Samstag, 28. April 2012

Siri Derkert, Erneuerin der öffentlichen Kunst

Am 28. April 1973 starb die schwedische Künstlerin Siri Derkert auf Lidingö, eine der bedeutendsten weiblichen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die immer auf der Suche danach war etwas zu schaffen, was es vorher nicht in der Kunst gab. Da Kritiker jedoch mehr nach Bekanntem in der Kunst suchen, wurde Siri Derkert erst sehr spät als Künstlerin anerkannt, nicht zuletzt aber auch deshalb, weil sich Siri nicht auf einen Bereich der Kunst festlegte, sondern immer wieder neue Wege einschlug.

Siri Derkert begann sich mit 16 Jahren ernsthaft für Kunst zu interessieren und begann 1904 eine Ausbildung in der Althins Malerschule in Stockholm, führte dann aber ihre Studien in der Kunstakademie Stockholm und in mehreren französischen Kunstakademien fort. Die bedeutendste Veränderung in den Arbeiten Siris findet man dann jedoch in Werken, die sie nach ihrem Aufenthalt in der Fogelstadsgruppen zu Beginn der 40er Jahre malte und die nicht nur die persönliche Stärke der Künstlerin in hohem Masse ausdrückten, sondern auch die Frauenbewegung der Epoche.

Die Werke von Siri Derkert können leider nur selten in größerem Umfang betrachtet werden, da sich nahezu alle Gemälde in Privatbesitz befinden, ausgenommen der Sammlung an Zeichnungen, die das Göteborger Kunstmuseum erworben hat. Ab den 50er Jahren begann Siri Derkert dann mit neuen Materialien zu experimentieren und wandte sich der öffentlichen Kunst zu. Unter diesen Werken beeindruckt vor allem ihre Arbeit in der Haltestelle Östermalm der Stockholmer Tunnelbanan zum Thema Frieden und Gleichstellung.


28. April 1868: Hjalmar Procopé, ein finnlandschwedischer Dichter
28. April 1938: Wasser und Brot in schwedischen Gefängnissen

Copyright: Herbert Kårlin

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