Sonntag, 22. Januar 2012

August Strindberg erhält den Anti-Nobelpreis

August Strindberg, der am 22. Januar 1849 auf Riddarholmen in Stockholm geboren wurde, wurde nicht erst nach seinem Tode zu einer, wenn auch sehr umstrittenen, Symbolfigur unter den schwedischen Schriftstellern, denn bereits am 22. Januar 1912, nur wenige Monate vor seinem Tode, feierten bereits rund 10.000 Personen mit einem Fackelzug, der vor seiner Wohnung endete, den 63. Geburtstag des Autors, eine Ehre, die nur wenigen Schriftstellern Schwedens zuteil wurde. Gleichzeitig wurde ihm für seine Leistungen der Anti-Nobelpreis vergeben, da ihm entsprechende Preise von der herrschenden Gesellschaft nicht gegeben wurden.

Als Dramatiker erreichte August Strindberg seinen Durchbruch mit dem Stück Mäster Olof (Meister Olov), das er im Jahre 1872 begann und erfolglos bei der Svenska Akademien einreichte. Auch das Königliche Theater wollte sein für die Zeit revolutionäres Stück über den schwedischen Reformator Olaus Petri nicht in der eingereichten Form riskieren. Fünfmal reichte er es dann in veränderter Form beim Kungliga teatern ein, jedes Mal wurde es aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. Erst später erkannte man die Tragkraft dieses Meisterwerkes, das 1881 am Nya Teatern erstmals aufgeführt wurde.

Kurz vor seinem Tode am 14. Mai 1912 verkaufte August Strindberg die schwedischen Rechte an seinen Werken an den Albert Bonniers Förlag für 200.000 Kronen. Bonniers kaufte dann nahezu gleichzeitig auch noch sämtliche Rechte an seinen Werken, die bei anderen Verlagen lagen, was sich wirtschaftlich als sehr gute Investition erwies, denn als Bonniers nach dem Tode Strindbergs die Gesamtwerke in 55 Bänden auf den Markt brachte, wurden innerhalb von 20 Jahren bereits 1,7 Millionen Bücher in einem Werte von über zehn Millionen Kronen verkauft.

22. Januar 1922: Elsa Andersson, die erste Fallschirmspringerin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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