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Samstag, 13. April 2019

Der schwedische Regisseur Ruben Östlund

Ruben Östlund kam am 13. April 1974 auf Styrsö, einer Insel vor Göteborg, zur Welt und kam durch ein anderes Hobby zum Film, nämlich den alpinen Skilauf. Dieses Interesse führte dazu, dass er erst seine Freunde filmte, und zwischen 1994 und 1998 kürzere Filme darüber drehte und dabei die Regie führte, sowohl in Europa, als auch in Nordamerika. Im Jahr 1998 schrieb sich Östlund dann im Studienfach Regie an der Filmhochschule in Göteborg ein und begann nach dem Abschluss seines dreijährigen Studiums an seinem ersten Kinofilm zu arbeiten.

Im Jahr 2004 präsentierte Ruben Östlund dann seinen ersten Langfilm mit dem Titel Gitarrmongot, der bei der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen wurde, da das Thema über Jugendliche auch Gewalt beinhaltete und das Drehbuch sehr wenig mit dem herkömmlichen schwedischen Film zu tun hatte. Die Kritiker gaben Gitarrmongot das Prädikat als schlechtesten und als besten modernen Film Schwedens, was allerdings Östlund dazu verhalf in aller Munde zu sein und für den Filmreis des Nordischen Rates nominiert zu werden.

Anschließend ließ sich die Karriere Östlunds nicht mehr aufhalten, denn jeder seiner vier folgenden Kinofilme wurde in Cannes gezeigt, erntete, außerhalb Cannes, Aufmerksam und Preise, wobei der fünfte Film Östlunds, The Square, in Cannes auch eine goldene Palme erhielt, als erster schwedischer Film nach einer Pause von 66 Jahren. Der satirische Film ist, nach Östlund selbst, der beste Film, den er je drehte, auch wenn die Moralstudie etwas gewöhnungsbedürftig ist, da der Regisseur seine eigene Weise des Filmens benutzt und bisweilen zu sehr langen Szenen neigt. Die Idee, sich von anderen Regisseuren Schwedens abzusetzen, zahlt sich jedoch aus, denn jedes Werk Östlunds wird mit Preisen überhäuft, und jeder Film bricht mit den Bergmann-Imitationen, die immer noch in den Köpfen vieler schwedischer Filmer kreist.


13. April 1597: Der Reichsadmiral Klas Fleming
13. April 1714: Großbrand in Västerås
13. April 1812: Der letzte Reichstag in Örebro
13. April 1872: Der samische Künstler Nils Nilsson Skum
13. April 1876: Are Waerland, ein schwedischer Gesundheitsapostel
13. April 1888: Die Schriftstellerin Fredrika Wilhelmina Carstens
13. April 1909: Henrik Thore Cedergren und das erste Telefon Schwedens
13. April 1930: Die schwedische Textilkünstlerin Agnes Branting

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 18. April 2016

Der schwedische Skiläufer Per-Erik Hedlund

Per-Erik Hedlund wurde am 18. April 1897 in Särnaheden in Dalarna geboren und gehört zu jenen Skiläufern Schwedens, die als Legende auch in Zukunft weiterhin existieren werden, und dies aus mehreren Gründen gleichzeitig. Hedlund, der in Schweden allgemein nur als Särna-Hedlund bezeichnet wird, war von Kind auf auf Skibrettern zu Hause, allerdings dienten diese nur der Fortbewegung und bis Anfang der 20er Jahre wagte der bekannte Skiläufer keinen Abfahrtslauf. Selbst über die Zeit als sich der Skiläufer sportlich für den Skilauf interessierte, kursiert noch die Legende, dass Särna-Hedlund sechs Tage im Wald arbeitete und nur den siebten Tag dem Skilauf widmete.

Die sportliche Karriere von Särna-Hedlund war relativ kurz, denn seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Jahre 1924 in Chamonix waren noch eine Katastrophe und erst sein Sieg beim Vasalauf zwei Jahre später brachte ihm den Ruf eines hervorragenden Skiläufers. 1928 gewann Per-Erik Hedlund dann nicht nur den Vasalauf, sondern er gewann in Sankt Moritz auch olympisches Gold im 50 Kilometer-Lauf, und dies mit einem Vorsprung von knapp 15 Minuten. Bereits nach einer Goldmedaille im Stafettenlauf während der Skiweltmeisterschaft in Innsbruck, wurde der Skilauf für Särna-Hedlund wieder ein Priatvergnügen.

Im Jahre 1928 trat der sehr eigenwillige Skiläufer Särna-Hedlund gleich zweimal mit einer „hitzigen“ Aktion an die Öffentlichkeit, die ihn weltberühmt machen sollten. Beim Vasalauf entschieden sich Särna-Hedlund und Sven Utterström den Sieg zu teilen. Als die Jury dann jedoch ausschließlich Hedlund zum Sieger erklärte, sägten die beiden Freunde die Gold- und Silbermedaille auseinander und löteten jeweils eine Gold- und eine Silberhälfte zusammen. Die Aktion während der Olympiade war noch bedeutender, denn der Skiläufer weigerte sich im schwedischen Blau anzutreten und bestand auf seinen weißen Skianzug, obwohl ihm der Nationaltrainer drohte ihn deswegen zu disqualifizieren. Nach seinem Olympiasieg wurde jedoch entschieden, dass die schwedischen Skianzüge nicht mehr blau, sondern weiß sein sollten.


18. April 1589: Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone
18. April 1647: Der Künstler und Heraldiker Elias Brenner
18. April 1676: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
18. April 1759: Thomas Thorild, der revolutionäre Schriftsteller des 18. Jahrhunderts
18. April 1854: Julia Nyberg und die philanthropischen Balladen des 19. Jahrhunderts
18. April 1896: Der Literaturwissenschaftler Henry Olsson
18. April 1896: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte
18. April 1962: Jan Björklund, der Kultusminister mit militärischem Hintergrund
18. April 1965: Der Priester, der sich für die Homosexualität einsetzt

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 18. März 2016

Die schwedische Skilegende Ingemar Stenmark

Ingemark Stenmark kam am 18. März 1956 in Joejö in Västerbotten als Sohn eines Bahnlegers im Orientierungslauf zur Welt, wuchs jedoch im nahen Tärnaby auf, wo die Familie ein Haus kaufte als Stenmark drei Jahre alt war. Schon in diesem Alter fühlte sich der spätere Sportler auf Skiern sehr wohl und als er acht Jahre alt war gewann er dort beim Abfahrtslauf die Donald-Duck-Trophäe, was dazu führte, dass er von Hermann Nogler entdeckt wurde, der ab diesem Jahr sein Trainer wurde. Nur ein Jahr später errang Stenmark dann seine ersten Punkte für den Weltcup im Skilauf.

Die Karriere von Ingemar Stenmark begann endgültig im Jahre 1974, als er seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. In der Folge versuchte sich der Skiläufer auch im Abfahrtslauf, musste jedoch feststellen dass seine Stärke im Slalom lag, auch wenn er im 1984 im Super G in Garmisch Partenkirchen den fünften Platz belegen konnte. Stenmark gewann acht Weltcups im Slalom und sieben im Riesenslalom, eine Leistung, auf die nur sehr wenige Skiläufer zurückblicken können. Als Stenmark dann in der Saison 1978/79 insgesamt dreizehn Rennen gewann, wurde er zu einer schwedischen Skilegende, auch wenn der Skiläufer damals gerade einmal 22 Jahre alt war.

Ingemar Stenmark, der heute vor allem als Produktentwickler für die Skimarke Elan arbeitet, schloss seine sportliche Karriere Ende der 80er Jahre ab, wobei er bei seiner letzten Meisterschaft im Jahre 1989 in Vail in Colorado immer noch den siebten Platz einnahm. Im selben Jahr wurde er in Aspen, ebenfalls in Colorado, auch letztmals Weltmeister im Riesenslalom, ein Sieg, den man als würdigen Abschluss einer langen Karriere als Skiläufer bezeichnen kann. Als Sveriges Radio 1979 den Jerringpriset einrichtete, bei dem die Hörer ihren beliebtesten Sportler wählen können, war Stenmark der erste Preisträger, wobei ihm die Trophäe auch im kommenden Jahr erneut verehrt wurde.


18. März 1655: Maria Eleonora von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens
18. März 1862: Der schwedische Künstler Eugène Jansson
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden
18. März 1915: Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik
18. März 1935: Der schwedische Sprachforscher Axel Kock
18. März 1957: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All
18. März 1986: Die schwedische Sängerin Lykke Li 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 3. September 2014

Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund

Assar Rönnlund kam am 3. September 1935 in Sävar bei Umeå zur Welt, verbrachte jedoch nahezu seine gesamte Kindheit in der Stadt Umeå. Über die frühen Jahre und das Skiinteresse Rönnlunds weiß man relativ wenig so dass die Biographie des Skiläufers im Grunde erst im Jahre 1961 beginnt, als er im Alter von 26 Jahren erst in Umåker an der schwedische Meisterschaft über 30 Kilometer teilnahm und wenig später auch den 50-Kilometer-Lauf im finnischen Lahti gewann. Nahezu über Nacht war damit Rönnlund zu einem der bedeutendsten Skiläufer Schwedens geworden.

Nachdem  Assar Rönnlund dann im folgenden Jahr sowohl die schwedische Meisterschaft in Skilanglauf über 15 Kilometer als auch über 50 Kilometer gewonnen hatte, wunderte es niemanden mehr, dass Rönnlund im folgenden Jahr drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft im Stafettenlauf und Skilanglauf holte. Rönnlund war innerhalb von nur zwei Jahren zur größten Hoffnung des schwedischen Skisports geworden und galt damit im Skilanglauf als Favorit für die olympischen Winterspiele in Innsbruck. Während der Weltmeisterschaft in Zakopane lernte Rönnlund auch seine spätere Frau, die finnische Skiläuferin Toini Gustafsson Rönnlund, kennen, die er 1968 heiratete, als beide mit olympischen Medaillen nach Schweden zurückkehrten.

Weltweit bekannt wurde Assar Rönnlund allerdings bereits während der Olympischen Spiele im Jahre 1964, als der Skiläufer plötzlich als Erster aus einem Waldstück, das nicht von Kameras überwacht wurde, auftauchte und damit olympische Geschichte schrieb. Im Jahre 1967 gewann Rönnlund noch den Vasalauf und nur zwei Jahre später - und nach dem vierten Kind der Familie - gab Rönnlund den Skisport auf und entwickelte sich zu einem der meist geschätzten Sportkommentatoren im schwedischen Rundfunk. Am 5. Januar 2011 starb die schwedische Skilegende nach längerer Krankheit im Universitätskrankenhaus in Umeå, der Stadt, zu der er immer eng verbunden war.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 25. Juni 2012

Mora-Nisse, eine schwedische Legende des Skisports

Am 25. Juni 1917 wurde Nils Emanuel Karlsson in Östnor bei Mora geboren, ein Sportler, der als Mora-Nisse besser bekannt wurde als mit seinem tatsächlichen Namen. Mora-Nisse nahm zwischen 1943 und 1953 zehn Mal am legendären Vasalauf teil und ging dabei neun Mal als Sieger hervor, was noch heute der absolute Rekord ist und nur sehr schwer von einem anderen Sportler geschlagen werden kann.

Auch wenn Mora-Nisse seinen Ruf vor allem den Vasaläufen verdankt, an denen er sich bis zu seinem Tod am 16. Juni 2012 engagierte, wenn auch seit vielen Jahren mehr auf der organisatorischen Seite, so gewann er 1948 auch das olympische Gold, erhielt 1950 die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften im Langlauf und gewann 37 Mal die Goldmedaille bei schwedischen Meisterschaften. Ohne die Leistungen von Mora-Nisse wäre der schwedische Vasalauf, den der Skiläufer bei jeder Gelegenheit hervorhob, vermutlich nie weltweit bekannt geworden.

Als Mora-Nisse vor 20 Jahren einen Schlaganfall erlitt, musste er zwar den Skilauf an den Nagel hängen und hatte Schwierigkeiten sich mündlich auszudrücken, aber dennoch war er noch bei jedem Vasalauf an der Strecke. Als Nils Emanuel Karlsson 65 wurde, wurde der Mora-Nisse Jubiläumsfond eingerichtet, der seither junge Skitalente unterstützt. Auch wenn Mora-Nisse in vielen Punkten sehr konservative Anschauungen zum Skisport hatte und, zum Beispiel, gegen Freestyle war, war es dennoch Mora-Nisse, der beim Vasalauf durchsetzte, dass die Zeit der Läufer computergesteuert genommen wurde.


25. Juni 1630: Gustav II. Adolf tritt in den 30-jährigen Krieg ein
25. Juni 1888: Vier Städte Schwedens brennen am gleichen Tag

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 25. April 2011

Anja Pärson, alpine Skiläuferin

Am 25. April 1981 wurde Anja Pärson in Tärnaby im Västerbottens Län geboren, einer Gegend, in der jedes Kind von klein auf mit Skier zurechtkommt, auch wenn nicht alle die gleichen Leistungen bringen, die Anja Pärson im Laufe vieler Jahre erbrachte, zumal viele im Laufe der Zeit eher Motorschlitten den beiden Brettern vorziehen.

Anja Pärson begann ihre Karriere als Skiläuferin bei der Weltmeisterschaft am 15. März 1998 in Crans-Montana in der Schweiz, wo sie den 25. und damit den letzten Platz auf der Liste einnahm. Nur zwei Wochen später überraschte sie dann damit, dass sie ihr erstes Gold bei der schwedischen Meisterschaft im Riesenslalom errang.

Anja Sofia Tess Pärson, wie sie mit vollem Namen heißt, errang während der Weltmeisterschaft in Garmisch Partenkirchen, trots ihrer geringen Leistungen, die 13. Weltmeisterschafts-Medaille und gilt damit als die beste Skiläuferin aller Zeiten. Anja Pärson lebte von 2003 bis 2012 in Monaco, um den hohen schwedischen Steuern zu entgehen und trainiert im Sommer überwiegend in der Schweiz. Im Jahre 2012 gab Anja Pärson ihre Karriere auf und zog zu ihrer Partnerin Filippa Rådin in Schweden.

25. April 1744: Anders Celsius und die Celsius-Skala
25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA 

Copyright: Herbert Kårlin

Vetenskapsfestivalen Göteborg 2013 Pferdesport in Göteborg