Donnerstag, 26. Januar 2012

Radon in schwedischen Häusern

Am 26. Januar 1979 schlug das schwedische Stråhlskyddsinstitutet (Institut für Strahlungsschutz) wegen den hohen Radonwerten in zahllosen schwedischen Häusern Alarm und informierte über das erhöhte Krebsrisiko der Bewohner dieser Häuser. Unmittelbar nachdem diese Information veröffentlicht wurde, begann mit der Sanierung, die allerdings bis heute noch nicht abgeschlossen ist, da man Eigenheimbesitzern bisher keinerlei Auflagen machte.

Wie viele Häuser in Schweden tatsächlich saniert werden müssen ist auch heute noch unbekannt, auch wenn man weiß, dass jedes Jahr etwa 500 Personen wegen den hohen Radon-Gehalten in ihren Häusern an Krebs erkranken. Allein in Gävle, wo man bisher in etwa der Hälfte der Häuser Messungen unternommen hat, konnte man bereits über 1000 Häuser mit zu hohem Radongehalt finden, wobei in einigen Häuser ein Wert von 2600 Becquerel gemessen wurde, was dreizehn Mal dem aktuellen Höchstwert entspricht.

Nach Hochrechnungen leben rund fünf Prozent aller Schweden in Häuser in denen die Radonwerte höher sind als der zugelassene Grenzwert, wobei jedoch nicht nur Häuser betroffen sind, die zwischen 1929 und 1981 mit Blaubeton gebaut wurden, was man eine Zeit lang annahm, sondern auch alte Holzhäuser, die auf Grundstücken mit hohen Radongehalten liegen. Da nach dem WHO der Grenzwert für Radon auf 100 Becquerel reduziert werden soll, ist zu vermuten, dass bis zu 20 Prozent aller Schweden in ungesunden Häusern leben, die dringend saniert werden müssten.

26. Januar 1924: Alice Nilsson, die schwedische Sängerin Alice Babs

Copyright: Herbert Kårlin

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