Samstag, 9. Juli 2011

Waldbrand bei Torsburgen auf Gotland

Am 9. Juli 1992 verursachte eine weggeworfene Zigarettenkippe einen der größten Waldbrände in der Geschichte Schwedens. Die ersten Flammen zeigten sich am Morgen des heißen Tages bei Torsburgen auf Gotland, der zweitgrößten vorgeschichtlichen Wallburg Schwedens, die bis zur Epoche der Wikingern zur Verteidigung diente. Die extreme Trockenheit und der Wind sorgten dafür, dass sich die Flammen in wenigen Minuten in alle Richtungen ausdehnten und die Bäume entzündeten.

Bei diesem Brand auf Gotland, der erst am 13. Juli gelöscht werden konnte, verbrannten rund 1000 Hektar Nadelwald. Der Waldbrand verursachte den größten Rettungseinsatz, den Gotland je erlebte. Die Feuerfront von einer Breite bis zu sechs Kilometer, die sich in drei Richtungen ausdehnte, zerstörte alles, was ihr in den Weg kam. Trotz dieser Ausmaße forderte das Feuer keine Menschenopfer. Die Schäden waren jedoch noch Jahre später deutlich zu sehen.

Heute ist das Gebiet um die aus Kalkstein erbaute Wallburg Torsburgen ein Naturschutzgebiet, wobei man vom dortigen Aussichtsturm, der gegenwärtig nicht mehr bestiegen werden darf, einen Blick auf ein Raukfeld hat, ein Gebiet mit Verwitterungsgestein, das typisch für Gotland und Öland ist. In diesem Naturschutzgebiet findet man auch die Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus), die in Schweden nur auf Gotland und Öland in der Natur zu finden ist.

9. Juli 1790: Die Schlacht bei Svensksund oder bei Ruotsinsalmi
9. Juli 1836: Sofia von Nassau wird Königin in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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