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Freitag, 25. März 2016

Die schwedische Sängerin Sofia Karlsson

Sofia Karlsson kam am 25. März 1975 in Stockholm zur Welt und interessierte sich sehr früh für schwedische Volksmusik, was auch dazu führte, dass die Sängerin und Musikerin an der Königlichen Musikhochschule Volksmusik studierte. Ab 1998 war Karlsson Mitglied der Volksmusikgruppe Groupa, arbeitete jedoch parallel auch an mehreren anderen Volksmusikprojekten.  Im Jahre 2002 kam dann ihr erstes Album Folk Songs, das bei der Bonnier Amigo Music Group erschien und der Sängerin zwar eine gute Kritik, jedoch nicht den Durchbruch brachte, nicht zuletzt deswegen, weil es sich lediglich um eine Sammlung traditioneller schwedischer Volksmusik mit neuem Arrangement handelte, zum Beispiel dem Lied Den blomstertid.

Drei Jahre später erschien dann das zweite Album Sofia Karlssons, auf dem sie ausschließlich Balladen des schwedischen Dichters Dan Andersson interpretiert. Das Album Svarta  Ballader brachte der Sängerin mehrere Preise und wurde bisher über 60.000 Mal verkauft, was bei Volksmusik eine enorme Zahl ist. Gewissermaßen über Nacht war Karlsson eine der bekanntesten Folksängerinnen Schwedens geworden. Ab 2005 konnte Sofia Karlsson daher ganz von ihrer Musik leben. Als sie noch im gleichen Jahr im Duo mit Rikard Wolff Älskar dig präsentierte, gelang es dem Duo sogar sich für einige Zeit in die Svensktoppen zu halten.

In den beiden kommenden Jahren folgten für Sofia Karlsson jeweils über 100 Konzerte pro Jahr und zahlreiche Auftritte in Rundfunk und Fernsehen. Das dritte Album Visor från vinden mit Interpretationen von Lars Forssell, Fred Åkerström, Evert Taube und anderen bekannten Poeten. Bereits nach vier Wochen brachte das Album Karlsson eine Goldene Schallplatte ein und die Sängerin galt als die Erneuerin der schwedischen Volksmusik. Nach ihrem vierten Album Söder om kärleken im Jahre 2009 wurde es etwas ruhiger um Karlsson, denn es kam die Geburt eines Sohnes und eine Trennung. Nach einem Livealbum sollte erst wieder 2014 das Studioalbum Regnet faller utan oss erscheinen mit dem Sofia Karlsson ihr Publikum voll zurückerobern konnte.


25. März: Der Waffeltag in Schweden
25. März 1751: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 12. März 2016

Das Musik- und Theatermuseum in Stockholm

Am 12. März 1899 wurde in Stockholm ein Musikhistorisches Museum in Form einer Stiftung gegründet, auch wenn es dann zwei Jahre dauern sollte bis das Museum auch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Bis zu den 30er Jahren war die Aktivität des Museums relativ eingeschränkt, aber dank mehrerer Spenden und einem Zuschuss des Staates konnten die Sammlungen bald wachsen und, ebenfalls in den 30er Jahren wurde das Museum dann auch mit dem Konservatorium verknüpft.

Im Laufe der Jahre wuchs der Einfluss des Staates, aber auch seine Unterstützung, bis das Musikhistorisches Museum dann im Jahre 1981 ganz die Form einer Stiftung verließ und sich in ein staatliches Museum der schwedischen Hauptstadt verwandelte. Diese Veränderung führte 2010 auch dazu dass das Museum nun auch für die Sammlungen der schwedischen Volksmusik verantwortlich wurde und gleichzeitig das Marionettenmuseum und das Theatermuseum einverleibt bekam. Aus dem ursprünglich Musikhistorischen Museum wurde dadurch das Musik- und Theatermuseum.

Bereits im März 2014 schloss dann jedoch das Museum für Umbauten und auch um inhaltliche Veränderungen zu ermöglichen. Im Laufe des Jahres 2016 wird jedoch im gleichen Gebäude ein neues Museum öffnen das den Namen Museum für Bühnenkunst tragen wird. Aber auch wenn der Name Museum beibehalten wird, so werden dort auch weiterhin vor allem Veranstaltungen, Konzerte, pädagogische Aktivitäten und Workshops zu den entsprechenden Themen angeboten. Das Museum befindet sich im ältesten noch erhaltenen Industriegebäude Stockholms, direkt neben dem Dramaten.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1610: Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
12. März 1995: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Mai 2015

Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist

Anders Ljungqvist  kam am 10. Mai 1815 in einfachen Verhältnissen in Jumkil im Uppland zur Welt und war daher bereits als Kind dazu gezwungen in den Großgütern der Umgebung Gänse zu hüten, was dazu führte, dass er den Spitznamen Gås-Anders (Gänse-Anders) erhielt. Da Gänse hüten zwar die Anwesenheit fordert, aber relativ wenig Aufmerksamkeit, begann Ljungqvist in dieser Zeit auch Violine zu spielen, aller Wahrscheinlichkeit war er Autodidakt mit einem hervorragenden Gehör und unzähligen Stunden Zeit das Geigenspiel zur Perfektion zur erlernen.

Als Jugendlicher begann sich Anders Ljungqvist dann als Knecht zu verdingen, einer Tätigkeit, der er auch nach seiner Ehe mit Catharina Helena Molin und dem Umzug in das Häuschen ihres Vaters weiterging. Nach der mündlichen Überlieferung war Ljungqvist allerdings ein sehr schlechter Knecht, der seine Arbeit vernachlässigte um sich während der Arbeitszeit möglichst viel mit seiner Geige beschäftigen zu können. Bisweilen soll er seine Arbeit sogar ganz im Stich gelassen haben um als Spielmann aufzutreten und zum Tanz aufzuspielen.

So schlecht der Ruf Anders Ljungqvists als Knecht war, so gut war sein Ruf als Spielmann, denn es gab im Uppland ab Mitte des 19. Jahrhunderts kaum ein größeres Fest an dem man nicht Ljungqvist bat für die Musik zu sorgen. Sein Geigenspiel war so außerordentlich, dass im ganzen Uppland bald der Ruf umging, dass der Spielmann seine Kunst nur vom Näcken erworben haben konnte. Aus diesem Grund ging man auch davon aus, dass Ljungqvist zaubern konnte, dies allerdings nur im Positiven anwandte. Die Musikstücke des Spielmanns, der selbst leider nur etwa 100 seiner Musikstücke aufzeichnete, wurden im Laufe der Zeit von allen Spielmännern der Region übernommen und noch Mitte des 20. Jahrhunderts ging nahezu die gesamte Tanzmusik des Upplands auf Ljungqvist zurück, dessen Statue man in Björklinge finden kann. Anders Ljungqvist starb am 24. Dezember 1896 in Björklunge.


10. Mai 1657: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
10. Mai 1742: Johan Bielke und der Mord an Gustav III.
10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1952: Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 25. Mai 2014

Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied

Jokkmokks-Jokke wurde am 25. Mai 1915 als Bengt Johansson in Djupbäck, einem kleinen Ort am Polarkreis geboren und nahm 1974 den Familienname Djupbäck an, der an seinen Heimatort erinnern soll. Wie so viele junge Leute Lapplands deren Eltern kein Samendasein führten, suchte Johansson mit 19 Jahren nach einem besseren Leben und begann daher als Arbeiter bei der schwedischen Eisenbahn SJ, liess sich dann jedoch als Maler ausbilden um im gleichen Unternehmen weiterzuarbeiten, jedoch mehr zu verdienen.

Als Maler begann Bengt Johansson sich mehr und mehr für die Musik zu interessieren und lernte Gitarre zu spielen. Ein Freund, der den zukünftigen Sänger spielen hörte, überredete Johansson mit ihm nach Stockholm zu gehen und eine dort eine Musikkarriere anzustreben statt ein Leben lang Arbeiter zu bleiben. Die beiden Freunde ginen nach Stockholm, wo der neu gebackene Sänger sein Glück direkt im legendären Nalen versuchen sollte. Der Freund hatte auch gleich die Idee Johansson den Namen Jokkmokks-Jokke zu geben und gab ihm den Tip sich in samischer Nationalkleidung zu präsentieren.

Im Nalen überzeugte Jokkmokks-Jokke mit seinem originellen Auftreten und Topsy Lindblom, der damalige Direktor des Nalen, liess den Sänger vor dem damaligen Jitterbug-Publikum auftreten, ein Kontrast, der kaum grösser sein konnte. Auch wenn Jokkmokks-Jokke nun von der Musik leben konnte, so dauerte es noch bis 1963 bis er mit seinem Lied Gulli-Gullan, das er für eine Geliebte geschrieben hatte, den grossen Druchbruch hatte und in ganz Schweden bekannt wurde. Acht Jahre später, und nach einer Rolle in einem Åsa-Nisse Filme, kam der Sänger 1971 mit Tillbaka till min hembyn selbst in die Svensktoppen. Der grosse Erfolg von Jokkmokks-Jokke, der am 15. Juni 1998 in Nacka starb, lag im Grunde jedoch nicht an seiner Stimme, sondern daran, dass er das Volk berührte und sich sein Leben lang um arme und ausgesetzte Personen kümmerte.


25. Mai 1622: Gustav II. Adolf gründet die Stadt Borås
25. Mai 1667: Gustaf Bonde, ein Gegner der schwedischen Kriege
25. Mai 1930: Ohne Pass zwischen Schweden und Dänemark über den Öresund
25. Mai 2006: Lars Gyllensten, philosphische Gedanken zum Alltagsleben
25. Mai 2013: Das schwedische Weltkulturerbe Hälsingegårdar

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 18. November 2011

Die inoffizielle schwedische Nationalhymne

Als am 18. November 1844 erstmals das alte Volkslied „Du gamla, du friska“, das später zu „Du gamla, du fria“ wurde, angestimmt wurde, dachte niemand, dass sich dieses Lied in zwei Strophen zur inoffiziellen schwedischen Nationalhymne entwickeln würde. Denn eigentlich war das Volkslied aus dem Västmanland eine Hymne für den Norden und das Wort Schweden tauchte im ursprünglichen Text nicht ein einziges Mal auf, und noch heute singt man üblicherweise nur die ersten beiden Strophen und nicht die später hinzugefügte dritte oder gar vierte Strophe.

Auch wenn heute „Du gamla, du fria“ bei allen offiziellen Ereignissen als schwedische Hymne dient, so wurde das Volkslied bis heute nicht offiziell als Nationalhymne anerkannt, sondern wird ausschließlich aus rein traditionellen Gründen gesungen, denn Schweden hat, im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern dieser Erde, nie über eine Nationalhymne entschieden. Noch erstaunlicher ist dabei natürlich, dass „Du gamla, du fria“ ein Ausdruck für die skandinavische Einheit ist und dazu führt, dass im Grunde die polnische Nationalhymne in Schweden gesungen werden müsste, da diese Hymne als einzige wirklich auch von Schweden spricht, wenn auch in einem etwas anderen Sinn.

Man kann sich natürlich fragen wie dieses Volkslied zur Nationalhymne werden konnte, denn auch wenn Richard Dybeck, der Verfasser des Textes, dafür sorgte, dass das Lied in ganz Schweden bekannt wurde, so benötigt eine Volksweise einen besonderen Anlass um aus der Masse hervorzustechen. Dieses Ereignis bot sich, als der schwedische König Oscar II. sich in der Universität Lund erhob, als das Lied vorgetragen wurde und ihm daher eine besondere Ehre erwies. Als dann der Opernsänger Carl Fredrik Lundqvist noch eine Strophe mit dem Wort Schweden hinzufügte und während einer Vorstellung in der Universität in Uppsala die Weise als „unsere Nationalhymne“ vorstellte, hatte sich das nordische Volkslied in eine inoffizielle Hymne verwandelt.

18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin