sich Elena Paparizou dann endgültig für eine internationale Karriere und ihre Musik erschien in den meisten Ländern zwischen den USA, Europa und China, wobei die Sängerin dann auch erstmals eine schwedische Platte veröffentlichte. Ab 2012 konnte man Paprizou dann sehr häufig im schwedischen Fernsehen entdecken, wenn auch nicht grundsätzlich als Sängerin, sondern auch in anderen Unterhaltungssendungen. Im Jahr 2014 nahm Paparizou an den schwedischen Vorausscheidungen zum Eurovision Song Contest teil und kam bis zur Endausscheidung, wo sie jedoch auf dem vierten Platz landete.


31. Januar 1208: Die Schlacht bei Lena (Slaget vid Lena)
31. Januar 1746: Der Künstler und Spielmann Pehr Hörberg
31. Januar 1802: Nils Ericson und die schwedische Eisenbahn
31. Januar 1838: Der schwedische Dekormaler Fritz Ahlgrensson
31. Januar 1902: Alva Myrdal, ein Leben für die Schulreform und den Frieden
31. Januar 1942: Die legendäre Marathonläuferin Evy Palm
31. Januar 1972: Fritiof Nilsson Piraten und die überspitzte Selbstdarstellung
31. Januar 1976: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens 

31. Januar 1982: Tomas Gustafson und der Weltrekord im Eisschnelllauf

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. März 2017

Der Sänger und Musiker Owe Thörnqvist

Owe Thörnqvist wurde am 12. März 1929 unter dem Namen Ove Törnqvist als Sohn eines Fabrikanten in Uppsala geboren und begann nach seiner Hochschulreife ein Jurastudium an der Universität Uppsala, ohne dieses allerdings je abzuschließen. In seiner Jugend träumte Thörnkvist allerdings nicht von einer Karriere als Sänger, sondern dachte mehr an den Boxkampf, und wurde Distriktmeister der Region. Während seiner Studienzeit ging Thörnqvist dann jedoch mehr und mehr zur Musik über und 1953 kam bereits sein erster Hit Rumba i Engelska Parken.

Auch wenn Owe Thörnqvist die ersten Jahre mehr in Revuen sang und mit Melodien der Zeit Erfolg hatte, gehörte er nur zwei Jahre später mit zu den ersten schwedischen Musikern und Sängern, die Rock ins Land brachten, ein Schritt, der für Thörnqvist über den Boogie ging. Nur ein Jahr nachdem Elvis Presley in den USA seinen Durchbruch hatte, war Thörnqvist der erste Schwede, der bei seinem Titel Rotmosrock, den Begriff Rock mit in einem Songtitel hatte. Wie bei seinen anderen Kollegen jener Jahre, handelte es sich natürlich um schwedischen Rock, der auch in der Landessprache gesungen wurde.

Im Jahre 1965 erlitt die Karriere von Owe Thörnqvist dann jedoch einen Knick, denn er schlug einen berauschen Besucher seines Konzerts nieder, der, in seinen Augen, die Show störte. Die Folge davon war dass Thörnqvist von Radiostationen und Journalisten boykottiert wurde. Die Reaktion Törnqvists darauf war, dass er nach Spanien zog, wo er immer noch einen Wohnsitz hat, neben Florida und Schweden. In den 70er Jahren kehrte Thörnqvist zurück zur schwedischen Bühne um wieder regelmäßig aufzutreten und Schallplatten zu produzieren. Auch wenn Thörnqvist 2009 in Stockholm sein Abschiedskonzert gab, kehrte er 2017 mit Boogieman Blues als Teilnehmer der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest auf die Bühne zurück und wurde vom Publikum auf Anhieb in das schwedische Finale gewählt.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1610: Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens
12. März 1899: Das Musik- und Theatermuseum in Stockholm
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
12. März 1995: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Februar 2017

Der Globen in Stockholm

Am 19. Februar 1989 wurde eines der bekanntesten Gebäude Stockholms eingeweiht, das allgemein als Globen bekannt ist, auch wenn sein Gesamtname Ericsson Globe ist, nachdem der ursprüngliche Name Stockholm Globe Arena sich nicht richtig durchsetzen konnte. Als Attraktion des Globen gilt heute allerdings weder das Bauwerk, noch die Veranstaltungen, die dort abgehalten werden, sondern die Gondeln, genannt Skyview, die 2010 den Globen vervollständigten und das Gebäude von außen erklimmen um auf einer Höhe von 85,2 Meter über der Erde einen gigantischen Ausblick zu bieten, zumindest bei schönem Wetter.

Auch wenn der Globen eigentlich aus mehreren Bauten besteht, so versteht man darunter vor allem die gigantische Kuppel, den eigentlichen Globus, der einen Durchmesser von 110,4 Metern und eine Höhe von 85,2 Meter aufweist und vor allem aus Beton, Stahl, Aluminium, Gips und Glas besteht. Noch bevor die Gondeln auf den Globen fuhren, fand man hier für einige Monate eine weitere Attraktion, ein typisches rotes schwedisches Häuschen (Stuga), das der Künstler Mikael Genberg 2009 auf der höchsten Stelle des Bauwerks errichtet hatte um einem hochmodernen Bau die schwedische Tradition hinzuzufügen, die gewissermaßen den Globen dominiert.

Der Globen in Stockholm ist eine Multiarena, die sich für die unterschiedlichsten Ereignisse eignet, angefangen von sportlichen Ausscheidungen bis zu Konzerten von Weltkünstlern. Im optimalen Fall finden im Inneren des Globen über 16.000 Personen Platz. Bei großen Ereignissen ist der Globen, der bis 2009 nur rote Zahlen einbrachte, grundsätzlich ausgebucht.Als eines der wichtigsten regelmäßigen Ereignisse im Globen zählt die jährliche Endausscheidung des Melodifestivalen, die schwedische Endausscheidung für die Teilname am Eurovision Song Contest, der sowohl im Jahr 2000, als auch 2016, ebenfalls in diesem Globus ausgetragen wurde. Beim Anflug in Bromma ist der Globen heute geradezu ein Wahrzeichen Stockholms geworden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Januar 2017

Die schwedische Popsängerin Lena Philipsson

Lena Philipsson, oft nur Lena Ph genannt, kam am 19. Januar 1966 als Magdalena Filipsson in einer Musikerfamilie in Vetlanda im Småland zur Welt und wuchs daher wie selbstverständlich mit Musik auf, wählte dann jedoch im Gymnasium die Technische Linie und bereitete sich auf ein Architekturstudium vor. Als Philippson jedoch mit 16 Jahren einen Nachwuchswettbewerb mit einem selbst geschriebenen Song gewann, war die Architektur weitgehend gestrichen, denn die Sängerin erhielt das Angebot in einem Musical in Norrköping mitzuspielen und nahm ihre erste Single auf.

Noch hielt Lena Philipsson allerdings eine Hintertür zur Architektur offen und nach ihrer Hochschulreife begann sie in einem Architekturbüro zu arbeiten. Mit 20 kam dann jedoch die Einladung zur Teilnahme an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest bei dem die Sängerin mit Kärleken är evig auf den zweiten Platz kam, in die Svensktoppen einzog und gewissermaßen ihre Karriere gefunden hatte. Als Philipsson ein Jahr später zur sexiesten Frau und Sven Wollter dem sexiesten Mann gewählt wurden, zeigte Lena Philipsson auch erstmals ihren Humor und trat mit Wollter im Fernsehen mit dem Song Teach Me Tiger auf. Wenig später erhielt die Sängerin einen Plattenvertrag mit der Schallplattenfirma von Bert Karlsson.

Für Lena Philipsson folgten anschließend mehrere Alben, Tourneen und Konzerte mit guten Verkaufsergebnissen und sie wurde sogar auf einer Briefmarke verewigt. Die Sängerin nahm im Jahr 2004 mit Det gör ont erneut bei der Vorausscheidung zum ESC teilnahm und vertrat mit diesem Erfolgshit Schweden. Auch wenn Philipsson mit der englischen Version It Hurts nur auf dem geteilten fünften Platz landete, so zählte sie nun zu bedeutendsten und vielseitigsten Sängerin Schwedens. Lena Philipsson, die auch Lieder für andere Musikkünstler schreibt, feierte 2011 in Stockholm 25 Jahre als Künstlerin und hatte zu dieser Gelegenheit die Show Min Drömshow geschaffen, die sie erst im Cirkus in Stockholm und anschließend im Rondo in Goteborg präsentierte. Einige ihrer Lieder begleitet die Sängerin selbst am Piano.


19. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte SkaldeSchwedens 
19. Januar 1826: Axel Rudolf Mauritz Wall und die Dagens Nyheter 
19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultarn
19. Januar 1925: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon
19. Januar 1937: Die schwedische Prinzessin Birgitta von Hohenzollern
19. Januar 1943: Die HMS Älvsnabben auf großer Fahrt

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Die schwedische Sängerin Jessica Andersson

Jessica Andersson kam am 27. Oktober 1973 als Jessica Arvidsson in Stockholm zur Welt und hatte, wie sie später in ihrem Leben selbst berichtete, eine sehr instabile Kindheit, denn die Eltern waren Alkoholiker, ihre Mutter stand zusätzlich unter Drogen und mehrere späteren Partner der Mutter zeichneten sich durch Gewalt aus. Das Ergebnis war, dass Andersson schließlich im Heim landete und ihre Mutter bisweilen im Gefängnis besuchen konnte. Andersson versuchte die Geschichte geheim zu halten, aber als merkwürdige Gerücht im Internet auftauchten, schrieb sie eine Selbstbiografie, die ein neues Bild auf ihre Kindheit wirft.

Nach eigenen Aussagen wollte Jessica Andersson schon immer Sängerin werden, was sich jedoch nicht ganz einfach zeigte, denn erst die Teilnahme an der Talentshow Fame Factory im Jahre 2002 sollte Andersson ihrem Traum näher bringen, denn als Folge ihrer Teilnahme schuf Bert Karlsson das Duo Fame (Magnus Bäcklund/Jessica Andersson). Dem Duo gelang es auf Anhieb mit Give Me Your Love die Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2003 zu gewinnen und Andersson war über Nacht von einer Kneipenssängerin zu einer anerkannten Popsängerin Schwedens aufgestiegen. Im Folgejahr gelang es Fame mit Vindarna Vänder Oss zwar erneut ins Finale des Melodifestival zu gelangen, landete dort jedoch nur auf dem sechsten Platz.

Auch als sich Fame nach All In The Game 2006  trennte und Jessica Andersson eine Solokarriere begann, setzte sich der Erfolg fort, unter anderem mit dem Musical Little Shop of Horrors, Fernsehauftritten, Tourneen und natürlich mit der Teilnahme an mehreren Vorausscheidungen des ESC, bisher letztmals im Jahre 2015 mit Can't Hurt Me Now, wobei sie damit bei der schwedischen Endausscheidung noch den elften Platz belegte. Die Beliebtheit der Sängerin stieg mit der Veröffentlichung ihrer Selbstbiografie, die über 120.000 mal verkauft wurde, weiterhin ann und machte sie zu einer volksnahen Sängerin, die gegenwärtig allein mit ihrem Sohn in Trollhättan wohnt.


27. Oktober 1844: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
27. Oktober 1857: Ernst Trygger wird Ministerpräsident Schwedens
27. Oktober 1885: Die schwedische Künstlerin Sigrid Hjertén
27. Oktober 1964: Dawit Isaak, zehn Jahre Gefangenschaft eines Journalisten
27. Oktober 1967: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
27. Oktober 1981: Der schwedische Sänger Salem Al Fakir
27. Oktober 2012: Die schwedische Nationalarena Friends Arena 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 13. Juni 2016

Der schwedische Sänger Måns Zelmerlöw

Måns Zelmerlöw kam am 13. Juni 1986 als Sohn eines Chirurgen in Lund zur Welt und besuchte dort ein Gymnasium mit dem Schwerpunkt Musik. In der Schule spezialisierte sich Zelmerlöw auf Chorgesang und Musical, was nahezu automatisch dazu führte, dass er in Lund auch dem Studentenchor beitrat und 2002, im Alter von sechs Jahren in einem Musical mitwirkte. Auch wenn Zelmerlöw ab dieser Zeit im Sommer immer wieder Auftritte hatte und damit Erfahrung sammelte, so reichte es bei der Nachwuchssendung Idol 2005 nur zu einem fünften Platz.

Måns Zelmerlöw gab nicht auf, nahm im Folgejahr an Let's Dance teil und erhielt im gleichen Jahr die Hauptrolle im Musical Grease, das in Malmö auf die Bühne kam. 2007 nahm der Sänger dann an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil und landete mit Cara Mia auf dem dritten Platz. Auch wenn Zelmerlöw dadurch Schweden nicht vertreten durfte, so war er ab diesem Zeitpunkt in ganz Schweden bekannt. Allerdings setzte er nicht voll auf Musik, sondern arbeitete abwechselnd als Sänger, Moderator und Schauspieler. 2009 kam Zelmerlöw erneut ins Finale des Melodifestivalen, und erreichte mit Hope & Glory nur den vierten Platz, da er die Zuschauer, im Gegensatz zur Jury, nicht überzeugen konnte.

Im Jahre 2011 übernahm Måns Zelmerlöw die Rolle Romeos im Musical Romeo & Julia, das im Göta Lejon in Stockholm aufgeführt wurde, und gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass er im Sommer der neue Moderator für Allsång på Skansen werde, eine Aufgabe, die er auch die folgenden zwei Jahre übernahm. 2015 kehrte Zelmerlöw mit Heroes zurück zur Vorausscheidung des Eurovision Song Contests und gewann die Ausscheidung nicht nur mit einem sehr großen Vorsprung vor den anderen Teilnehmern, sonder es gelang ihm auch der Sieg beim ESC, wodurch er die Endauscheidung des Eurovision Song Contests 2016 zurück nach Schweden holte.


13. Juni 1817: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten
13. Juni 1854: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle
13. Juni 1878: Der schwedische Entomologe Carl Stål
13. Juni 1901: Tage Erlander und der schwedische Sozialismus
13. Juni 1925: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen
13. Juni 1951: Stellan Skarsgård, anerkannter Schauspieler ohne Ausbildung
13. Juni 1952: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre
13. Juni 2004: Junilistan, die europakritische Partei Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 15. April 2016

Die schwedische Sängerin Amy Diamond

Amy Diamond kam am 15. April 1992 als Amy Deasismont mit englischem Vater und schwedischer Mutter in Norrköping zur Welt und kam mit ihren Eltern im Alter von zehn Monaten nach England. Mit Viereinhalb zog die Familie jedoch zurück nach Schweden. Das erste große Hobby der späteren Sängerin war Eiskunstlauf, wo sie bis zur Silbermedaille in der regionalen Meisterschaft kam. Da Diamond jedoch gleichzeitig viel zu singen begann, musste sie bald zwischen Eiskunstlauf und Singen wählen. Ab 1999 nahm Amy Diamond dann an zahlreichen Nachwuchswettbewerbs teil und im Jahre 2004 gewann sie bei Mix Megapol den ersten Preis und durfte eine Single aufnehmen, wobei Diamond um diese Zeit bereits durch zahlreiche Fernsehauftritte in ganz Schweden bekannt war.

Der Durchbruch für Amy Diamond kam bereits ein Jahr später, als die junge Sängerin gerade einmal zwölf Jahre alt war, denn What´s in it for Me wurde in ganz Skandinavien ein Hit und wurde selbst in Polen der meist gespielte Song des Jahres. Über Monate hinweg fand man Diamonds Song in den schwedischen Toplisten. Neben der Schule, die sie später mit einer Friseurausbildung abschloss, spielte Diamond 2006 und 2007 auch kleinere Rollen für das Fernsehen und es entstanden drei Alben. Als Amy Diamond 2008 auch noch eine Weihnachtsplatte mit klassischen und neuen Weihnachtsliedern auf den Markt brachte, war die Karriere der damals 16-Jährigen nicht mehr zu bremsen.

Im Jahre 2008 nahm Amy Diamond mit Thank You an der schwedischen Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teil, kam direkt ins Finale, aber musste sich dann mit dem achten Platz zufrieden geben. Mit It's my life, mit dem Diamond im Folgejahr erneut am Melodifestivalen, der Vorausscheidung zum ESC, teilnahm, kam sie nicht einmal ins Finale. Während die Karriere als Sängerin ab dieser Zeit relativ ruhig verlief, wurde Diamond für Ihre Hauptrolle im Film Min lilla syster des Jahres 2015 von der Presse extrem gelobt und für mehrere Filmpreise nominiert. Diamond versucht nun Musik, Film und eine Arbeit als Fernsehmoderatorin zu verbinden.


15. April 1624: Gustav II. Adolf gründet die Stadt Sala
15. April 1659: Der Befehlshaber Adam Ludwig Lewenhaupt
15. April 1931: Tomas Tranströmer und die Renaissance der klassischen Versform
15. April 1931: Die Lyrik des Tomas Tranströmer
15. April 1942: Erik Femström, als Sänger bekannt unter dem Namen Jerry Williams
15. April 1942: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
15. April 1990: Greta Garbo, von der Friseuse zum Weltstar

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 11. April 2016

Die schwedische Sängerin Lena Andersson

Lena Andersson kam am 11. April 1955 in Fritsla im Västergötland zur Welt, kam jedoch mit sieben Jahren ins Halland, wo sie auch ihre Musikkarriere begann. Als Andersson mit zwölf Jahren ihre erste Gitarre bekam, begann sie vor allem Lieder von Joan Baez und Judy Collins zu spielen und zu singen. Als die spätere Sängerin 15 Jahre alt war, nahm sie sieben Lieder auf Band auf und interpretierte dabei Texte ihrer Freundin Pia. Dieses Demoband schickte sie an Janne Forsells, der einige der Lieder im Radio spielte. Dadurch wurde wiederum Stikkan Anderson auf Lena Andersson aufmerksam, der unmittelbar ein Album mit ihr aufnehmen wollte. So entstand die erste LP „Lena, 15“, die Anfang 1971 in den Schallplattenläden Schwedens auftauchte.

Bereits im April 1971 wurde Lena Andersson dann mit ihrem Lied Är det konstigt att man längtar bort nån gång in die Sendung Hylands hörna eingeladen und wurde dadurch in ganz Schweden bekannt. Dieser Song landete unmittelbar in den Svensktoppen, was wiederum dazu führte, dass Andersson nur ein Jahr später mit Säg det med en sång in der schwedischen Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teilnahm, und dort den dritten Platz belegte. Auch wenn Andersson dadurch Schweden nicht vertreten konnte, so folgten Tourneen, ein Album in Japan und die Sängerin nahm, gemeinsam mit Björn Ulvaeus und Benny Andersson und dem Song Better To Have Loved im Tokyo Music Festival teil.

Leider konnte Lena Andersson an ihre ersten großen Erfolge nicht anschließen und in den 80er Jahren wurden ihre Sammelalben besser verkauft als die neuen Aufnahmen. Während eines Aufenthalts auf Mallorca im Jahre 1985 wurde Andersson plötzlich christlich und schloss mit ihrem früheren Leben weitgehend ab. Musikalisch wandte sich Andersson nun mehr und mehr dem Jazz zu und sang vor allem im kleineren Kreis. Kurz nachdem Lena Andersson im Jahre 2001 den amerikanischen Priester Tobe Hubbart geheiratet hatte, zog das Paar in die USA. Heute singt Andersson, neben Jazz, vor allem Gospel und Balladen mit religiösem Inhalt, sehr häufig in der Kirche, wo sie bisweilen auch den Chor leitet.


11. April 1810: König Karl XIII. genehmigt den Bau des Göta Kanals
11. April 1833: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
11. April 1837: Der schwedische Kampf gegen den Alkohol
11. April 1860: Ferdinand Boberg, Architekt und Designer
11. April 1899: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
11. April 1940: Schweden rüstet sich gegen Deutschland
11. April 1973: Szenen einer Ehe, ein Film von Ingmar Bergman
11. April 1977: Die schwedische Sängerin Sara Löfgren
11. April 1990: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
 
Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 11. März 2016

Der schwedische Sänger Tommy Nilsson

Tommy Nilsson kam am 11. März 1960 in Stockholm zur Welt und hatte, für einen schwedischen Sänger, eine ungewöhnliche Karriere, denn als er in der Rockgruppe Horizont spielte, wurde er von einem französischen Produzenten entdeckt, der gerade seine Freundin in Schweden besuchte. Nilsson nahm daher seine erste Platte in Frankreich auf und begann dort mit seiner Karriere. Ein Jahr pendelte Nilsson dann, auf dem Weg nach oben, zwischen Frankreich und New York, was ihm letztendlich zu aufwendig wurde, denn er kehrte nach Schweden zurück.

Zurück in der Heimat Schloss sich Tommy Nillson erst der Gruppe Easy Action an und wurde deren Leadsänger. Allerdings löste sich die Gruppe bereits 1987 wieder auf, was dazu führte, dass sich Nilsson nun für eine Solokarriere entschied. Nach dem Hardrock folgte nun Allt som jag känner, ein Duo mit Tone Norum, das nicht nur bei der Kritik gut ankam, sondern Nilsson auch einen begehrten Rockbjörnen einbrachte. Das Ergebnis davon war allerdings auch Nilssons erste Teilnahme an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest.

Tommy Nilsson gewann mit seinem Beitrag En dag das Melodifestivalen und erreichte beim Eurovision Song Contest des Jahres 1987 den vierten Platz und gelangte damit in die Elite der schwedischen Sänger. Mit Öppna Din dörr im Jahre 1994 präsentierte Nilsson den Song des Jahres in Svensktoppen, der Höhepunkt seiner Karriere. Als Nilsson 2007 erneut bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, schied er letztendlich mit Null Punkten bei der schwedischen Endausscheidung aus. Auch 2016 versuchte Nilsson über das Melodifestivalen ein Comeback, was sich jedoch bei der Präsentation seiner Ballade bereits als aussichtslos zeigte.


11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
11. März 1894: Der schwedische Fußballklub GAIS
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der schwedische Sänger Danny Saucedo

Danny Saucedo kam am 25. Februar  1986 als Daniel Saucedo Grzechowski, mit polnischem Vater und bolivianischer Mutter, in Stockholm zur Welt und träumte bereits in seiner frühen Jugend davon Popsänger zu werden. Die Chance kam im Jahre 2006, als der 20-jährige nicht nur für den Nachwuchswettbewerb Idol ausgewählt wurde, sondern auch bis zum sechsten Platz kletterte, dann jedoch ausscheiden musste. Die Teilnahme machte Saucedo jedoch bei vielen Schweden bekannt und gab ihm das Selbstvertrauen den nun eingeschlagenen Weg fortzusetzen, und am darauf folgenden Valentinstag erschien die erste Single Saucedos.

Mit der Single Tokyo gelang ihm der Einzug in die schwedische Singelliste und er wurde zum Sopot International Song Festival in Polen eingeladen. Der Erfolg setzte fort mit der Singel Play It for the Girls und seinem ersten Album Heart Beats, mit dem er den ersten Platz auf der Verkaufsliste der Alben erreichte. Trotz des unmittelbaren Erfolges gründete Danny Saucedo Ende 2007, gemeinsam mit Erik Segerstedt und Mattias Andréasson, die Gruppe E.M.D., was im Mai 2008 zum Album State of Minds führte, das 42 Wochen lang auf der Topliste der schwedischen Alben lag. Erst 2011 sollte Danny Saucedo dann mit dem Erscheinen der Single In Your Eyes wieder an seiner Solokarriere arbeiten.

Danny Saucedo, um den es nach einer als rassistisch eingestuften Aussage im Jahre 2012 etwas ruhiger wurde, nahm dreimal an der schwedischen Vorausscheidung Melodifestivalen zum Eurovision Song Contest teil, das erste Mal im Jahre 2009 als E.M.D. mit Baby Goodbye, das den dritten Platz erreichte, 2011 als Solosänger mit In the Club und 2012 mit Amazing. Als Solosänger nahm Saucedo beide Male den Zweiten Platz ein und konnte daher beim ESC Schweden nicht vertreten. 2011 wurde Saucedo von Eric Saade geschlagen und 2012 von Loreen, die dann auch bei internationalen Ausscheidung den ersten Platz einnahm.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. Februar 2016

Die schwedische Sängerin Shirley Clamp

Shirley Clamp kam am 17. Februar 1973 bei Borås zur Welt und verdankt ihren Vornamen ihrem in England geborenen Vater, der der Tochter einen Namen geben wollte der unmöglich ins Schwedische zu übertragen sei. Clamp arbeitete sehr früh an einer Karriere als Sängerin und besuchte erst die Ballettakademie in Göteborg um dort Musical zu studieren. Neben ihrer Teilname an verschiedenen Bands, die allerdings sehr kurzlebig waren, setzte die Sängerin dann ihre Ausbildung an der Musiktheaterschule in Bjärnum fort. Mit 16 gewann die Künstlerin auch ihren ersten Talentwettbewerb, der ihr zwar einige Auftritte brachte, nicht jedoch den Durchbruch.

Shirley Clamp schloss sich neuen Musikgruppen an, gewann 1994 erneut einen Talentwettbewerb und 1997 war sie im Finale von Sikta mot stjärnorna. Auch wenn die Stimme der Sängerin bald bekannt war, da sie diese Rickard Engfors in einer Dragshow lieh und 2002 beim Pridelied des Jahres sang und sowohl 2001 als auch 2002 als Backgroundsängerin im Eurovision Song Contest mitwirkte, so sollte Clamp erst ab 2005 den nationalen Durchbruch haben, allerdings bereits auf zwei Ebenen, denn in diesem Jahr ging sie mit Robert Wells, Nanne Grönvall und Peter Jöback auf Tournee und hatte erstmals als Solokünstlerin bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest Erfolg.

Allerdings gelang es Shirley Clamp mit ihrem Song Mr. Memory Im jahre 2003 nicht in die schwedische Endausscheidung zu gelangen. Im folgenden Jahr sang Clamp in der Vorausscheidung Min kärlek, den bisher größten Publikumserfolg der Sängerin. Beim dritten Anlauf beim ESC im Jahre 2005 gelang es Clamp mit Att älska dig direkt ins Finale zu gelangen, um dann jedoch nur auf dem vierten Platz zu landen. Der Einsatz der Sängerin führte jedoch zu ihrem ersten Album und zu zahlreichen Auftritten. Shirley Clamp nahm noch mehrmals an den Vorausscheidungen zum Eurovision Song Contest teil, hatte damit jedoch weitaus weniger Erfolg als auf der Bühne oder auch ihrem Weihnachtsalbum des Jahres 2014. Shirley Clamp lebt mit ihrem Partner und der gemeinsamen Tochter Vilja gegenwärtig in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 16. August 2015

Die schwedische Sängerin Cajsa-Stina Åkerström

Cajsa-Stina Åkerström wurde am 16. August 1967 als Tochter des Troubadours Fred Åkerström geboren, der seiner Tochter den Vornamen nach Fredman första epistel des Dichters Carl Michael Bellmann gab, was sehr viel über den Vater der Sängerin aussagt. Mit 13 begann Åkerström  an der Seite ihres Vaters aufzutreten, was allerdings dazu führte, dass die Sängerin nach dem Tod des Vaters im Jahre 1985 die Musik in die Schublade steckte und in Lund Archäologie studierte, denn Musik war für die junge Künstlerin auch mit Alkohol, langen Abenden in den Kneipen und dem sehr exzentrischen Auftreten ihres Vaters verbunden.

Aber auch wenn Cajsa-Stina Åkerström den Alkohol vermeiden konnte, so konnte sie sich kaum von der Musik lösen, denn als sie in Kalmar als Archäologin arbeitete, hatte sie Kontakt zu einem Reporter, der sie 1991 bat an einem Radioprogramm teilzunehmen. Zum ersten Mal präsentierte die Sängerin nun ihre eigenen Lieder, die beim Publikum sehr gut ankamen. Bald schon kam für Åkerström die Archäologie an zweiter Stelle und 1994 präsentierte sie ihr erstes Album CajsaStina mit dem Erfolgshit Fråga stjärnorna, das an Anhieb einschlug, 130.000 mal verkauft wurde und zu einer Tournee mit Magnus Uggla, Orust und Just D. führte. Nur zwei Jahre später kam ihr zweites Album Klädd för att gå und, parallel dazu, begann die Sängerin, als Verfasserin von Texten, eine Zusammenarbeite mit Lill Lindfors, Åsa Jinder und anderen bekannten Künstlern.

Im Jahre 1998 kam für Cajsa Stina Åkerström erneut eine Pause als Sängerin, denn die Angst vor der Bühne und vor anderen Menschen war so groß geworden, dass sie einige Jahre an sich arbeiteten musste um dieses Problem wieder zu überwinden. Erst 2002 kam dann erneut ein Album der Sängerin, das sie Picknick nannte und, unter anderem, den Song Himmel över dig enthält und von ihrem eigenen Label produziert wurde. Nach mehreren weiteren Alben nahm Åkerström 2014 mit dem eigenen Sång En enkel sång erstmals an der Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teil, kam allerdings nicht ins Finale,auch wenn ihr Lied anschließend einen bedeutenden Erfolg aufweisen konnte.


16. August 1537: Anna von Österreich wird Königin in Schweden
16. August 1740: Der Landesverräter Göran Magnus Sprengtporten
16. August 1912: Fingerabdrücke als Beweismittel in Schweden
16. August 1921: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus
16. August 1958: Steve Sem-Sandberg, der Autor der offenen Fragen
16. August 1989: Anton Nilson, ein Held als Verbrecher

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Juli 2014

Die schwedische Sängerin Molly Sandén

Molly Sandén wurde am 3. Juli 1992 in Stockholm geboren und entschied sich bereits in ihrer Kindheit für eine Karriere in der Welt der Musik. Wie auch ihre beiden Schwestern, besuchte sie die auf Musik ausgerichtete Grundschule Adolf Fredriks Musikklasser, der eine Ausbildung am Gymnasium Rythmus folgte. Auf ihre Karriere als Sängerin bereitete sich Sandén in der Band Helges All Stars vor, wo sie auch andere jugendliche Sängerinnen wie Amy Diamond, Zara Larsson und andere heute bekannte Sängerinnen traf. Helges Studio in Gävle bereitet noch heute Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren auf eine Gesangskarriere vor.

Die Solokarriere begann für Molly Sandén im Jahre 2006, als sie Schweden mit Det finaste någon kan få im Junior Eurovision Song Contest in Bukarest repräsentierte und dort den dritten Platz errang. Es folgten Fernsehauftritte und Molly sang im Duett mit Magnus Carlsson, Markoolio und Ola Svensson. Bereits 2007 war die Sängerin Teil der Diggilootourné und trat neben Künstlern wie Charlotte Perelli und Lotta Engberg auf. Mit 16 gehörte Molly Sandén dann zur Gruppe der Sängerinnen, die in ganz Schweden bekannt waren, obwohl sie um diese Zeit noch das Gymnasium besuchte und daher ihre Auftritte einschränken musste.

Zwei Jahre bevor Molly Sandén dann die Schule abschloss, nahm sie an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, kam zwar unmittelbar ins Finale im Globen, landete dort jedoch mit Så vill stjärnorna nur auf dem elften Platz. Als die Sängerin drei Jahre später mit Why Am I Crying erneut ins schwedische Finale der Vorausscheidung zum ESC kam, landete ihr Lied auf dem fünften Platz und nur wenig später erschien Sandéns zweites Album Unchained, das einen beachtlichen Verkaufserfolg zeigte. Ihr drittes Album bereitete Molly Sandén dann 2013 in Los Angeles vor, ein Album von dem sie selbst sagt, dass sie nun ihren eigenen Stil gefunden hat. Neben Gesang ist die Sängerin seit 2013 auch in Mode und Design aktiv, unter anderem auch mit einem eigenen Webshop.


3. Juli 1720: Der dritte Frieden von Stockholm
3. Juli 1746: Die schwedische Königin Sofia Magdalena von Dänemark
3. Juli 1811: William Chalmers, Gründer der Technischen Hochschule in Göteborg
3. Juli 1942: Gunilla Bergström und der kleine Willi Wiberg
3. Juli 1988: Der Åmselemord und ein Fahrraddiebstahl

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. Juni 2014

Die schwedische Schauspielerin Brita Borg

Brita Borg wurde am 10. Juni 1926 in Stockholm geboren und machte als Revuekünstlerin gewissermaßen eine Doppelkarriere, nämlich als Schauspielerin und als Sängerin. Ihre Karriere begann bereits 1943, als Borg gerade einmal 17 Jahre alt war und einen Nachwuchswettbewerb der Zeitschrift Vecko-Revyn gewonnen hatte, denn der erste Preis führte zu einem Auftritt mit der Revuetruppe Vårat gäng. Zwei Jahre später gründete Brita Borg das Gesangsquartett Flickery Flies und 1947 begann ihre Zusammenarbeit mit Povel Ramel und die Künstlerin entwickelte sich zu einer Schauspielsängerin in den publikumsträchtigsten Revuen Schwedens.

Parallel zu ihrer Karriere in den verschiedensten Revuen Schwedens entwickelte sich Brita Borg in den 50er Jahren, neben Zarah Leander und Anita Lindblom, auch zu einer der bedeutendsten Schlagersängerinnen des Jahrzehnts. Als der größte Hit der Sängerin gilt Fat Mammy Brown, der im Grunde Teil einer Revue war. Borg war Ende der 50er Jahre so populär in Schweden, dass man entschied, dass, egal welches Lied in der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gewinnen sollte, Brita Borg den Schlager 1959 im französischen Cannes singen sollte. In Schweden gewann Siw Malmkvist und Brita Borg reiste mit Augustin nach Frankreich. Als die Karriere als Sängerin in den 60er Jahren dem Ende zuging, kehrte Borg auf die Bühne zurück und versuchte später, im Gegensatz zu zahlreichen anderen schwedischen Sängerinnen, nie ein Comeback.

Dies sollte natürlich nicht bedeuten, dass Brita Borg nicht mehr singen sollte, denn auch wenn sie nach ihrem Umzug nach Arvidsjaur im Jahre 1970 keine Schlager mehr sang, so blieb sie der Revue treu und begann eine Karriere im Reichstheater wo sie mit zahlreichen Musicals auf der Bühne stand, unter anderem mit Annie Get Your Gun. Als ernstzunehmenden Schauspielerin in einer Rolle ohne Musik zeichnete sich Brita Borg erstmals 1978 in Sjöhästen aus, einem Stück, das allerdings weitaus weniger bekannt ist als das Fernsehdrama Polskan och puckelryggen aus dem Jahre 1983 in dem sie mit Halvar Björk auftrat. Brita Borg starb am 4. Mai 2010 in Borgholm auf Öland, der Insel auf der sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatte.


10. Juni 1933: Das Tragen politischer Uniformen wird in Schweden verboten
10. Juni 1982: Prinzessin Madeleine feiert ihren 30. Geburtstag 
10. Juni 1982: Laleh Pourkarim, als Musikerin bekannt als Laleh 
10. Juni 2005: Svinesundbrücke, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Juni 2014

Der schwedische Sänger Peter Jöback

Peter Jöback wurde am 4. Juni 1971 in Stockholm geboren und interessierte sich sehr früh für eine Karriere in der Musik, denn er wählte bereits im Gymnasium die Musiklinie und besuchte anschließend die Königliche Musikhochschule um sich dort als Solosänger ausbilden zu lassen. Als Sänger bekannt wurde Jöback dann am 11. Dezember 1989, als er im Alter von 18 Jahren den Nachwuchswettbewerb Talang gewann, was wiederum dazu führte, dass der Sänger im folgenden Jahr an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnehmen konnte, dort allerdings mit En sensation den vorletzten Platz belegte.

Auch wenn es Peter Jöback nicht gelang sich als Popsänger durchzusetzen, denn seine Single Higher wurde kein größerer Erfolg und bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest im Jahre 2010 erreichte er mit Hollow erneut den vorletzten Platz. Im Gegenzug dazu wurde sein Weihnachtsalbum Jag kommer hem igen till jul als „Klassiker aller Zeiten“ ausgezeichnet und seine Konzerte sind bis heute regelmäßig ausverkauft, auch wenn sein Publikum in der Regel bereits etwas älter ist und mehr die Stimme bewertet als Wert auf die eigenen Lieder des Sängers legt.

Peter Jöback, der sich sehr früh offen dazu bekannte bisexuell zu sein und seit 2010 mit seinem langjährigen Lebenspartner Oscar Nilsson verheiratet ist, machte sich im Laufe der Jahre einen Namen in Musicals, im Film und auf der Theaterbühne wo seine Stimme am besten überzeugen kann. Jöback hat auch eine besondere Beziehung zum schwedischen Königshof, denn er sang nicht nur während des Galakonzertes zur Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling, sondern war auch zur Hochzeit des Paares eingeladen und sang bei der Trauung von Prinzessin Madeleine mit Chris O’Neil das Lied The First Time I Ever Saw Your Face.


4. Juni 1845: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
4. Juni 1870: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens
4. Juni 1965: Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit
4. Juni 2015: Der schwedische Fahrradweg Kattegattleden

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Way Out West, Musik in Göteborg

Montag, 26. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Loreen

Als Loreen am 26. Mai 2012 mit Euphoria den Eurovision Song Contest in Baku für Schweden gewann, war Lorine Talhaoui, die am 16. Oktober 1983 von marokkanischen Eltern in Åkersberga geboren wurde, gewissermassen über Nacht internation bekannt geworden und ihre Träume waren endlich in Erfüllung gegangen. In Schweden war Loreen bereits seit ihrer Teilnahme bei Idol im Jahre 2004 für viele ein Begriff, wenn auch noch unter dem Namen Lorén Talhaoui.

Loreen - Copyright: Herbert Kårlin

Idol brachte Loreen allerdings nicht den großen Erfolg, denn auch wenn sie zu den 40 Ausgewählten gehörte, die zur Endaution geladen wurden, so wurde sie vom Publikum eliminiert. Dass Loreen dennoch teilnehmen konnte, lag ausschliesslich an der Wildcard der Jury, die in der jungen Sängerin ein Potential sahen. Loreen ging jedoch nicht den ganzen Weg und verpasste knapp die Endausscheidung. Es folgte eine Single, Tätigkeiten beim Fernsehen und ihre Stimme wurde bei einigen Filmen verwendet. Im Jahr 2011 nahm Loreen dann mit My Heart Is Refusing Me an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, kam jedoch nicht bis zur Endausscheidung, da sie im Duell gegen Sara Varga zu wenig Punkte bekam.

Nur ein Jahr später nahm Loreen erneut am Melodifestivalen, der schwedischen Vorausscheidung zum ESC, teil und dieses Mal kam sie auf Anhieb in die Entausscheidung, die sie ebenfalls mit grossem Vorsprung gewann. In Baku erhielt die Sängerin dann sogar 113 Punkte mehr als die russischen Künstlerinnen, die den zweiten Platz einnahmen und damit war Loreen die fünfte Schwedin, die den europaweiten Wettbewerb nach Schweden brachte. Auch wenn Euphoria in Schweden, und auch international, ein immenser Erfolg wurde, so gelingt es Loreen bisher nicht wirklich mit einem weiteren Hit anzuschliessen und ihre Auftritte als Sängerin werden seltener.


26. Mai 1879: Der Streik von Sundsvall, der erste Großstreik Schwedens
26. Mai 1888: Karolina Widerström, die erste Ärztin Schwedens
26. Mai 1931: Die pädagogische Reformatorin Anna Sandström
26. Mai 1931: Sven Delblanc und die Nachkriegsliteratur Schwedens
26. Mai 1931: Sven Delblanc, Autor und Literaturwissenschaftler
26. Mai 1943: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens

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Sonntag, 18. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Nanne Grönvall

Nanne Grönvall wurde am 18. Mai 1962 unter dem Namen Marianne Nordqvist in Stockholm geboren und steht seit 1985 auf der Bühne. Ihre Karriere begann in jenem Jahr mit der Gruppe Sound of Music, eine Band, die sie bereits mit ihrem Ehemann Peter Grönvall, einem Sohn von Benny Andersson, gründete. In etwas veränderter Besetzung, jedoch immer gemeinsam mit ihrem Mann, entstanden dann erst die Gruppe Peter’s Pop Squad und schließlich One More Time mit dem Erfolgshit Den Vilda, geschrieben vom Ehepaar Grönvall.

Für Nanne Grönvall bedeutete Den Vilda, das beim Eurovision Song Contest im Jahre 1996 in Oslo auf den dritten Platz kam, zwar nicht den ersten Auftritt im ESC, aber der Song wurde zum internationalen Bestseller und Nanne europaweit bekannt. Es sollten dann jedoch weitere zwei Jahre vergehen bevor Nanne ernsthaft an einer Solokarriere arbeitete, auch wenn sie weiterhin bei Text und Musik mit ihrem Mann zusammenarbeitete. Die Sängerin, die bisher insgesamt zehn Mal, als Sängerin oder Autorin, am Eurovision Song Contest teilnahm, präsentierte 1998 ihren Song Avundsjuk mit dem sie auf einem ehrenhaften vierten Platz landete. Ihr Beitrag Ett vackert par im Jahre 2002 galt erneut als Favorit beim ESC, wurde jedoch vor der Ausscheidung disqualifiziert, weil Nanne Grönvall den Song vorher bereits einmal öffentlich gesungen hatte.

Auch wenn Nanne Grönvall anschließend noch mehrmals und mit einem gewissen Erfolg an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, so begann sie sich ab 2004 mehr und mehr dem Musical, der Revue und eigenen musikalischen Shows zuzuwenden. Bereits mit dem ersten Musical Hur man lyckas i business utan att bli utbränd stand sie im Stockholmer Intiman 210 Mal auf der Bühne. So nebenbei übernahm Nanne dann auch zwei Jahre lang die beliebte Radiosendung von Magnus Uggla und zeigte dabei erneut ihre Vielseitigkeit und Volksnähe. Im Frühjahr 2014 stand Nanne Grönvall mit dem Musical Rebecca auf der Bühne der Oper in Malmö und im Sommer nimmt sie an der 12. Diggilootournee teil, die vom 7. Juni bis zum 16. August durch ganz Schweden zieht.


18. Mai 1160: Erik, der einsame Herrscher, hat Namenstag
18. Mai 1160: Erich der Heilige in der schwedischen Geschichte
18. Mai 1160: Erik der Heilige stirb bei Uppsala
18. Mai 1717: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens
18. Mai 1738: Die Eisenhütte Billingfors Bruk wird Papierfabrik
18. Mai 1946: Ein UFO mit Außerirdischen landet in Skåne

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Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Samstag, 10. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson

Kikki Danielssom, die eigentlich Elsie Ann-Kristin Roos heisst und ihren früheren Familiennamen Danielsson erhielt als sie im Alter von fünf Jahren von einem Ehepaar in Älmhult adoptiert wurde, kam am 10. Mai 1952 in Visseltofta in Skåne zur Welt und hatte ihren ersten Auftritt mit fünf Jahren, allerdings nur bei einem lokalen Luzienfest  und mit einem Weihnachtslied. Später wurde sie dann Mitglied im Kirchenchor der Gemeinde und als sie 15 Jahre alt war, nahm sie an einem Talentwettbewerb teil bei dem man auf die junge Sängerin erstmals aufmerksam wurde.


Als Kikki Danielsson dann 17 Jahre alt war, schloss sie sich der Tanzband Nickies an, der sie vier Jahre lang die Treue hielt, um dann jedoch zu Wizex zu wechseln, einer Gruppe, mit der sie im Jahre 1978 auch bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, aber mit Miss Decibel leider nur auf den zweiten Platz gelangte. Die Lieder der Sängerin blieben während ihrer gesamten Karriere der Tanzmusik nahe, auch wenn sie in den 80er Jahren auch einen gewissen Erfolg mit Country hatte, dem immer noch ihre zweite musikalische Liebe gilt.

Die wichtigste Zeit in der Karriere von Kikki Danielsson waren die 80er und 90er Jahre und ihren Höhepunkt erreichte als die Sängerin mit Bra Vibrationer auf den dritten Platz des Eurovision Song Contests gelangte und mehrere ihrer Songs wochenlang in den Svensktoppen zu finden waren. Ab dem Jahrtausendwechsel tritt Kikki Danielsson wieder als Tanzbandsängerin auf, nimmt 2002 mit Lotta Engberg und Elisabeth Andreassen mit Vem é dé du vill ha erneut am ESC teil und veröffentlicht immer wieder einige mittlere Erfolge. Mit dem volksnahen Drama Kikkiland erscheint die Sängerin dann 2014 im Stadttheater Göteborg und kann feststellen, dass sie in Schweden in keiner Weise vergessen wurde.


10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1815: Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2014