Montag, 2. Januar 2012

Die Stabkirche in Skaga wird durch einen Brand zerstört

Als am 2. Januar 2000 die Feuerwehr in Karlsborg ausrücken müsste, war eines der kulturhistorisch bedeutendsten Gebäude in Brand, nämlich die Stabkirche in Skaga, eine der seltensten Kirchen Schwedens, die zudem eine Geschichte hat, die bis zum 12. Jahrhundert zurückreicht. Da die gesamte Kirche aus Holz errichtet war und auf Holzpfeilern, den Stäben, ruhte, war die Kirche allerdings nicht zu retten. Die Stabkirche Skaga war jedoch nicht nur eine der seltensten Kirchen Schwedens, sondern auch die Kirche, um die die meisten Legenden kreisen.

Die erste Stabkirche Skaga wurde gegen 1137 auf einem alten Opferplatz der Wikinger errichtet. Nach einer alten Sage soll hier Skaga, die Tochter des Wikingerfürsten Ramunder auf dem Opferplatz eine Kirche für ihren Mann bauen lassen haben. Aber auch wenn dies nie bestätigt werden konnte, so ist sicher, dass an der Stelle der ursprünglichen Kirche in der vorchristlichen Zeit Opfer stattgefunden haben. Dies führte jedoch auch dazu, dass selbst Jahrhunderte später noch regelmäßig Pilger zur Stabkirche kamen und dort ihre Opfer brachten um von den Göttern eine besondere Gunst zu erlangen.

Auf Grund dieses Opferkults zerstörte man im Jahre 1826 die ursprüngliche Stabkirche, was man jedoch bald zu bereuen begann, da Skaga auch sehr viele Besucher in die Gegend gebracht hatte. Zwischen 1957 und 1960 wurde daher eine Rekonstruktion der Stabkirche Skaga an ihrem ursprünglichen Platz errichtet. Diese Rekonstruktion brannte jedoch am 2. Januar 2000 restlos ab. Mittlerweile war die Kirche zwar kein Opferplatz mehr, aber ein beliebter Ausflug für Touristen geworden. Schon wenige Monate später wurde daher erneut eine Rekonstruktion der Stabkirche gebaut, die dann Mittsommer 2001 eingeweiht wurde.

2. Januar 1926: Gustaf Lagerheim, der Gründer der Pollenanalyse

Copyright: Herbert Kårlin

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