Donnerstag, 21. Juli 2011

Die Freihandelszone EFTA und die Stockholmer Konvention

Am 21. Juli 1959 trafen sich Großbritannien, Österreich, Dänemark, Norwegen, Schweiz, Portugal und Schweden in Stockholm um über eine gemeinsame Freihandelszone zu verhandeln, die dann am 4. Januar 1960 unterzeichnet wurde und am 3. Mai 1960 in Kraft trat. Durch die sogenannte Stockholmer Konvention wurde hierdurch die EFTA gebildet, die ein Gegenpol zur EU bildete und in ihren Forderungen den Ländern eine weitaus größere Freiheit ließ als die Europäische Union. Auch Fischfang und Landwirtschaft wurden von der Freihandelszone ausgenommen, da hier die einzelnen Länder völlig andere Ziele verfolgten.Das Hauptziel der EFTA war der stufenweise Abbau der Zölle innerhalb der Freihandelszone, der freie Handel zwischen den Ländern und der Ausbau der gemeinsamen Handelsbeziehungen. Mit anderen Worten, die EFTA wollte durch ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum, die Steigerung der Produktivität und Vollbeschäftigung den Lebensstandart der Bewohner der Mitgliedsländer steigern, ohne dass die Länder jedoch die engen Bindungen eingehen mussten, die die Europäische Union von ihren Mitgliedern forderte.Auch wenn die EFTA in vielen Punkten ihre Ziele erreichte, so schlossen sich dennoch immer mehr Länder der Europäischen Union an, auch wenn sie zum Teil große Bedenken gegen die hochgesteckten Ziele der EU hatten, die die Rechte der Mitgliedsländer erheblich einschränkten. Dennoch konnte Europa, trotz mehrerer Versuche, die EFTA bis heute nicht auflösen, auch wenn deren Reichweite heute gering ist. Gegenwärtig sind nur noch Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz Mitglied der EFTA, wobei jedes der Länder jedoch auch Abkommen mit der EU einging.

21. Juli 1878: Das Segelschiff Vega und die Entdeckung der Nordostpassage
21. Juli 1980: Die erste Frau bei der schwedischen Luftwaffe 
Copyright: Herbert Kårlin

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