Sonntag, 18. August 2013

Die Bernadottes übernehmen die Macht in Schweden

Als am 30. Juli 1810 der Reichstag in Örebro eröffnet wurde, so stand im Grunde nur ein einziger Punkt auf dem Programm, nämlich die Wahl eines neuen Königs, denn der offizielle Thronfolger, Kronprinz Karl August, war mit 41 Jahren nach einem Schlaganfall gestorben und ein anderer Nachfolger für Karl XIII. war im Grunde nicht vorgesehen, auch wenn sich Fredrik Kristian, Prinz Gustaf und der dänische König Fredrik VI., aus sehr verschiedenen Gründen, um den schwedischen Thron bemühten.

Als Favorit für den den schwedischen Thron galt im Grunde der dänische König, der damit auch ein vereintes Skandinavien schaffen wollte. Womit jedoch weder der König noch die damalige Regierung rechnete, war die Tatsache, dass sich Leutnant Carl Otto Mörner ohne offiziellen Auftrag nach Frankreich begeben hatte, nicht nur um Fürsten Pontecorvo, nämlich Jean Baptiste Bernadotte, zu bitten sich um die Krone Schwedens zu bewerben, sondern auch um mit Napoleon zu verhandeln und dessen Unterstützung zu erhalten.

Am 11. August 1810 wurde dann in Örebro Jean Baptiste Bernadotte als möglicher Thronfolger präsentiert, allerdings wurde gleichzeitig sehr deutlich auf die ökonomischen und politischen Vorteile aufmerksam gemacht, die diese Wahl für Schweden mit sich bringen würde. Als daher am 18. August 1810 ein geheimer Ausschuss zur Wahl schritt, war es nicht verwunderlich, dass sich zehn der zwölf Mitglieder für Jean Baptiste Bernadotte als Thronfolger aussprachen, der dann bereits am 21. August des gleichen Jahres zum Kronprinz ernannt wurde. Seit Jean Baptiste Bernadotte als Karl XIV. Johan an die Macht kam, regiert in Schweden die Linie Bernadotte.


18. August 1812: Der letzte Reichstag in Örebro 
18. August 1951: Kaffeerationierung in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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