Donnerstag, 19. Januar 2012

Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte Skalde

Per Daniel Amadeus Atterbom wurde am 19. Januar 1790 in der Gemeinde Åsbo geboren und nahm in der schwedischen Literaturgeschichte eine besondere Rolle ein. Obwohl, oder gerade weil er der vermutlich konservativste Autor seiner Zeit war, wurde er Lehrer des Königs Oscar I. und brachte diesem die deutsche Sprache sowie die nordische Literaturgeschichte bei, was sicher auch dazu beitrug, dass er, trotz starkem Widerstand, später in die Svenska Akademien gewählt wurde.

Atterbom schwamm während seiner gesamten Schaffenszeit gegen den Strom. Er wollte nichts von zeitnahem Liberalismus und Realismus wissen, sondern bekannte sich zu einem konservativen christlichen Glauben und drückte sich in Form einer lyrischen Romantik aus, wobei er die Stoffe überwiegend aus der frühen Sagenwelt Schwedens holte und dann zu eigenen Werken verwandelte. Diese Stellung brachte ihm zwar bei der konservativen Regierung der Zeit offiziell viel Ehre ein, brachte ihm aber auch gleichzeitig den offenen Hass der Literaten seiner Zeit.

Auch wenn seine beiden poetischen Werke Lycksalighetens ö und Fågel blå relativ bekannt wurden, so liegt Atterboms größte Leistung darin, dass er mit Svenska siare och skalder zwischen 1841 und 1855 die erste schwedische Literaturgeschichte verfasste. Auch wenn sich des Werk heute mit seinen hohen Forderungen nach einer idealen Ästhetik der Dichtkunst in vielen Punkten kritisieren lässt, so spiegelt dieses Werk den besten Eindruck in die Literatur des frühen Schwedens und zeigt die Denkweise der gebildeten Schicht dieser Zeit. Für die Literaturwissenschaft ist dieses Werk noch heute eine wichtige Quelle, die Per Daniel Amadeus Atterbom unsterblich macht.

19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultam

Copyright: Herbert Kårlin

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