Sonntag, 11. August 2013

Bischof Kettil Karlsson ändert den Lauf der Geschichte

Kettil Karlsson wurde am 11. August 1465 geboren und war bereits als Kind und Jugendlicher auf das geistliche Amt vorbereitet worden. Nach Abschluss seines Studiums in Rostock wurde er von seinem Cousin, dem Erzbischof Jöns Bengtsson unter die Fittiche genommen, der Karlsson wiederum mit König Kristian I. bekannt machte. Karlsson gewann sehr schnell die Gunst des Königs und wurde von diesem als Nachfolger des bereits älteren Bischofs in Linköping ausgewählt. Der Bischof starb bereits bald danach und Kettil Karlsson wurde als Nachfolger gewählt, konnte wegen seinem jungen Alter jedoch erst 1459, mit Hilfe einer Sondergenehmigung, auch vom Papst als Bischof anerkannt werden.

Obwohl Kettil Karlsson seine Karriere nahezu ausschließlich dem König Kristian I. zu verdanken hatte, entwickelte er sich sehr schnell zu dessen Feind als der König Jöns Bengtsson gefangen nehmen ließ. Karlsson verbündete sich mit dem Geschlecht Bengtssons und belagerte anschließend mit einem Bauernheer das königliche Schloss in Östergötland. Es gelang ihm zudem die Bauern des Uppland und aus Dalarna gegen Kristian I. aufzubringen und mit dessen Hilfe Stockholm zu belagern.

Wenig später war es Kettil Karlsson gelungen eine ähnliche Macht zu erringen wie vor ihm Engelbrekt Engelbrektsson und hatte ein massives Bauernheer an seiner Seite, das jedoch den Seeweg nach Stockholm nicht schließen konnte. Karlsson wandte sich daher  an Karl Knutsson, der ihm mit seiner Flotte zu Hilfe eilte und Stockholm damit isolierte. Nach dem Sieg gelang es dann Kettil Karlsson auch seinen Verbündeten zu bekriegen und er ließ sich selbst zum Reichsvorstand ernennen. Nur sechs Monate später endete jedoch der Aufstieg Kettil Karlsson abrupt, denn er starb in Stockholm an der dort herrschenden Pest.


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Copyright: Herbert Kårlin

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