Donnerstag, 1. August 2013

Olaus Magnus schreibt im Exil schwedische Geschichte

Als Olaus Magnus am 1. August 1557 im Exil in Rom starb, hinterließ er eines der merkwürdigsten Vermächtnisse zur schwedischen Geschichte. Der schwedische katholische schwedische Bischof ohne Amt hatte das Pech, dass er als als Katholik in die Reformbewegung Schwedens geriet, jedoch daran glaubte, dass sich der Katholizismus halten würde. Da Olaus Magnus daher zu jenen Katholiken gehörte, die sich nicht dem neuen Glauben anschließen wollten, der für Gustav Vasa der einzige Glaube Schwedens wurde, blieb ihm nur noch die Flucht und das Exil.

Noch bevor Olaus Magnus nach Rom kam, machte er in Venedig bei Hieronimo Quirino Halt, der sich sehr für die Situation in Schweden interessierte, aber natürlich eine verfälschte Meinung bekam, denn Olaus Magnus war überzeugt davon den Katholizismus wieder in Schweden einführen zu können und wollte das Land als äusserst interessant darstellen. Als ihn denn der Papst 1944 zum Erzbischof in Uppsala ernannte, glaubte sich Olaus Magnus nahezu am Ziel, was sich jedoch als Illusion erwies, denn der Erzbischof konnte nie wieder nach Schweden zurückkehren.

Weit entfernt von Schweden wurde man dann auch auf die Arbeiten von Olaus Magnus zur Geschichte Schwedens aufmerksam, wobei der Erzbischof dabei das Land in ein Phantasiegebilde verwandelte, obwohl er Schweden wegen seiner früheren Reisen im Land sehr gut kennen musste. In seinen Schriften sind die schwedischen Krieger allen anderen weit überlegen, die Runensteine wurden in der Urzeit von Riesen geschaffen und in der Ostsee findet man gigantische Seeungeheuer. Diese und andere Phantasien machten das nordische Reich geradezu zu einem heidnischen Inferno, das christianisiert werden musste. Olaus Magnus ist auch die Geschichte zur Heiligen Birgitta zu verdanken, die leider ebenfalls von seinen Phantasien untermalt wurde.


1. August 1593: Die Universität Uppsala wird allgemeine Universität 
1. August 1929: Rückwanderer aus der Ukraine kommen in Trelleborg an

Copyright: Herbert Kårlin

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