Mittwoch, 11. Januar 2012

Deutsche Nazigruppe wird aus Schweden ausgewiesen

Als Hitler im Jahre 1933 die Macht übernommen hatte, machte er sich unmittelbar daran in den Nachbarländern ein Netz der Sympathisanten aufzubauen, so auch in Schweden. Das Ziel war in erster Linie Deutsche im Ausland anzusprechen, ausgewanderte Deutsche auf seine Linie zu bringen, aber auch um Schweden davon zu überzeugen, dass er eine gerechte Sache vertritt, die nicht nur Deutschland stützt, sondern auch den befreundeten Staaten eine positive Zukunft bringt.

Ab 1935 verstärkte Hitler seine Bemühungen in Schweden, ausgehend von Stockholm, wo er auf die Unterstützung des Königs rechnen konnte. In diesem Rahmen wurde am 11. Januar 1936 im Sveavägen 29 das „Deutsche Kolonie-Heim“ (Tyska kolonihemmet) gegründet, das mit allen nazitreuen Gruppen Schwedens engen Kontakt hatte und sehr bald als das Nazizentrum Schwedens bekannt wurde. An der Spitze dieses schwedischen Netzes stand Heinz Bartels, ein treuer Gefolgsmann Hitlers.

Da der Führer des Kolonie-Heims, Heinz Bartels, immer aktiver wurde und deutschen Auswanderern, die nicht die Meinung Hitlers vertraten, bedrohte, wurde er vom schwedischen Staat mehrmals ohne jedes Ergebnis verwarnt und schließlich, gemeinsam mit seinen beiden wichtigsten Helfern in Stockholm, des Landes verwiesen. Deutschland versuchte die Ausweisung mit Drohungen zu verhindern, konnte jedoch die Entscheidung nicht beeinflussen. Als Folge der Ausweisung wurden dann von der Hitlerregierung drei schwedische Geschäftsleute aus Deutschland ausgewiesen.

11. Januar 1732: Peter Forsskål, ein Vorreiter des schwedischen Liberalismus

Copyright: Herbert Kårlin

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