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Dienstag, 24. April 2018

Die Sportlerin und Sängerin Inga Gentzel

Inga Gentzel kam am 24. April 1908 als Tochter eines Kantors in Stockholm zur Welt und entdeckte den Leistungssport relativ spät, denn erst mit 18 Jahren nahm sie erstmals an einer Ausscheidung teil, die Neulinge zu sportlichen Aktivitäten bringen sollte. Gentzel lief dabei barfuß zum Sieg. Nur wenig später schloss sich die junge Frau dem Sportklub Djurgården IF an, der das Talent der Sprinterin unmittelbar erkannte und Gentzel zu den nahestehenden Internationalen weiblichen Sportspielen des Jahres 1926 in Göteborg anmeldete. Gentzel wählte eine Distanz von 1000 Metern und landete nicht nur auf dem zweiten Platz, sondern meisterte dabei einen neuen schwedischen Rekord.

Nahezu über Nacht war Inga Gentzel damit zu einem Spitzensportler aufgestiegen. Zwei Jahre später nahm die Sportlerin dann an der Olympiade in Amsterdam teil, erhielt beim 800-Meter-Lauf eine Bronzemedaille und stellte bei der gleichen Distanz auch den Weltrekord auf. Gentzel war damit die erste Schwedin, die in dieser Sparte einen Weltrekord aufstellen konnte. Insgesamt wurde Gentzel fünf Mal schwedische Meisterin im 800-Meter-Lauf eine einmal im 200-Meter-Lauf. Die Karriere der Sportlerin sollte jedoch Mitte der 30er Jahr nach einer Sportverletzung plötzlich enden.

Inga Gentzel, die am 1. Januar 1991 in Nyköping starb, gab jedoch nach Abschluss der Karriere den Sport jedoch nicht ganz auf, sondern nahm weiterhin an Orientierungs-Ausscheidungen teil und war in ihrem Sportklub aktiv. In diesen Jahren begann Gentzel jedoch eine zweite Karriere, denn zum einen trat sie als Sängerin der Gruppe Trio Rita auf, zum anderen gab sie Klavierunterricht, was ihr den Beinamen „die singende Sportlerin“ brachte. Als Läuferin hatte Inga Gentzel eine sehr eigene Technik, denn sie legte alles in den anfänglichen Spurt und lag daher zu Beginn immer in Führung, denn sie wusste, dass sie nicht die Ausdauer anderer Sportlerinnen hatte, die erst beim Schlussspurt beschleunigten.


24. April 1642: Samuel Columbus und das biblische Epos Schwedens
24. April 1771: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
24. April 1794: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
24. April 1830: Die schwedische Prinzessin Eugénie
24. April 1865: Die Künstlerin Anna Wengberg
24. April 1896: Örebro wird internationale Handelsstadt
24. April 1901: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
24. April 1917: Die Hungerdemonstration in Stockholm
24. April 1940: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
24. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
24. April 1957: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
24. April 1961: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
24. April 1964: Die Torslandaverken in Göteborg
24. April 1975: Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm
24. April 1979: Die schwedische Sängerin Marie Picasso
24. April 2000: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. März 2017

Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Susanne Ljungskog kam am 16. März 1976 bei Halmstad zur Welt und entdeckte bei der suche nach einer zu ihr am besten passenden Sportart mit zwölf Jahren das Fahrrad. Als Ljungskog dann mit 14 Jahren die schwedische Jugendmeisterschaft beim Rennen in Kungsbacka gewann, gab es für die Sportlerin kein Zurück mehr. Ab dieser Zeit war es für die spätere Radrennfahrerin klar dass sie nicht nur zur Weltelite gehören, sondern die Spitze darunter einnehmen wollte. Als Ljungskog 1995 ihre Hochschulreife in der Tasche hatte, setzte sie ganz auf den Radsport und fand in Klas Johansson einen idealen Trainer, aber der Weg zum Welterfolg schien dennoch in die Ferne zu rücken.

Als auch 1997 die Weltmeisterschaft noch in der Ferne lag, entschloss sich Susanne Ljungskog einiges zu ändern, vor allem aber ihr Training mit Hilfe aller möglichen Tests zu individualisieren, aber auch jedes Training zu überwachen und an Details zu arbeiten. Zur gleichen Zeit entschied sich Ljungskog auch von der Benutzung der Standardfahrrädern der Sportverbände abzugehen und ließ sich ein an sie angepasstes Fahrrad bauen. Das Ergebnis dieser Entscheidungen zeigte sich dann bereits 1998, denn Susanne Ljungskog gewann in diesem Jahr in Uppsala die Europameisterschaft und hatte damit den ersten Schritt zu ihrem Ziel erreicht.

Durch ein nahezu exzessives Training gelang es Susanne Ljungskog dann sowohl 2002 als auch 2003 die Weltmeisterschaft im Sprint zu gewinnen. Das nächste Ziel, das die Sportlerin danach anstrebte, war olympisches Gold, das ihr jedoch sowohl 2004 als auch 2008 versagt blieb, auch wenn Ljungskog nun zu den besten Radsportlerinnen Schwedens gehörte. Die Hoffnung, die beste Radrennfahrerin weltweit zu werden, zerschlug sich dann im Jahre 2009, als man bei Ljungskog eine genetisch bedingte Blutkrankheit entdeckte, die Hämochromatose, und ein Jahr später musste die Sportlerin einsehen dass der Radsport für sie zu Ende war. Immerhin war einer der ersten Käufe der Sportlerin nach Ende der Karriere der Kauf eines ganz gewöhnlichen neuen Fahrrads.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Februar 2017

Der Globen in Stockholm

Am 19. Februar 1989 wurde eines der bekanntesten Gebäude Stockholms eingeweiht, das allgemein als Globen bekannt ist, auch wenn sein Gesamtname Ericsson Globe ist, nachdem der ursprüngliche Name Stockholm Globe Arena sich nicht richtig durchsetzen konnte. Als Attraktion des Globen gilt heute allerdings weder das Bauwerk, noch die Veranstaltungen, die dort abgehalten werden, sondern die Gondeln, genannt Skyview, die 2010 den Globen vervollständigten und das Gebäude von außen erklimmen um auf einer Höhe von 85,2 Meter über der Erde einen gigantischen Ausblick zu bieten, zumindest bei schönem Wetter.

Auch wenn der Globen eigentlich aus mehreren Bauten besteht, so versteht man darunter vor allem die gigantische Kuppel, den eigentlichen Globus, der einen Durchmesser von 110,4 Metern und eine Höhe von 85,2 Meter aufweist und vor allem aus Beton, Stahl, Aluminium, Gips und Glas besteht. Noch bevor die Gondeln auf den Globen fuhren, fand man hier für einige Monate eine weitere Attraktion, ein typisches rotes schwedisches Häuschen (Stuga), das der Künstler Mikael Genberg 2009 auf der höchsten Stelle des Bauwerks errichtet hatte um einem hochmodernen Bau die schwedische Tradition hinzuzufügen, die gewissermaßen den Globen dominiert.

Der Globen in Stockholm ist eine Multiarena, die sich für die unterschiedlichsten Ereignisse eignet, angefangen von sportlichen Ausscheidungen bis zu Konzerten von Weltkünstlern. Im optimalen Fall finden im Inneren des Globen über 16.000 Personen Platz. Bei großen Ereignissen ist der Globen, der bis 2009 nur rote Zahlen einbrachte, grundsätzlich ausgebucht.Als eines der wichtigsten regelmäßigen Ereignisse im Globen zählt die jährliche Endausscheidung des Melodifestivalen, die schwedische Endausscheidung für die Teilname am Eurovision Song Contest, der sowohl im Jahr 2000, als auch 2016, ebenfalls in diesem Globus ausgetragen wurde. Beim Anflug in Bromma ist der Globen heute geradezu ein Wahrzeichen Stockholms geworden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 27. Februar 2016

Die schwedische Fußballspielerin Lotta Schelin

Lotta Schelin kam am 27. Februar 1984 als als Charlotta Schelin in Stockholm zur Welt, wuchs jedoch in einem Vorort Göteborgs auf und begann dort als Sechsjährige, gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Camilla, im Fußballklub Kållereds SK Fußball zu spielen. Als Vierzehnjährige musste Schelin dann wählen entweder in die Seniorenmannschaft des Klubs aufzusteigen oder bei Hällesåkers IF spielen, da ihr Klub die Juniorenmannschaft aufgab. Erst zwei Jahre später entschied sich die Fußballspielerin in die Seniorenmannschaft zu wechseln, jedoch zum Mölnlycke IF, der Mannschaft, in der auch ihre Schwester spielte.

Ein Jahr später wechselte Lotta Schelin zum Landvetter IF, da sich der Trainer für die beiden Schelin interessierte. Dort begann auch der sportliche Aufstieg Schelins, denn mit dieser Mannschaft spielte sie 100 Spiele in der höchsten Spielklasse Schwedens, trotz einiger Verletzungen. Am 16. März 2004 kam Schelins erstes Spiel in der Nationalmannschaft, was sie 2006 zu einer Legende machte, denn Schelin schoss beim Spiel um die Bronzemedaille im Algarve Cup das einzige Tor gegen Frankreich. Als sie im Folgejahr auch einige der maßgeblichen Tore in dert Weltmeisterschaft in China schoss, wurde Schelin der diamantene Fußball überreicht, der bedeutendste Preis für eine Fußballspielerin Schwedens.

Im Juli 2008 begann sich dann der französische Fußballklub Olympique Lyonnais für Lotta Schelin zu interessieren, was nur einen Monat später dazu führte, dass Schelin von Göteborg nach Lyon wechselte und ihr Heimatklub dafür eine Million Kronen erhielt, die größte Übergangsumme, die bisher für eine Fußballspielerin bezahlt wurde. Sowohl in der französischen Mannschaft als auch der schwedischen Nationalmannschaft zeigt Schelin seit dieser Zeit ihre Stärke. Am 29. Oktober 2014 schoss Schelin ihr 73 Tor für die weibliche Nationalmannschaft und hält damit den bisherigen absoluten Rekord unter den schwedischen Fußballspielerinnen und wird daher auch oft mit Zlatan Ibrahimović verglichen. Schelins angebliche lesbische Neigung wird bisher nur vom extremistischen Forum Flashback verbreitet und in keiner Weise von der Fußballspielerin bestätigt.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Mittwoch, 24. Februar 2016

Der schwedische Fußballklub Malmö FF

Das Fußballspiel kam bereits 1870 über Großbritannien nach Schweden, begann sich jedoch erst gegen 1890 zu organisieren und die ersten Meisterschaften konnten ausgetragen werden. Fußball war um diese Zeit eine Arbeiterbewegung, was auch erklärt, warum man 1905 auch in Malmö die Jugendlichen zu einer sinnvollen Freizeitaktivität bringen wollte, zu Fußball. Einige Jahre lang existierten dann mehrere Klubs ín Malmö, bis 19 Mitglieder des BK Idrott am 24. Februar 1910 den Malmö FF, den Malmö Fotbollförening gründeten.

Allerdings spielte der Malmö FF die ersten Jahre nur auf lokalem Niveau und erst 1916 gelang ihr der Sprung die Distriktmeisterschaft in Skåne (Schonen), bei der sie jedoch im Finale gegen Helsingborg unterlagen. Ein Jahr später nahm der Malmö FF in der schwedischen Fußballmeisterschaft teil und 1920 begann der Schwedische Fußballverband, der bereits 1904 gegründet worden war, mit organisierten nationalen Ausscheidungen zu denen auch der Malmö FF eingeladen wurde. Nach einigen Auf und Ab gelang es der Malmö FF jedoch erst 1931 in die Oberste Liga Schwedens, die Allsvenskan, aufzusteigen und wurde dann bis (Stand Anfang 2016) insgesamt 21 Mal schwedischer Meister.

Bis 1958 spielte der Malmö FF im Stadion Malmö IP, das sie mit dem dem Konkurrenten IFK Malmö teilen musste und das heute von der Malmöer Damenmannschaft FC Rosengård benutzt wird. Als Malmö 1958 eine Gaststadt für die Fußballweltmeisterschaft wurde, entstand auch ein neues Stadion, das Malmö Stadion, das ab dieser Zeit auch das Heimatstadion der Malmö FF wurde. Als der Fußballklub 2004 die Allsvenskan gewann, plante man ein neues Stadion in Malmö, das Swedbank Stadion, in der der Malmö FF seit 2009 alle seine Heimspiele austrägt.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. Februar 2016

Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur

Sanna Kallur kam am 16. Februar 1981, mit ihrer Zwillingsschwester Jenny Kallur, als Tochter eines Eishockeyspielers in Huntington in den USA zur Welt, da der Vater um diese Zeit für die New York Islanders spielte. Allerdings wuchs Kallur dann ab ihrem vierten Lebensjahr in Falun auf, wo sie auch zur Schule ging, sich auf eine sportliche Karriere vorbereitete und wo sie noch heute, gemeinsam mit ihrem Eheman Klas, der Tochter Majken und ihrer Katze Greta, lebt. Gegenwärtig bereitet sich Kallur in ihrem Heimatort auf die Olympiade in Rio de Janeiro vor.

Der sportliche Durchbruch kam für Sanna Kallur, die eigentlich Susanna Kallur heißt, mit der Weltmeisterschaft der Junioren im Jahre 1998, als die Sportlerin gerade einmal 17 Jahre alt war und sie beim 100-Meter-Hürdenlauf den dritten Platz errang. Nur zwei Jahre später gewann Kallur dann die Weltmeisterschaft der Junioren und sie wechselte zu den Senioren. In den folgenden Jahren gelang es der Sportlerin jedoch nicht die Spitzenposition zu halten und erst 2005 kam dann die erste  Bronzemedaille bei der Hallenweltmeisterschaft in Moskau, der im gleichen Jahr der Sieg bei der Europameisterschaft in Göteborg folgte.

Im Jahre 2008 gelang Sanna Kallur der Weltrekord beim 60-Meter-Hürdenlauf, was bedeutete, dass die Leichtathletin nun zur Weltspitze gehörte. Zwischen Dezember und Februar bewies Kallur mit fünf besten Zeiten ihre Leistungsfähigkeit, aber eine Verletzung unterbrach für sie die Saison und beim Neustart während der Olympischen Spiele 2008 schied Kallur im Semifinale aus. Anschließend unterbrach Sanna Kallur ihre Karriere und kehrte erst 2010 wieder langsam zurück zur Leichtathletik. Als 2013 ihre Tochter Majken zur Welt kam, setzte sich die Pause fort und Schwierigkeiten mit Sponsoren machten ein echtes Comeback problematisch. Nun hofft Kallur während der Olympiade 2016 wieder ihre volle Form zu zeigen, vermutlich die letzte Chance um eine Sportlegende zu werden, da Sanna Kallur nun 35 Jahre alt wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 31. Januar 2016

Die legendäre Marathonläuferin Evy Palm

Evy Palm wurde am 31. Januar 1942 in Lidköping geboren und zeigte bereits in der Schule ihre Kapazität im Laufen, denn sie setzte in dieser Zeit beim 60-Meter-Lauf den Schulrekord, ohne dass diese Leistung allerdings von jemandem bemerkt wurde. Palm heiratete, bekam Kinder und arbeitete in einer Schulküche. Erst Ende der 70er Jahre begann Palm wieder zu joggen, und als die beiden Töchter älter wurden, nahm das Training einen immer größeren Platz in ihrem Leben ein, ohne dass die spätere Marathonläuferin allerdings ihre eigene Kapazität erkannte.

Als dann in Lidköping ein lokaler Terrainlauf stattfand, nahm Evy Palm teil und errang den ersten Platz. Von diesem Erfolg angestachelt, wollte Palm nun ihre Fähigkeit testen und 1981 nahm die Läuferin dann am Stockholm Marathon teil, und erreichte das Ziel nach drei Stunden, sieben Minuten und 23 Sekunden. Nur fünf Jahre später sollte Evy Palm, im Alter von 44 Jahren, den Marathon in Stockholm gewinnen, mit etwas über zweieinhalb Stunden und gegen eine gut trainierte Konkurrenz, die halb so alt war wie Palm. Allerdings war die Läuferin bereits 1984 schwedischer Meister im Halbmarathon und im 5000-Meter-Lauf geworden.

Evy Palm hatte, im Gegensatz zu den meisten Sportlern, ihre Glanzzeit als sie über 45 Jahre alt war. Im Laufe ihrer Karriere gewann sie nicht nur den Stockholm Marathon, sondern auch den Göteborgsvarvet und die Tjejmilen, was Palm zu einem Vorbild für viele weibliche Läufer machte und Joggen zum Allgemeinsport Schwedens werden ließ. Trotz guter Kondition war Palms Körper gealtert und als sie 1991 ihren eigenen Rekord beim Stockholm Marathon brechen wollte, zeigten sich die ersten Verschleißerscheinungen und die Sportlerin erkannte dass ihre Karriere zu Ende war. Aber auch wenn die Karriere zu Ende war, so sieht man Evy Palm noch heute mit ihren Joggingschuhen in gemütlicherem Rhythmus täglich trainieren.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Januar 2016

Das Schlittschuhunglück bei Ridö im Mälaren

Schlittschuhlanglauf hat auf dem Mälaren bei Stockholm eine lange Tradition, wobei die bekanntesten Rennen das 80 Kilometer lange Vikingarännet und das 30 Kilometer lange Krogrännet sind. Nachdem in der Regel bei organisierten Läufen alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden, sind hierbei Unglücke selten, abwer es gibt Ausnahmen. Noch heute erinnern sich viele Schweden an den 28. Januar 2006, als bei einem der Langstreckenläufe 14 Läufer im eisigen Wasser landen und zwei unter ihnen an Unterkühlung sterben, denn an diesem Tag gab es erstmals Tote bei einer dieser Sportveranstaltungen.

Die tatsächliche Unglücksursache konnte nie eindeutig gefunden werden, denn an diesem Tag waren  mehrere Gruppen auf dem Eis und nur eine unter ihnen war vom Unglück betroffen. Von den 15 Personen der Gruppe des Stockholmer Schlittschuhsegelerklubs SSSK brachen 14 durch die Eisschicht, die nur wenige Stunden vorher kontrolliert worden war. Eine Untersuchung kam anschließend zur Meinung dass die Läufer zu dicht hintereinander liefen, was das Eis übermäßig belastet, denn die Geschwindigkeit der Läufer, die ebenfalls einen Einfluss auf das Eis hat, war korrekt, was beim vorgegebenen Mindestabstand zwischen den Sportlern nicht der Fall war.

Dass es beim Ridöolyckan, dem Unglück bei Ridö, zu Toten kam, hatte mehrere Gründe, denn da der Rettungshubschrauber erst an einer falschen Stelle suchte, kam er erst 50 Minuten nach dem Unglück bei den halberfrorenen Schlittschuhläufern an, die mittlerweile von ihren Freunden aus dem Wasser gezogen worden waren, zum anderen hatte man beim Start nicht kontrolliert ob alle 15 Läufer die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen beachteten und die Siherheitsausrüstung dabei hatten, was bei einigen der Teilnehmer nicht der Fall war und daher zu einem weitaus schwerwiegenderen Unglück hätte führen können. Seit diesem Unglück wird nun das Eis vor den Läufen noch besser getestet und auch die Läufer werden besser auf die Einhaltung der Sicherheitsbedingungen geprüft.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 9. Januar 2016

Greta Johansson und olympisches Gold

Greta Brandsten kam am 9. Januar 1895 als Margareta Johansson in Stockholm zur Welt, etwa dort wo man heute das Stadshuset findet. Sehr früh interessierte sich die junge Johansson für das Schwimmen und mit zehn Jahren begann sie im Strömbadet, mit Hilfe der Sportschwimmerin Lisa Regnell, Kunstspringen zu trainieren. Nur drei Jahre später gewann Johansson dann auch ihre erste Ausscheidung in dieser Sportart und zählte damit mit nur 13 Jahren bereits zur schwedischen Schwimmelite.

Als Greta Johansson dann 1912 bei den Olympischen Spielen in Stockholm teilnahm, galt sie zwar als eine der Favoritinnen, aber der tatsächliche schwedische Erfolg sollte eine Überraschung werden, denn Johansson gewann beim zehn-Meter-Sprung als erste Frau Schwedens eine Goldmedaille, gefolgt von ihrer früheren Trainerin Lisa Regnell, die bei der gleichen Disziplin die Silbermedaille erhielt. Nur ein Jahr später begann Johansson jedoch als Schwimmlehrerin und Trainerin für das Kunstspringen zu arbeiten und verlor damit ihren Amateurstatus, was mit dem Ende der Sportkarriere gleichzusetzen ist.

Noch 2013 heiratete Greta Johansson dann auch professionellen Kunstspringer und Schwimmtrainer Ernst Brandsten und wanderte mit diesem in die USA aus um dort für die Entwicklung des Kunstspringens und Turmspringens zu arbeiten. Das Ehepaar legte in diesen Jahren den Grundstein für die späteren amerikanischen Erfolge im Kunst- und Turmspringen und sind heute in den USA in Schwimmkreisen nahezu bekannter als in ihrem Heimatland Schweden. Ernst Brandsten hatte in den USA den Status eines Nationaltrainers, mit Greta Johansson als seine Assistentin.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 12. Oktober 2015

Die schwedische Hochspringerin Kajsa Bergqvist

Kajsa Bergavist wurde am 12. Oktober 1976 in Sollentuna bei Stockholm geboren und begann sich bereits im Alter von sechs Jahren für Sport zu interessieren. Im Laufe der Jahre versuchte sie sich in allen möglichen Sportarten, angefangen von Fußball und Schwimmen bis zum Langskilauf. Als Bergqvist zehn jahre alt war, kam sie, auf Anregung ihres Bruders, zur Leichtathletik, die sie dann dauerhaft zu interessieren begann. Als die Jugendliche dann 15 Jahre alt war, entdeckte ihr Trainer, dass die Stärke der jungen Sportlerin im Hochsprung lag und konnte sie davon überzeugen alle anderen Sportarten aufzugeben und sich  nur noch auf den Hochsprung zu spezialisieren.

Trotz des hohen Engagement gelang es Kajsa Bergqvist dann jedoch nicht bereits als Jugendliche die schwedische Meisterschaft zu gewinnen und musste diesen Erfolg der ein Jahr jüngeren Emelie Färdigh überlassen. Der Erfolg stellte sich für Bergqvist ab dem Jahre 2005 und mit ihrem neuen Trainer Yannick Tregaro ein, denn in diesem Jahr wurde sie mit einem Sprung von einer Höhe von 2,02 Metern Weltmeisterin im Hochsprung und nur ein Jahr Später schlug sie mit 2,08 Meter Höhe auch den Weltrekord in der Halle, den die Sportlerin bis heute hält. Es folgten mehrere Verletzungen und bereits am 7. Januar 2008 teilte Kajsa Bergqvist dann mit, dass ihr jede Motivation fehle um im Hochleistungssport fortzusetzen und erklärte ihren Rücktritt.

Im Jahre 2010 gründete Kajsa Bergqvist ein Unternehmen und importierte, nach einer Ausbildung als Sommelier, Weine. Gleichzeitig war sie im Vorstand der Firma Cefour, eine Aufgabe, die sie jedoch drei Jahre später aufgab, nachdem kurz vor ihr bereits drei Vorstände gleichzeitig ebenfalls ihr Amt aufgegeben hatten. Bergqvist hatte damit die letzte Sekunde genommen um nicht in ein Betrugsverfahren gegen den Geschäftsführen von Cefour verwickelt zu werden. Heute ist Bergqvist ein Botschafterin für Unicef und IAAF, hält Vorträge und arbeitet für das schwedische Fernsehen als Sportkommentatorin.


12. Oktober 1617: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
12. Oktober 1831: Anders Gustaf Jönsson und die Abstinenzbewegung
12. Oktober 1908: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös
12. Oktober 1948: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet
12. Oktober 1953: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Ernst Alm, der Sieger des ersten Wasalaufs im Jahre 1922

Als Ernst Alm am 7. Oktober 1980 in Skellefteå starb, sollte er in doppelter Hinsicht in die Geschichte Schwedens eingehen, denn zum einen ist er bis heute der jüngste Gewinner aller Wasaläufe (Vasaloppet) und zum anderen war er der erste Skiläufer, der diesen Skimarathon im Jahre 1922 gewann. Als Alm als erster der damals 119 Skiläufer ins Ziel kam, antwortete er den wartenden Journalisten lediglich, dass man bei jedem Sport eben das Beste gibt und schloss damit, dass einer der Teilnehmer eben gewinnen muss. Sehr viel mehr war aus dem nordschwedischen Dorfbewohner kaum herauszubekommen, einem Hünen von Mann, der im Winter als Waldarbeiter tätig war.

Ernst Alm kam am 1. März 1900 in einer ärmlichen Familie im nördlichsten Schweden zur Welt und musste, wie seine neun Geschwister, sehr früh auf dem kleinen Hof helfen und ab dem Alter von 15 Jahren im Winterhalbjahr als Waldarbeiter sein Geld verdienen. Den einzigen Sport, den Alm betrieb, wenn auch mehr um sich im Winter fortbewegen zu können, war der Skilanglauf, wobei er auch im lokalen Sportklub aktiv war und sich eine sehr eigene Trainingsmethode ausdachte die seine Muskulatur stärkte. Als dann der erste Wasalauf ausgeschrieben wurde, hatte der Sportklub des Ortes allerdings kein Geld um einen Sportler zu finanzieren. Hier kam der Västerbotten Kuriren zu Hilfe, der auf jeden Fall einen Bewohner Lapplands als Teilnehmer sehen wollte, und finanzierte Alm die Reise und den Aufenthalt.

Bis heute kursieren in Schweden die unterschiedlichsten Gerüchte über das Skiphänomen Ernst Alrm, der auch an er Winterolympiade 1924 im französischen Chamonix teilnahm, bald darauf jedoch als Skischütze aktiv wurde, einer Sportart, die damals nirgends anerkannt war. Im Jahre 1926 begann Alm dann, gemeinsam mit seinem Bruder, eine Skifabrik aufzubauen, die er jedoch mit der Krise der 30erJahre und der steigenden Konkurrenz wieder verließ um bis zu seinem Lebensende wieder Arbeiter zu werden. Den größten Erfolg als Sportskiläufer verzeichnete Alm im Jahre 1925, als er schwedischer Meister im 20-Kilometer-Lauf wurde, auf selbst hergestellten Skiern natürlich.


7. Oktober 1818: Gudmund Jöran Adlerbeth und die gustavianische Epoche
7. Oktober 1879: Joe Hill, der berühmteste Schwede Amerikas
7. Oktober 1882: Der Tierschutzverband Djurens Rätt nimmt seine Arbeit auf
7. Oktober 1911: Karl Staaff wird liberaler Ministerpräsident
7. Oktober 1924: Gunnar Brusewitz, Naturerlebnisse in Wort und Bild
7. Oktober 1974: Die schwedische Sängerin Charlotte Perrelli
7. Oktober 1994: Die schwedische Komödie Svensson, Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. August 2015

Der schwedische Sportklub IK Sirius

Am 9. August 1907 wurde in Svartbäcken in Uppsala der Sportklub IK Sirius gegründet, der damals allerdings noch IK Svartbäcken und wenig später IK Sport genannt wurde. Auch wenn der Klub heute vor allem als Fußballklub und Bandyklub bekannt ist, so war die Idee im Jahre 1907 einen allgemeinen Sportklub zu gründen, der zudem für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen zeichnen sollte und Studenten jede Art von Aktivität bieten sollte. Während die kulturellen Aktivitäten nur relativ kurzlebig waren, bot der Klub die ersten Jahre zahlreiche verschiedene sportliche Aktivitäten zwischen Schwimmen, Boxen, Skilauf und Bowling an.

Bereits nach wenigen Jahren zeigte sich jedoch, dass die Stärke des IK Sirius vor allem im Bandy, Unihockey (Floorball) und Fußball zu finden war und nur wenige Jahre später waren diese drei Sportarten jene, die vom Sportklub ausgebaut wurden und nationale Erfolge zeigten. Die anderen Sportarten und Aktivitäten wurden zu Nebenangelegenheiten und schließlich ganz von anderen Vereinen übernommen, was mit Sicherheit auch eine positive Entscheidung für die sportliche Entwicklung Uppsalas war.

Die ersten großen nationalen Erfolge zeigte der IK Sirus im Bandy, denn in den 60er Jahren spielte die Mannschaft fünfmal im Finale der schwedischen Meisterschaften und 1968 errang der Klub dabei auch die Goldmedaille. Im Fußball zeigte der IK Sirius sehr viele Auf und Ab, die zwar auch zu einem Endspiel in den schwedischen Meisterschaften führten, bisher aber nie eine Goldmedaille einbrachten. Der Supporterklub des IK Sirius nennt sich bis heute Västra sidan, da die ersten Supporter fast ausschließlich aus dem westlichen Teil Uppsalas kamen.


9. August 1612: Sven Bröms, ein Arzt gründet die Ockelboverken
9. August 1879: Die religiöse Schriftstellerin Jeanna Louise Oterdahl
9. August 1896: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
9. August 1914: Tove Jansson schrieb nicht nur Mumintrollen
9. August 1955: Maud Olofsson, die ungeliebte Ministerin Schwedens
9. August 1985: Fred Åkerström, ein schwedischer Troubadour
8. August 2008: Das letzte Konzert der Gruppe Broder Daniel

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 11. März 2015

Der schwedische Fußballklub GAIS

Am 11. März 1894 wurde im Café Edlund in Göteborg ein Sportverein gegründet, der heute wegen seinen Leistungen im Fußball im ganzen nordischen Raum bekannt ist, damals jedoch noch absolut nichts mit diesem Sport zu tun hatte, denn GAIS ist die Abkürzung für Göteborgs Atlet- & Idrottssällskap, und sollte vor allem athletische Veranstaltungen wie Gewichtheben und Ringkampf organisieren, neben einigen allgemeinen sportlichen Veranstaltungen. Man darf dabei nicht vergessen, dass Carl Gustafsson einer der Gründer war, einer zu jener Zeit bedeutendsten Gewichtsheber Schwedens.

Ab 1897 begann sich GAIS dann jedoch auch für Fußball zu interessieren und nahm diese Sportart mit in den Aktivitäten auf, was jedoch mehrere Jahre lang zu Spannungen führen sollte, da viele Mitglieder Fußball für einen zu brutalen Sport für den Verein hielten, und dass die Mannschaft das erste Spiel gegen den im gleichen Jahr gegründeten Göteborger Sportverein Örgryte IS verlor, wie auch zahlreiche folgende Spiele, verhalf nicht gerade zu einer positiveren Einstellung. Nach allen Verlusten gelang es GAIS 1904 erstmals überhaupt unentschieden zu spielen. Letztendlich entschloss sich der Verein dann jedoch weiterhin Fußball mit zu seinen Aktivitäten zu zählen.

Der Aufschwung kam für GAIS im Jahr 1909, als Axel Svensson den Sportverein übernahm und Joel Björkman Mannschaftskapitän der Fußballmannschaft wurde, denn beide hatten ein klares Ziel vor Augen und wollen GAIS mit Fußball landesweit bekannt machen. Der Durchbruch kam dann bereits 1915, als der Klub eingeladen wurde gegen Djurgården in Stockholm zu spielen, denn auch wenn GAIS das Spiel verlor, so konnten sie in Stockholm ihre Stärken zeigen und wurden in Zukunft auch von anderen Fußballklubs eingeladen. Nur vier Jahre später wurde GAIS dann schwedischer Meister und hatte sich vom allgemeinen Sportverein in einen anerkannten Fußballklub verwandelt, der allerdings bis heute immer wieder mit vielen Auf und Ab zu kämpfen hat.


11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens 
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands 
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden 
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden 
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg 
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Mittwoch, 3. September 2014

Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund

Assar Rönnlund kam am 3. September 1935 in Sävar bei Umeå zur Welt, verbrachte jedoch nahezu seine gesamte Kindheit in der Stadt Umeå. Über die frühen Jahre und das Skiinteresse Rönnlunds weiß man relativ wenig so dass die Biographie des Skiläufers im Grunde erst im Jahre 1961 beginnt, als er im Alter von 26 Jahren erst in Umåker an der schwedische Meisterschaft über 30 Kilometer teilnahm und wenig später auch den 50-Kilometer-Lauf im finnischen Lahti gewann. Nahezu über Nacht war damit Rönnlund zu einem der bedeutendsten Skiläufer Schwedens geworden.

Nachdem  Assar Rönnlund dann im folgenden Jahr sowohl die schwedische Meisterschaft in Skilanglauf über 15 Kilometer als auch über 50 Kilometer gewonnen hatte, wunderte es niemanden mehr, dass Rönnlund im folgenden Jahr drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft im Stafettenlauf und Skilanglauf holte. Rönnlund war innerhalb von nur zwei Jahren zur größten Hoffnung des schwedischen Skisports geworden und galt damit im Skilanglauf als Favorit für die olympischen Winterspiele in Innsbruck. Während der Weltmeisterschaft in Zakopane lernte Rönnlund auch seine spätere Frau, die finnische Skiläuferin Toini Gustafsson Rönnlund, kennen, die er 1968 heiratete, als beide mit olympischen Medaillen nach Schweden zurückkehrten.

Weltweit bekannt wurde Assar Rönnlund allerdings bereits während der Olympischen Spiele im Jahre 1964, als der Skiläufer plötzlich als Erster aus einem Waldstück, das nicht von Kameras überwacht wurde, auftauchte und damit olympische Geschichte schrieb. Im Jahre 1967 gewann Rönnlund noch den Vasalauf und nur zwei Jahre später - und nach dem vierten Kind der Familie - gab Rönnlund den Skisport auf und entwickelte sich zu einem der meist geschätzten Sportkommentatoren im schwedischen Rundfunk. Am 5. Januar 2011 starb die schwedische Skilegende nach längerer Krankheit im Universitätskrankenhaus in Umeå, der Stadt, zu der er immer eng verbunden war.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 7. März 2014

Der schwedische Sportklub Hammarby IF

Auch wenn sicher ist, dass der Sportklub Hammarby IF, der vor allem wegen seiner erfolgreichen Fußballmannschaft bekannt ist, am 7. März 1897 im Stadtteil Södermalm in Stockholm gegründet wurde, so gibt es bis heute Diskussionen über die Herkunft des Namens. Währned ein Teil der Mitglieder des Sportklubs der Meinung ist, dass über den Namen am Gründungstag abgestimmt wurde, weisen andere darauf hin, dass bereits am 10. April 1889 die Hammarby Roddförening (Ruderverein) gegründet wurde, der sich allerdings 1897 dem Hammarby IF (Idrottsföreningen) angeschlossen hat.

Als Hammarby IF gegründet wurde, so sprach man allerdings noch kaum von Fußball, sondern hieß, wie auch heute, jeden Sport willkommen. Auch den Sportplatz kann man kaum mit einer richtigen Sportanlage vergleichen, denn es handelte sich um eine Stelle, die man als Lerbacken (Lehmhügel) oder Sopbacken (Müllhalde) bezeichnete. Erst am 12. September 1915 bekam der Verein eine eigene Anlage, die im Laufe der Jahre sehr unterschiedlich verwendet wurde und heute der feste Trainingsort für die weibliche Fußballmannschaft des Vereins ist.

Im gleichen Jahr in dem die Sportanlage Hammarby Idrotssplats geschaffen wurde, entstand auch der dem Verein angeschlossene Fußballklub, der nach einigen Auf und Ab seit der Saison 1953/1954, bis auf einige wenige Ausnahmen, immer zu den Spitzenmannschaften Schwedens gehörte, auch wenn es der Mannschaft ausschließlich 2001 gelang den schwedischen Meisterschaftstitel zu erlangen. Weitaus mehr erfolgreich zeigt sich der Sportklub in Leichtathletik und Handball, auch wenn dieses Sportarten weitaus weniger in die Öffentlichkeit geraten wie Erfolge beim Fußballspiel.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie 
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert 
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde 
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Die schwedische Fußballlegende Gunnar Gren

Gunnar Gren wurde am 31. Oktober 1920 in Göteborg geboren und wurde gewissermaßen bereits mit 13 Jahren entdeckt, denn als am 7. Oktober 1934 in den alten Messehallen ein Wettbewerb im Fußballjonglieren ausgetragen wurde, hatte der junge Gren nicht nur den ersten Platz errungen, sondern verfügte mit 126 Punkten auch nahezu über doppelt so viele Punkte wie der Junge, der den zweiten Platz belegte. Das Ergebnis war nicht nur eine Plakette, sondern er wurde mit seinem Können auch zur Unterhaltung des Publikums während der Pausen eines Handballmatch engagiert.

Jan Steens Skulptur von Gunnar Gren vor dem Ullevi in Göteborg

Als professioneller Fußballer stand Gunnar Gren erstmals mit dem Klub Gårda BK am 1. Mai 1938 auf dem Göteborger Rasen. Das Spiel gegen Malmö endete allerdings mit 0 zu 0.  Nur zwei Jahre später wurde Gren in die Nationalmannschaft aufgenommen und 1941 wechselte er von Gårda BK zu IFK Göteborg, einen Klub, dem er acht Jahre lang die Treue hielt und für den er bei insgesamt 164 Ausscheidungen 78 Tore schoss. In der Nationalmannschaft spielte der Fußballer allerdings nur viermal.

Im Jahr 1949 verließ Gunnar Gren den IFK um erst für Mailand und später für Florenz zu spielen. Seine Spielmethode und seine Leistungen führten bald dazu, dass Gren in Italien von seinen Fans den Namen „Il Professore“ verliehen bekam. Erst 1956 kam Gren zurück nach Göteborg und schloss sich dem Örgryte IS an. Während seiner Karriere konnte Gunnar Gren auch zwei Rekorde vorweisen, denn zum einen war er der erste Schwede, der der Technische Direktor für Juventus Turin wurde und zum anderen war er der älteste Spieler, der je für einem schwedischen Klub noch auf dem Rasen stand. Gunnar Gren starb am 10. November 1991 in Göteborg.


31. Oktober 1878: Die Dampfmühle Eldkvarn in Stockholm brennt 
31. Oktober 2006: Der Umskalstunneln zwischen Schweden und Norwegen

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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Annika Sörenstam, ein Vorbild im schwedische Golfsport

Annika Sörenstam wurde am 9. Oktober 1970 in Viksjö bei Stockholm geboren und interessierte sich sehr früh für Sport, auch wenn sie als Schülerin noch im Sportklub Bro Fußball spielte und in der Oberstufe dann zur Leichtathletik und dem Skisport griff. Als Sörenstam jedoch Golf wirklich entdeckte, ging alles sehr schnell und bereits mit 22 Jahren begann sie bei der Ladies European Tour mit dem professionellen Golfspiel.

Mit Golf hatte Annika Sörenstam ihre Passion und ihren Beruf endgültig gefunden, denn ab 1995 gewann sie eine Ausscheidung nach der anderen und im Mai 2008 zählt die Golferin 72 Siege während der LPGA-Tours und wurde damit unter den erfolgreichsten Golfspielerinnen weltweit genannt. Der Erfolg setzte sich fort und Sörenstam wurde achtmal Rolex Player of the Year und am 16. Oktober 2005 gelang es ihr als zweite Frau in der Geschichte des Golfspiels das fünfte Mal in der Reihe den Samsung World Championship zu gewinnen.

Auf Grund ihres enormen Erfolges wurde Annika Sörenstam im Jahre 2003 zur PGA-Tour The Colonial eingeladen, einer der bedeutendsten Golfausscheidungen für Herren zu der letztmals 1945 eine Frau eingeladen worden war. Am 13. Mai 2008 erklärte Sörenstam dann plötzlich ihren Rücktritt aus dem Golfsport und Ende des gleichen Jahres war sie zum letzten Mal als professionelle Golfspielerin auf dem Green zu sehen. Da Annika Sörenstam ab 2006 die amerikanische und die schwedische Staatsbürgerschaft besaß, spielte sie ab dieser Zeit, je nach Ausscheidung, für Schweden oder aber die USA.


9. Oktober 1847: Schweden schafft die Sklaverei ab 
9. Oktober 2006: Die Abendzeitung Aftonbladet gründet TV7

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Freitag, 26. April 2013

Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten)

Harry Hjörne wurde am 26. April 1893 in Vancegan in Illinois geboren, kam jedoch bereits im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern zurück nach Schweden, wo die Familie jedoch die amerikanische Kultur weitgehend aufrecht hielt. Hjörne wuchs daher mit teilweise amerikanischem Denken auf, was ihn nicht nur prägte, sondern ihm später auch bei seinem Aufstieg im Pressewesen von Vorteil sein sollte. Hinzu kam, dass Harry Hjörne sehr früh mit der Arbeiterbewegung und dem Bestreben der Volksbildung in Berührung kam. Durch diese Mischung und ein enormes Arbeitsvermögen war seine Berufswahl nahezu logisch, er wurde Journalist.

Harry Hjörne erkannte auch sehr früh wie wichtig Bildung war und besuchte daher Abendschulen, Vorträge und las eine beachtliche Menge an Büchern. Die Anstrengung lohnte sich und bald war Hjörne Journalist für die Zeitung Norra Skåne in Hässleholm, wo sich die Familie mittlerweile niedergelassen hatte. Einige Jahre lang schrieb er für die dortige Zeitung über alles, was man in einer Zeitung lesen konnte. Der  wahre Aufschwung kam dann jedoch 1918, als Hjörne zur Tageszeitung GP (Göteborgs-Posten) kam, denn auch wenn er dort anfangs nur als einer von mehreren Journalisten arbeitete, so schuf er sich in Göteborg Kontakte, engagierte sich in Vereinen und er stieg stufenweise nach oben.

Im Jahre 1926 war nicht nur die Arbeitslosigkeit in Schweden auf einem Rekordniveau, auch die Presse kämpfte mehr und mehr ums Überleben. Die GP sollte in diesem Jahr auf Grund der geringen Leserzahl ganz eingestellt werden. Der damals 33-jährige Harry Hjörne sah nun seine Chance gekommen und er übernahm die Zeitung bevor sie den Todesstoß erhalten hatte. Im Gegensatz zu allen anderen Zeitungen jener Zeit führte Hjörne am Arbeitsplatz dann die Mitbestimmung ein und er besprach jeden Schritt mit seinem Personal. Sehr schnell erkannte er auch das Interesse der Bevölkerung für Sport, erhöhte die Auflage indem er über das Leben des Volkes schrieb und kirchlichen Fragen eine Platz gab. Indem die GP unter Harry Hjörne Nachrichten und Informationen für alle bot, gelang es ihm die Goteborgs-Posten damit zur größten Tageszeitung Schwedens, Stockholm ausgenommen, zu machen. Harry Hjörne starb am 16. Februar 1969 im Alter von 75 Jahren in Göteborg wo später ein zentraler Platz nach ihm benannt wurde.


26. April 1891: Der Folkets Park in Malmö 
26. April 1998: Sven Olov Lindholm, der Verehrer Hitlers

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Samstag, 9. März 2013

Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

Als die Popsängerin Lisa Miskovsky am 9. März 1975 in Holmsund bei Umeå geboren wurde, wuchs sie gewissermaßen mit drei Kulturen gleichzeitig auf, da der Vater Karel Miskovsky aus Prag war und als Kontrabassist in Helsinki seine finnische Frau Pirjo traf mit der er dann nach Nordschweden auswanderte, wo Lisa, als eine von drei Töchtern, geboren wurde. Die Musik wurde ihr, vor allem durch den Vater, der am Konservatorium in Prag studiert hatte, in die Wiege gelegt.

Da Lisa Miskovsky zu den Personen gehört, die unter Dyslexie leiden, hatte sie in der Schule keinen leichten Stand, was zwei ausländische Elternteile nicht gerade einfacher für sie machten. Musik war daher für sie eine Welt, in die sie fliehen konnte und wo Bilder lebendig wurden und es nicht sehr wichtig war, dass ein Wort auch korrekt geschrieben wird. Neben der Musik wählte Miskovsky Sport, den sie noch heute regelmäßig betreibt. In Schweden spielt sie Eishockey und nutzt das Snowboard und auf den Kanarischen Inseln greift sie zum Surfbrett.

Auch wenn Lisa Miskovsky bereits während der Schulzeit in einer Band in Umeå spielte, so begann ihre Karriere als Musikerin erst im Jahre 2001 mit der Single Driving One of Your Cars, einem Lied, das man auch auf der ersten CD der Sängerin findet. Anschließend ging es für die Popsängerin nur noch aufwärts und sie erhielt mehrere bedeutende Preise. Als Lisa Miskovsky im Jahr 2012 mit Why start the Fire auch noch zu den Spitzenkandidatinnen für den Eurovision Song Contest gehörte, gab es niemanden mehr in Schweden, der die Künstlerin nicht kannte.


9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs 
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland

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Donnerstag, 31. Januar 2013

Tomas Gustafson und der Weltrekord im Eisschnelllauf

Der am 28. Dezember 1959 in Katrineholm geborene Tomas Gustafson begann seine sportliche Karriere bei der Jugendweltmeisterschaft im französischen Grenoble im Jahre 1979, als er im Mehrkampf den vierten Platz belegte. Nur ein Jahr später gelang es ihm bei den Olympischen Spielen im Eisschnelllauf über 1500 Metern den siebten Platz zu erlangen, was ihn zu einem der erfolgversprechendsten schwedischen Eisschnellläufern machte.

Am 31. Januar 1982 wurde Tomas Gustafson dann nicht nur Europameister beim Eisschnelllauf über 10.000 Meter, sondern stellte dabei gleichzeitig einen Weltrekord auf. Bei den Olympischen Spielen im Jahre 1984 in Sarajewo errang Gustafson über 5000 Meter Gold und über 10.000 Meter Silber. Motivation und Training halfen Gustafson dann 1988 in Calgary in beiden Ausscheidungen zur Goldmedaille. Dieses Jahr war jedoch das letzte, bei dem er brillieren konnte und in Schweden zudem mit dem Jerringpris ausgezeichnet wurde.

Als Tomas Gustafson 1992 erneut bei der Olympiade in Albertville antrat, verblasste sein Stern und der Sportler gab seine Karriere auf um sich als Firmenberater zu betätigen und seinen Zuhörern Motivation und persönlichen Erfolg zu erklären, gegen eine Gebühr ab 20.000 Kronen. Neben dieser Tätigkeit ist Gustafson auch der Vorsitzende des schwedischen Olympiakomitees. Tomas Gustafson lebt mit seiner Frau, der ehemaligen Curlerin Elisabet Gustafson, in Uppsala.


31. Januar 1976: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens

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