Sonntag, 8. April 2012

Erik Axel Karlfeldt: Mit Poesie zum Nobelpreis der Literatur

Am 8. April 1931 starb der schwedische Poet Erik Axel Karlfeldt in Stockholm, ein Autor, der 1913 in die Svenska Akademien gewählt wurde und posthum den Nobelpreis für Literatur erhalten hat, obwohl er nur sechs Gedichtbände veröffentlicht hatte und er sein anerkanntestes Werk erst als Mitglied der Akademien geschrieben hatte. Nach seinem Tode konnte seine Ehefrau sein Gesamtwerk für 173.206 Kronen an den Verlag Wahlström & Widstrand verkaufen, was heute nahezu fünf Millionen Kronen entsprechen würde.

Im Jahre 1895 veröffentlichte Erik Axel Karlfeldt seinen ersten Gedichtband unter dem Namen Vildmarks- och Kärleksvisor, der sich allerdings als Fiasko entpuppte, nicht zuletzt, weil der Autor das Reimen wichtiger nahm als jede literarische Versform. Es folgten dann zwei Gedichtsammlungen, die den Namen Fridolin im Titel hatten, das alter ego des Poeten. Die Sprache der beiden Werke ist der Bibel von Karl XII. angepasst und bei den Gedichten ließ er sich von Autoren des 17. Jahrhunderts inspirieren, aber auch die Feder von Carl Michael Bellman ist sehr deutlich zu spüren. Viele würden heute diese beiden Werke fast schon als Plagiate einordnen, da sie wenig von eigenem poetischem Können zeugen.

Auch das Privatleben von Erik Axel Karlfeldt, der ursprünglich Eriksson geheißen hatte, war nicht gerade vorbildlich, denn als Untermieter bei Mathilda von Düben begann er mit dessen Hausangestellten Gerda Holmberg ein Verhältnis, was zur Geburt eines Sohnes führte. Im gleichen Jahr als der Sohn geboren war, begann er regelmäßig die Anwaltsfrau Aagot Lidforss zu treffen, die dann ebenfalls bald ein Kind von ihm erwartete. Als der Ehemann Aagots von diesem Verhältnis erfuhr, wurde es vom Autor abgeschlossen, wobei er sofort ein neues Verhältnis mit Gerda Wessen einging, die er allerdings ebenfalls nicht heiraten wollte. Parallel dazu beschäftigte er seine erste Geliebte als Haushälterin und bekam ein weiteres Kind mit ihr. Was ihn jedoch nicht davon abhielt eine Affäre mit Lena Börjeson zu beginnen. Als Lena jedoch von seinen Kindern erfuhr, brach sie mit Erik Axel Karlfeldt, der dann, nach einem weiteren Kind mit Gerda Holmberg, diese am 19. Juni 1916 doch heiratete.


8. April 1956: M/S Gripsholm, von Schweden nach Amerika

Copyright: Herbert Kårlin

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