Freitag, 22. Juli 2011

Katarina Stenbock und der schwedische König Gustav Vasa

Am 22. Juli 1535 wurde in der Nähe der westschwedischen Stadt Borås Katarina Gustavsdotter Stenbock geboren, die durch ihre Ehe mit Gustav Vasa als Siebzehnjährige zur schwedischen Königin erhoben wurde. Bereits acht Jahre später musste sie wegen dem Tod ihres Gemahls diesen Rang jedoch wieder abgeben, beziehungsweise gegen den Titel „Reichsköniginwitwe“ eintauschen, ein Titel, der 1560 erstmals in Schweden vergeben wurde.

Als Gustav Vasa die junge Katarina Stenbock heiraten wollte, so widersetzte sich die Kirche mit allen Mitteln, da Katarina die Nichte der erst verstorbenen Königin war und daher, nach ihrer Auslegung der Bibel, nicht als Braut in Frage kam. Gustav Vasa widersetzte sich jedoch mit der Aussage, dass das Alte Testament nur für Juden gelte. Da die Kirche dies nicht widerlegen konnte, heiratete der 56-jährige König dann am 22. August 1552 Katarina Stenbock in der Vadstena Klosterkirche.

Auch nach dem Tod von Gustav Vasa hatte Katarina Stenbock noch eine bedeutende Rolle, die es ihr ermöglichte zahlreiche Intrigen im Königshaus abzuwenden und sie konnte, in gewissem Rahmen, auch die geschichtliche Entwicklung Schwedens steuern, insbesondere durch ihre persönlichen Einsätze für Erik XIV. Am Ende ihres Lebens widmete sich Katarina Stenbock dann fast ausschließlich wohltätigen Zwecken. Die ehemalige schwedische Königin wurde 86 Jahre alt und starb am 13. Dezember 1621 auf Schloss Strömholm im Västmanland.

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Copyright: Herbert Kårlin

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